Die Dipol-Mania und ihre Ausgeburten (Spassprojekt)
Ich konnte einfach nicht anders und habe im "quick-and-dirty Verfahren" heute einen Dipol-Sub mit dem alten kleinen DV 13 P realisiert. Klar, ist bloss ein Spassprojekt gewesen, aber das Ergebnis hat mich so beeindruckt, dass ich nun das Gehäuse weiter optimieren möchte, damit ich den Zwerg dann zu meinen Computerboxen stellen kann.
Das "Gehäuse" ist etwa 15x15x15 cm gross und noch sehr entwursmässig. Die Luftauslässe sind noch viel zu gross, der Magnet noch in der hinteren Kammer integriert. Das soll sich alles ändern, aber wer sich trotzdem die Pics von diesem "Testentwurf" ansehen möchte:
Ja, als Schreibtisch-Sub ist er vielleicht wirklich geeignet. Im "Nahfeld" spielt er sehr angenehm, auf grössere Entfernung geht er jedoch unter, ist einfach zu schwach für grössere Räumlichkeiten.
Vielleicht macht jemand von euch mal etwas Vergleichbares mit einem Lautsprecher, der noch erhältlich ist... ?
Super Idee, wenn du uns noch ein paar Details dazu erzählst, wäre das schön,
Maximale Lautstärke, Tiefgang, und und und, wäre für den Schreibtisch sehr gut geeignet und für andere Satelitten, außer der Vox80, mit Tangbändern zum Beispiel eine schöne Ergänzung.
Also zum Klang kann ich nur sagen, dass sich meine grossen Magnat verschämt versteckt haben. Genauso stelle ich mir einen schönen Bass vor. Der wummert nicht, sondern dröselt die Tiefen schön gestaffelt und sauber auf. Dabei bleibt er immer angenehm unaufdringlich.
Die maximale Lautstärke ist leider nicht besonders gross, wie man sich denken kann, aber für Hintergrundberieselung in angenehmer Zimmerlautstärke durchaus geeignet. Der beschallte Raum sollte ziemlich klein sein - vielleicht was für die Küche oder Badezimmer oder etwas in der Art wie mein 8 m² grosses Computerzimmer?
Dazupassen könnte eventuell die Center 80 oder kleine Breitbänder mit eher schwächerem Wirkungsgrad. Das habe ich noch nicht so genau ausgetestet, da ich das Gehäuse noch nicht wirklich so habe wie es sein sollte - aber zur Optimierung hatte ich gestern bereits eine geniale Idee, ich weiss noch nicht, ob sich das in die Praxis umsetzen lässt.
Ich halte euch dann auf dem Laufenden.
Habe immer über Leute gelacht, die irgendwo im Keller ein Chassis finden und dann daraus eine Box bauen wollen.
Aber dann sehe ich mir das an...
Irgendwo gammelt bei mir noch ein WSP26S herum: ich glaube, ich werde ihn auch nach dem "quick and dirty"-Prinzip in ein Dipol stecken... Oder villeicht noch den zweiten bei ebay ersteigern und gleich einen Ripol bauen.
(Axel kriegt die Krätze...)
Zwei Tragödien gibt es im Leben: nicht zu bekommen, was das Herz wünscht, und die andere - es doch zu bekommen. (Oscar Wilde) Harry's kleine Leidenschaften
das ist doch schön alte Chassis/ Lautsprecher im Keller zu finden, nur so hab ich meine alten Camarque bei meinen Eltern wieder aus dem Tiefschlaf erweckt, leider waren die Hochtöner defekt, und so konnte ich nichts anderes tun als mit den Breitbändern andere Versuche zu machen.
Um Grundlagenversuche zu machen sind alle Treiber gut genug, auch mit ihnen erhält man Erkenntnisse, und zwar kostenlos.
Zurück zum Thema: eins ist sicher der DV13 ist nicht der optimale Treiber zum Aufbau eines Dipols, aber ist doch putzig der Kleine, für Schreibtischbeschallung genau das Richtige. Muß mal schauen ob ich auch noch irgendwo ein paar 13ner oder 20iger rumliegen habe
Ich bin jetzt eben dabei, das Gehäuse zu optimieren. Dazu habe ich den Magneten in der Seitenwand durchgelassen, die Luftauslässe schliesslich soweit verkleinert, dass die Öffnungsflächen jeweils ca. 44% der Membranfläche ausmachen. Die Gehäusebreite ist dadurch von 15,2 cm auf 12,1 cm verkleinert worden.
Da in den wandseitigen Ecken gegenüber den Luftauslässen ja theoretisch viel Luft komprimiert wird, die den Wirkungsgrad eventuell störend beeinflussen könnte, habe ich mich entschlossen, diese Ecken einfach aufzufüllen, was man in den folgenden Bildern zum Neuaufbau sehen kann:
Ich habe die Bretter für die Fotos zur Demonstration nur lose zusammengestellt, es ist noch nix verleimt oder so.
Ich bin selber gespannt, ob sich eine hörbare Besserung in irgendeiner Weise einstellt.
Wenn er dann nochmal getestet und für gut befunden worden ist, dann kommt endlich das Finish, also die optische Veredelung des Ganzen.
Meine ursprüngliche Idee mit auseinandergeschnittenen PVC-Knien, die dann in beide Richtungen zeigen sollten, scheiterte leider an meinem handwerklichen Ungeschick. Aber Holz ist sowieso leichter zu bearbeiten und auch viel billiger - der Zuschnitt für die optimierte Variante kostete gerade mal 1,03 €.
Ich bilde mir ein, dass die Kiste jetzt mehr "Wind" macht als vorher, die Nachbarin unter mir kann ich nun auch schon damit ärgern, wenn der Sub direkt am Boden steht.
Schade, dass ich keine richtige Sub-Endstufe besitze, denn die Lösung mir dem Netzteil und dem Auto-Dings macht mich auf Dauer krank - allein der Einschaltplopp, den das Netzteil in die Endstufe speist wird dem DV13P irgendwann das Leben kosten...
Das 8m² Computerzimmer schein der ideale Raum zu sein, da braucht der Sub nicht ständig am Limit zu laufen.
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