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Schallwand einmal anders

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  • ichse1
    Registrierter Benutzer
    • 23.05.2002
    • 1513

    Schallwand einmal anders

    Ich war vor vielen Jahren sehr aktiv in diesem Forum, habe aber nun schon sehr lange keine Lautsprecher mehr gebaut. Nun bin ich in eine neue Wohnung gezogen und da war es wieder mal so weit.
    Das Projektchen, das ich vorstellen möchte, könnte man „Schallwand einmal anders“ oder auch „Schallabsorber mit Beschallung“ nennen.
    Es handelt sich um eine Wand unserer Wohnküche. Wie in modernen Wohnräumen so üblich, war auch unsere Wohnküche raumakustisch furchtbar und sehr hallig. Normale Gespräche und vor allem spielende Kinder waren nur schwer erträglich. Daher wurde eine (fast) gesamte Wand des Raumes als Schlitzabsorber ausgeführt. Weil das alleine irgendwie langweilig ist, wurde auch ein Autoradio in die Wand verbaut, das die gesamte „Stereoanlage“ darstellt und es wurden Lautsprecher bündig in die Wand integriert.
    Das Ganze funktioniert nach meinem Empfinden ganz wunderbar!

    Technische Daten Absorber:
    Unterkonstruktion120mmx60mm, ausgefüllt mit 120mm Holzfaserdämmplatte (Steico flex), darüber schwarzer Stoff ("Unkrautvlies"), beplankt mit Lärchenholz 96mmx20mm, Abstände 10mm, 15mm und 20mm
    Technische Daten Lautsprecher:
    AL130 und G20 in ca. 14 Liter geschlossen, Weiche Eigenentwicklung mit BoxSim
    Technische Daten „Stereoanlage“:
    Standard Sony Autoradio an Laptop Netzteil
















    Alles Liebe
    Stefan
    Angehängte Dateien
    mfg Stefan
  • jhohm
    Registrierter Benutzer
    • 24.09.2003
    • 4539

    #2
    Hallo Stefan,

    das ist ja mal Mega!
    Chapeau dafür

    eine kleine Idee hätte ich noch; evtl die Fugen der Vertäfelung als Schattenfuge auf der Schallwand weiterführen, dann sieht man die Boxen fast gar nicht mehr....
    Das fass bitte nicht negativ auf, es ist nur eine dumme Idee von mir...
    ...Gruß Jörn

    Kommentar

    • yoogie
      Registrierter Benutzer
      • 16.03.2009
      • 5431

      #3
      Cool.
      Eine Akustik Wand, anstatt Decke.
      Wie die wirkt, weiß ich. Und sieht sauber gearbeitet aus.
      Netzteil für Laptop? Wieviel Volt hat das?
      Bei Po..in gibt es gerade Samsung Schaltnetzteile mit 14 Volt und 4,1 Ampere für 2,80€.
      Habe ich mir für mein Autoradio im Haus auch gekauft.
      Viele Grüße aus dem Bergischen Land
      Jörg

      Ab jetzt auch wieder Yamaha, ohne Kickstarter und breitem Lenker

      Kommentar

      • ichse1
        Registrierter Benutzer
        • 23.05.2002
        • 1513

        #4
        Schattenfugen sind jedenfalls eine gute Idee. Ich hatte mir das sogar überlegt. Allerdings überschreitet das dann irgendwann den Aufwand, den ich für ein "Küchenradio", denn mehr ist es nicht, betreiben möchte.

        Das Netzteil liefert angeblich 5A bei 12V. Das könnte zwar gerne mehr sein, muss aber für den Zweck reichen.

        Die BoxSim Weiche darf ich noch nachreichen:



        Angehängte Dateien
        mfg Stefan

        Kommentar

        • goofy_ac
          Registrierter Benutzer
          • 17.02.2018
          • 805

          #5
          Zitat von jhohm Beitrag anzeigen
          evtl die Fugen der Vertäfelung als Schattenfuge auf der Schallwand weiterführen, dann sieht man die Boxen fast gar nicht mehr....
          Hi Stefan

          eine sehr feine Lösung, liefert zudem ein richtig warmes Raumgefühl...
          Die Idee von Jörn würde ich wirklich aufgreifen! Wenn Du die Grenzen der Fuge gerade so auf der Schwallwand anritzt, um eine scharfe Kante zu bekommen, könntest Du die „Fuge“ an sich mit dunkler Farbe nachziehen. Du veränderst die Akustik nicht, und erhältst trotzdem die Wirkung. Probier es mal mit nem Streifen schwarzem Isolierband aus...

          Viele Grüße - Axel

          Kommentar

          • tabw
            Registrierter Benutzer
            • 27.05.2015
            • 232

            #6
            Coole Idee und sehr schön umgesetzt.

            Ich habe mal was ähnliches Gebaut, allerdings als Eckabsorber mit eingebautem Geräteregal.



            Rechts und links von den Geräten sind Türen, auf denen ich die Schlitze auch nur mit schwarzem Isolierband angetäuscht habe. Die durchgehenden sind Schlitze mit schwarzem Stoff dahinter.
            Die Lautsprecher hängen als Bilder getarnt an der Wand.

            Kommentar

            • UweG
              Registrierter Benutzer
              • 29.07.2003
              • 5581

              #7
              Akustik und Optik in Einklang gebracht. Sehr schöne und elegante Lösungen (von Stefan und auch die von tabw).
              Könnt ihr etwas zur Akstik sagen, insbesondere Stimmwiedergabe?
              Boxsim ... wenn Lautsprechersimulation gelingen soll.

              Kommentar

              • Fosti
                Registrierter Benutzer
                • 18.01.2005
                • 3071

                #8
                Zitat von ichse1 Beitrag anzeigen
                .....
                Die BoxSim Weiche darf ich noch nachreichen:....
                Moin, moin,
                die Berücksichtigung der Boxenkanten hast Du deaktiviert oder hast Du die ganze Wand als Schallwandabmessungen genommen?
                Viele Grüße,
                Christoph
                DSP loudspeaker crossovers done right
                http://www.grimmaudio.com/site/asset...8/speakers.pdf

                Kommentar

                • tabw
                  Registrierter Benutzer
                  • 27.05.2015
                  • 232

                  #9
                  Zitat von UweG Beitrag anzeigen
                  Akustik und Optik in Einklang gebracht. Sehr schöne und elegante Lösungen (von Stefan und auch die von tabw).
                  Könnt ihr etwas zur Akstik sagen, insbesondere Stimmwiedergabe?
                  Schwer zu sagen. Ich habe den Raum so hergerichtet ohne groß zu messen. Habe das einfach gebaut, weil ich ein Regal brauchte und Lust hatte sowas mal zu bauen. In dem Zimmer steht auch keine besondere Anlage. Zwei Breitbänder in Flachen Gehäusen an der Wand und ein kleiner Woofer unter der Couch. An den Wänden hängen zusätzlich noch ein paar mit STeinwolle gefüllte Bildkästen. Der Raum ist mein sehr kleines Wohnzimmer (12 qm) und ich wollte es nur ein wenig ruhig stellen, da es darin recht laut wurde, wenn man sich mal mit 3 oder 4 Leute darin unterhalten hat. Das ist jetzt deutlich besser, aber wohl eher auf die Bilder als auf den Eckabsorber zurückzuführen. Ein bisschen was scheint das aber alle zu bringen, ich habe eine recht saubere Basswiedergabe.

                  Kommentar

                  • nlcarbon
                    Registrierter Benutzer
                    • 15.02.2012
                    • 1525

                    #10
                    Moin,
                    die Wand gefällt mir seht gut. Meine Fragen dazu:
                    1. Warum Steico Flex (Holzfaser) und z.B. nicht Isover Akustik SSP2?
                    Der Strömungswiderstand ist bei der Steico mit 5 kPa?s/m² angegeben, die SSP2 hat 11. Bei der Stärke von 120mm sollte der höhere Strömungswiderstand doch vortielhafter sein, oder?

                    2. Warum 10/15/20mm Abstände und nicht alles in 15? Um den Absorber breitbandiger zu gestalten?

                    Grüße Nils

                    Kommentar

                    • Lautsprecherking92
                      Registrierter Benutzer
                      • 06.11.2020
                      • 8

                      #11
                      Kosten der Wände

                      Hallo,

                      Die beiden selbstgebauten Schallwände sehen richtig stylisch aus, Hut ab!
                      Mich würde interessieren, wieviel ihr beide (also Stefan und tabw) jeweils für die Materialen und Aufbau bezahlt habt.

                      Ich bin am überlegen ob ich nicht selbst eine bauen möchte.

                      Danke schon mal im Voraus!

                      Grüße,

                      Jan
                      Man beherrscht ein Fach nicht, wenn man nur das Fach beherrscht.
                      - Philipp Hördt

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                      • tabw
                        Registrierter Benutzer
                        • 27.05.2015
                        • 232

                        #12
                        Zum Preis kann ich gar nicht viel sagen, da ich fast nur Reste verbaut habe. Das ist quasi eine Regalkonstruktion mit dreieckiger Grundfläche aus allen, was so rumlag. Arbeitsplatte, Spanplatten, Dachlatten.

                        Die Front besteht aus zwei großen Stücken schwarzem Stoff von der Resterampe und davor sind düne weiß beschichtete Spahnplatten (10mm) aus dem Baumarkt zum Quadratmeterpreis. Der Baumarkt hat mir die Streifen gesägt und ich habe dann 2 Abende Umleimer aufgebügelt. Gefüllt sind die beiden Kammern mit Steinwolle (Sonorock), die ich in eine dünne Folie eingewickelt habe.
                        Alles in Allem also nicht so teuer.

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                        • ichse1
                          Registrierter Benutzer
                          • 23.05.2002
                          • 1513

                          #13
                          Lieber Jan, lieber Nils,

                          Danke für die Blumen.

                          Ich habe Holzwolle verwendet, da es sich um mein Wohnzimmer handelt. Da möchte ich keinen Glasfaserstaub haben.(Ob das wirklich so schlimm staubt, sei dahingestellt, aber allein der Gedanke an Glasfaserstaub lässt mich husten...)

                          Die unterschiedlichen Abstände machen die Sache noch breitbandiger. Man hat quasi Helmholtz-Resonatoren mit 3 unterschiedlichen Abstimmungsfrequenzen.

                          Das gesamte Material für die 12m² Wand hat EUR 700,-- gekostet, also ca. EUR 60,-- pro m².
                          mfg Stefan

                          Kommentar

                          • nlcarbon
                            Registrierter Benutzer
                            • 15.02.2012
                            • 1525

                            #14
                            @ichse1 Vielen Dank für die Info.
                            Ich würde auch gern 2 Wände im neuen offenen Wohn-Esszimmer so umsetzen.
                            Die Steico Flex Holzfaserplatte ist eine gute Idee und ist zudem auch noch Klimaregulierend.
                            Ich würde gern die Abstände der Bretter als auch die Brettbreiten variieren.
                            Simuliert habe ich mal Bretter mit 95/120/145mm und Abständen zwischen 5/9/15mm. Der Aufbau an der Wand wäre dann z.B. so:
                            15-95-15-95-15-95-9-120-9-120-9-120-5-145-5-145-5-145-9-120-9-120-9-95-15-95-15 usw...
                            Ich habe das Ganze schon mal so auf die Wandbreite aufgeteilt das Flächenmäßig die Brettbreiten sich die Waage halten.
                            Die Steico würde ich für die 1. Wand im Wohnzimmer 160mm Stark wählen. (Davor kommt Lowboard/TV/Lautsprecher) Simulation anbei!
                            Die 2. Wand ist weiter hinten im Raum und dann mit nur 80mm Steico deutlich dünner(aus Platzgründen) und Absorbiert somit erst etwas weiter oben. Hiervor steht dann der Esstisch und mir geht es hier eher darum den Frequenzbereich der Stimme zu absorbieren...
                            Kann ich das so umsetzten oder gibt es Verbesserungsvorschläge?
                            Gruß Nils
                            Angehängte Dateien

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                            • ichse1
                              Registrierter Benutzer
                              • 23.05.2002
                              • 1513

                              #15
                              Das klingt nach einem sehr vernünftigen Plan. Wenn ich Dir einen Tipp geben darf, dann achte auf ein gutes Abdeckfliess, wegen der Optik. Mein Fliess hätte ich besser zweilagig machen sollen, dann wären die Spalten gleichmäßiger schwarz.
                              mfg Stefan

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