wie obige Schaltung genau funzt kann ich Dir nicht sagen.
Wenn Du einen entsprechend hohen Ruhestrom wählst, arbeitet die Schaltung im A-Betrieb, bis das "Signal" die Größe selbigen erreicht . Bei größer werdendem Signal im B-Betrieb.
Also kannst Du jede Endstufe bei vergrößertem KK und ev. stärkerem Netzteil im A-Betrieb laufen lassen... anstelle 100mA Ruhestrom 1-2A oder mehr eingestellt. Dein Stromversorger wird sich freuen.
Die Schaltung ist ansich ein sehr einfach aufgebauter Differenzverstärker.
Die "Besonderheit" liegt ansich nur in der zusätzlichen Stromquelle, die den Ausgang mit 1A nach -40 UNREG zieht.
Da der Differenzverstärker ja dafür sorgt, dass die Spannung am Ausgang 0V beträgt, müssen also auch ca 1A von +40 UNREG über den oberen Leistungs-FET fließen. Somit hat der also einen Ruhestrom von ca 1A.
Solange in Richtung Lautsprecher der Strom kleiner oder gleich 1A ist, arbeitet die Ausgangsstufe also praktisch nur über die 1A Stromquelle und den oberen Leistungs-FET.
Erst wenn das Ausgangssignal so groß wird, dass mehr als 1A in Richtung Last fließen, wird ein Teil des Ausgangsstromes auch vom unteren Leistungs-FET übernommen. Dann dürfte es aber wegen der Schaltvorgänge am unteren FET auch entsprechende Übernahmeverzerrungen geben. Die Hoffnung besteht darin, dass das eigentliche Signal dann schon so laut ist, dass diese Übernahmeverzerrungen nicht mehr stören.
Wir haben es hier also mit einem unsymmetrischen Design zu tun und nicht nur mit einem mehr oder weniger hohen Ruhestrom.
Unsymmetrien erzeugen ungerade Oberwellen und so dürfte diese Schaltung einen merklichen Anteil an k2, k4 ... im Ausgangsspektrum besitzen.
stimmt, hast recht - die Finger waren wieder mal schneller als der Verstand
Hi agossi,
stimmt, hast recht.
Hi ChPuls,
die Leistungs-FETs benötigen ja eine Vorspannung und die ist im dem Diagramm mit den 9V versinnbildlicht.
Aus dem Eingangs-Differenzverstärker wird ja nur oben ein Treiber angesteuert der die Leistungsstufe halt nur nach oben ziehen kann. Es wird also noch etwas benötigt, was nach unten zieht - und das ist die Stromquelle mit den 30mA
ich empfehle Dir die beiden Bücher von Slone und Self (siehe Bücherliste hier im Forum). Da werden genau solche Fragen erschöpfend diskutiert. Sobald man diese Bücher durchgearbeitet hat und vielleicht auch den einen oder anderen Verstärker nachgebaut hat, versteht man auch etwas exotischere Designs besser.
Slone sei hier lobend erwähnt, sein Buch ist so aufgebaut, daß man mit einer handvoll Transistoren anfangen kann und dieses immerwieder verwenden kann.
Self dagegen ist sehr umfangreich und beschränkt sich nicht nur auf A/B sondern diskutiert auch D, G und H, sowie auch seine eigenen Schöpfungen.
Raphael
There are 10 types of people: Those that understand Binary and those that don't.
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