ich habe heute meine Blumentöpfe lackiert und wollte morgen die Chassis einbauen. Blöderweise fehlt es ausgerechnet jetzt an Dämmmaterial. (schreibt man das jetzt wirklich mit 3 mmm??) Ich habe aber noch etwas Glaswolle für Wärmeisolation rumliegen. Tuts die auch? Oder was kann man sonst so aus dem Haushalt als Ersatz nehmen?
Das habe ich schon gesehen, nur sind wirklich keine da aus oben genannten Gründen. Außer Q-Tips, aber das wäre wohl arg mühsam geworden, obwohl es nur 0,2l-Blumentöpfe sind...
Hm Glaswolle, wäre für mich auch nicht unbedingt die erste Wahl.
Mal ganz davon abgesehen, dass es unter Umständen der Gesundheit schadet.
Das Zeug wird auch das krümeln anfangen, naja Glaswollekrümel im Luftspalt zwischen Magneten und Spule, da hustet dann auch der Lautsprecher.
CB:
-- Das Verhältnis Volumen zu internem Wechseldruck läuft die Adiabate entlang.
-- Isotherme Volumenänderungen wären linearer.
==> Isothermere Randbedingungugen sind nur durch Einbringen von hoch wärmekapazitivem Material realisierbar. (heute schreibe ich geschwollen!) Stahlwolle weist eine große Oberfläche, eine große Masse UND daher eine realistisch gute Wärmekapazität auf.
==> Stahlwolle gehört in Subs deren Abmessungen noch keine "stehenden Wellen" zulassen. Besonders in URPSe, die ja fast nur gegen die Luftfeder arbeiten. Warum? StahlwolleAnsammlungen tragen wenig zur mech. Bedämpfung bei. Die Feder kann sich austoben.
==> Auch Glaswolle ist relativ schwer, verglichen mit Luft. Glaswolle wird daher im BoxenInnenraum auch isothermere Verhältnisse schaffen. Und nebstbei eine stopfungsabhängig geschwindigkeitsproportionale BedämpfungsGegenkraftKomponente liefern. (<-- Die Optimierung ist Wasteln live!)
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Sind Überlegungen in diese Richtung praxisrelevant?
NÖ, nicht wirklich! Weil andere "Störungen" viel prominenter sind.
Warum aus der Not Glaswolle nehmen?(pfui, schon der Gedanke daran juckt auf der Haut)
Ich nehme oft Filterwatte ausm Aquaristik-Bereich zur Dämmung.
Kostet nicht viel, fusselt nicht ,gibts in grossen Säcken und einen Zooladen gibs an jeder Ecke.
der wesentliche akustische Effekt von Glaswolle und Co. ist ABSORPTION, nicht DÄMPFUNG!
Deine Liste ist soweit richtig, allerdings gehört offenporiger Schaumstoff eher in die Mitte der möglichen Bandbreite.
Bei PORÖSEN Absorbern wird SchallSCHNELLE in Wärme umgesetzt. Das Absorptionsvermögen eines porösen Absorbers hängt stark von dessen Strömungswiderstand ab. Diesen kann man auch ganz gut im "Selbstversuch" abschätzen:
# einfach Lippen auf das Material pressen und pusten (na ja, bei Glaswolle und Co. vielleicht ein Zellstofftaschentuch drunter legen . . .) Der "Pustewiderstand" ist proportional zum Strömungswiderstand.
Da merkt man dann, dass Polyestervlies pro cm Dicke nur eine sehr geringe Absorption hat, offenporiger Schaumstoff in der Mitte liegt und Glaswolle einen relativ hohen Strömungswiderstand hat. DAS GILT JEWEILS PRO CM MATERIALDICKE -> 5cm Glaswolle sind so effektiv wie ca. 1m unverdichtetes Polyestervlies!!!
Es gibt auch einen "optimalen" Strömungswiderstand. Der liegt in der Größenordnung 2 bis 3 Lagen Frottierhandtuch (je nach "Flauschigkeit"). Wenn der Strömungswiderstand zu hoch ist hat der Schall keine Lust, in das Material einzudringen und wird zum überwiegenden Teil schon an der Oberfläche reflektiert. Wenn er zu niedrig ist geht der Schall durch wie nix -> es wird zu wenig absorbiert.
Polyestervlies wirkt trotzdem ganz gut, weil:
# das ganze Gehäuse voll davon ist (große "Dicke")
# es Mehrfachreflexionen an den Gehäusewänden gibt und das Vlies eine "weitere" Chance zur Absorption bekommt
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