ich werde jetzt endlich anfangen mit Ernst machen und meine beiden B200 in SOLO 20 Kisten bauen und dann mit zwei 15ern aktiv verheiraten. In einer Threadantwort vom 2612. habe ich die Frequenzweiche von VISATON gefunden. Meine Frage: Ist die der aktuelle Stand oder gibt es da inzwischen Modifikationen und wenn ja, wie sind die einzuordnen?
ich würde keine 15" Bässe sondern 12" PA-Chassis verwenden. Die Trennfrequenz sollte meiner Meinung nach deutlich höher liegen, ruhig im Bereich 400-700Hz. Somit ist die Weiche der Solo20 ohnehin nicht zu gebrauchen.
Das Impulsverhalten bei tiefer Trennung ist nicht wirklich gut. Entweder man will halbwegs impulstreuen Klang (und somit starken Antrieb, was zum B200 passen würde) oder man will Tiefbass aus den Stereoboxen. Das braucht man meiner meinung nach nicht. Dazu gibt es Subwoofer. Die können dann tief getrennt werden, das Impulsverhalten ist im Tiefbassbereich "egal".
ich habe mich mal wieder nicht konkret genug ausgedrückt:
Ich will die zwei 15er als Subwoofer einsetzen. Dabei bin ich dann davon ausgegangen, daß ich die Frequenzweiche so wie sie ist, bestehen lassen kann und nur die Sub(s) aktiv ankoppele. So wie Du es wohl verstanden hast, macht Deine Aussage zwar auch Sinn und wäre mit meinen EV Sp15a auch zu machen, aber so hatte ich es nicht vor.
@all
Was mir noch entgangen ist: Ich werde für den Betrieb mit den Grundig NF10 wohl auch eine Impedanzlinearisierung benötigen. Existiert die schon für die Solo20? Und wenn nicht, wie komme ich an sowas ran?
die ankopplung eines reinen subs an die Solo20 halte ich für sehr kritisch. meine ersten, kurzen erfahrungen mit der solo20 (nur testgehört) sagen mir, dass sie mehr als einen Subwoofer braucht. Ich denke, die lösung mit echtem TMT wäre sinnvoller...
ja, wenn man auf gequälte Kalotten steht schon. Wer auf den B200 steht will aber eher dynamik und unangestrengten Sound (um die stereotypen Worte zu verwenden).
Es geht mir nicht nur den Maximalpegel sondern die Membranfläche. Ein B200 hat bis in den oberen Mitteltonbereich hinein die volle Fläche eines 20ers. Im Bassbereich hat man die Fläche von zwei 15"ern. Das ist jeweils Power und der Realteil der Strahlungsimpedanz ist hoch. Der Wirkungsgrad gut. Was aber ist dazwischen? 200Hz von einem 20er? Das hat keinen Sinn. Wenigstens einer der 15"er sollte weiter hoch laufen. Dann hat man in jedem Frequenzbereich richtig Power.
Besser ist meiner Meinung nach eben sogar 12"er zu nehmen und richtig hoch zu trennen. Das Impulsverhalten wird durch jeweils hohe Trennfrequenzen einfach gut. Das hat nix mit Hokuspokus-schneller-bass zu tun. Durch D'Appoanordnung könnte man wieder stärkere Richtcharakteristik im Grundtonbereich erhalten. Besser wäre eine große Schallwand und 3(!) 12"er symmetrisch drumrum, eine ausgeprägte Richtkeule wäre das Ergebnis, zusätlich aktiv Laufzeit und Phase anpassen, Bündelungsmaße schon ineinander übergehen lassen, durch die große Schallwand hätte man auch beim B200 im Übernahmebereich noch annähernd einen Halbraumstrahler, breite Fasen... usw...
Ich betreibe den B200 ab ca. 150Hz. Selbst da fehlt MIR nichts an Dynamik. Deshalb verstehe ich nicht ganz warum so viele hier eine höhere Trennung vorschlagen. Höher also 200Hz würde ich nicht trennen wollen. Da sollten aber dann richtig hochwertige Bässe her.
Ich verwende Billigbässe, daher ist eine tiefe Trennung besser...
Zur Eingangsfrage: Mir ist keine Weichenänderung bekannt.
ich denke auch, dass man mit 150Hz schon ne Menge machen kann, aber das ist eigentlich auch schon keine wirkliche sub-trennung. da sollten es dann auch eher zwei stück sein und die jeweils zum B200. dann kann man aber auch noch ein stück höher gehen. allerdings muss dann ein leichter 12" her, also eher ein TMT 12" als ein Sub 12". der EV kann das, aber er wäre nicht meine erste wahl, ist eben ein EV...
Hm,hmm, das lass ich mir mal alles durch den Kopf gehen. Aber was ist mit meiner anderen Frage, der Impedanzlinearisierung? Die sollte doch prinzipiell von der Übergangsfrequenz unabhängig sein. Oder?
Sogar eine absolut komische....., denn ich hab´ eine Simu angeworfen und mir "Auslenkung vs. Hub" angesehen.
Also: bei 150 Hz muss man für +/-2mm SpitzenHub schon knapp 100 Watt in den Treiber pumpen. Das hält die 25mmCoil aber nur kurzfristig aus. SUPER! Selbst bei kurzen Dynamiksprüngen verlässt die Coil den linearen Bereich kaum. Es spricht daher nichts gegen eine Trennung rund um 150Hz.
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Trennt man höher, so kommt sich die unterhängige Coilwicklung verloren vor. Sie schaut sehnsuchtsvoll auf das Ende des Polspalts hinauf.... oder hinunter. Erreichen tut sie die mögliche HubGrenze nie.
Wäre ich eine unterhängige Coil, mich würde dieses Dasein frustrieren. Ich wüsste, dass es 1000 Watt braucht, um mich bei 300 Hz aus dem linearen Bereich zu befördern. Leider wäre mir auch bewusst, dass ich 1000 Watt nur recht kurz aushalte.
Wäre ich die unterhängige Coil, ich würde den Konstrukteur verfluchen. Denn er lässt mich ja das Tageslicht nie sehen und vergeudet Luftspaltlänge.
Gruß, maha
PS: Was wollt ihr?
-- Die Solo100 reizt das Breitbandkonzept optimal aus.
-- Eine Hochpassen des B200 bei 100-200HZ erscheint aus Belastbarkeitsgründen (<---elektrisch) gerade noch sinnvoll......
--- Ein Mittel-Hochton-Pegelexcessor ist der B200 garantiert nicht. Meine ich.... Meint auch die 25mm-Coil. *ggg*
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