Hier sind einige Spezialisten am Werke, deshalb von mir mal folgende Frage:
Bei Relais wird immer ein Mindeststrom angegeben.
In vielen Schaltungen - Vorverstärkerausgang, Lautststärkeschalter, Direkt-Schalter - werden Relais eingesetzt, durchaus auch ohne das der Mindeststrom fließt.
Du bringst da bestimmt was durcheinander. Einen Mindeststrom, den der Schalter des Relais schalten muß, gibt es nicht ( so ich weit weiß, bin mir aber reichlich sicher ). Die Angabe, über die du da stolperst, ist wohl der minimale Strom durch die Spule, bei dem das Relais noch sicher klick macht.
Natürlich wird man zum schalten für 0,775mV kein 40A KFZ - Relais nehmen; das verbietet schon der gesunde Menschenverstand. Aber von der Sache her würde es funktionieren.
Prinzipiell funktionieren, meine ich. Ich weiss: KFZ - Relais blablabla Kontaktmaterial blabla NF bla Vergoldet blablabla Oxyd blabla Noch mehr Oxyd blablabla und so weiter.
Welche Kontaktlegierungen am geeignetsten sind, war aber nicht Gegenstand deiner Frage. Das könnte man später klären.
Nein Broesel,
ich bringe da nix durcheinander.
Ein typisches Datenblatt enthält die Angabe:
Schaltstrombereich 10hoch-6A bis 1A oder auch einen Schaltleistungsbereich
Hmmm... Wären bei diesem Relais 10µA. Ich muß Morgen mal Kataloge blättern. Diese Angaben sind mir bisher nicht ins Auge gehüpft, und hatte auch nie irgendwelche Probs.
Da gibts tatsächlich was. Wir hatten in der Firma auch mal Probleme, als wir ein Hilfssignal über einen Hauptkontakt eines Schützes geschlatet haben. Nach ein paar Jahren war kein Kontakt mehr vorhanden, durch den fehlenden Abbrannt beim Schalten des Hauptkontaktes. Ordentlich Leistung drauf und ein paar mal Schalten hat das Problem gelöst. Seitdem setzen wir für kleine Signale auch nur noch Schütze für Kleinsignale ein.
Zufällig habe ich in meiner Bastelkiste ein Relais entdeckt: garantiert > 25 Jahre alt, garantiert in den letzten 25 Jahren nicht benutzt; heute habe ich den Kontakt seit mehr als einem Vierteljahrhundert erstmals wieder geschlossen; der Übergangswiderstand betrug 0.1 Ohm.
Der Kontaktteil des Relais ist allerdings gekapselt, und das Relais ist für eine lange Gebrauchsdauer konzipiert (stammt aus einer Telefonanlage).
Die LEISTUNGSrelais sind grundlegend anders aufgebeut als die SIGNALrelais.
Für kleine Signale, z.B. im Vorverstärker werden hermetisch dichte Relais benutzt, meist mit Goldkontakten oder Schutzgasfüllung.
Die Messung mit dem Ohmmeter ist nicht direkt aussagekräftig weil die Widerstände nicht linear sind. Bei Feuchtigkeit wirklen sie wie eine hochohmige Spannungsquelle mit einigen Millivolt. Dies ist meßbar!
Die Signalrelais sind sehr teuer aber für ihren Einsatz fast ewig haltbar. Schaltet man hohe Leristungen damit, sind sie sofort ruiniert.
In den meisten Datenblättern ist diese Angabe nicht enthalten. Jedoch bestromt amn auch normale Tastschalter mit einem Mindeststrom um die Kontakte freizuhalten.
Bei Signalrelais ist das irrelevant da diese vor Verschmutzung geschützt sind (Schutzgas, Gold).
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