vor einiger zeit ging's hier mal um musik-cd's. es beklagten sich einige das es keine richtig dynamische aufnahme mehr gibt. habe jetzt eine gefunden. BLUES COMPANY-VINTAGE.
von inakustik. musik: old blues (wer's mag-
-ich schon). muss ohne kompressor-limiter aufgenommen sein. ein absoluter HAMMER.
viele "tiefe" grüsse. Heinzel
Definitiv falsch - bei Techno ist eher geringe Dynamik vorhanden. Das ist bei einem Blick auf die Aussteuerungsanzeige eines Recorders übrigens ganz leicht nachzuvollziehen. Ich sage das aus gutem Grund, ich habe selbst aktiv solche Musik gemacht. Ich glaube eher, daß hier wieder ein Mißverständnis in der Definition des Wortes Dynamik vorliegt. Damit ist nämlich der Unterschied zwischen dem kleinsten und größten Aufnahmepegel gemeint. Eine Liveaufnahme mit sehr großem Dynamikumfang wäre z. B. das Livealbum Hope von Hugh Masekela.
> Definitiv falsch - bei Techno ist eher geringe Dynamik vorhanden.
ich hab hier gerade ein entsprechendes gegenbeispiel gefunden. erst im "strophenteil" sind tatsächlich nur noch 3dB dynamikunterschied übrig, in den anderen sind über 6db vorhanden.
elektronisches und überwiegend perkussives material hat den vorteil recht kurzer attackzeiten bei den einzelsounds. ein per overhead aufgenommenes klavier wirkt dagegen indirekt. ich würde in diesem zusammenhang eher von impulsiv als von dynamisch sprechen. eine wellenformdarstellung am rechner klärt da einiges auf.
wichtig für eine dynamische wirkung ist leider auch der musikalische input und die komposition. eine gute produktionstechnik macht dann den rest. spielen ständig alle instrumente gleichzeit, bleibt wenig platz für und das ganze verkommt schnell zu einem "gesamtbrei". das scheint aber selbst den musikschaffenden nicht immer klar zu sein (-> "ha, ich hab noch ein freies sechzehntel gefunden. das ist meins. das nehm ich" *fg*).
wenn Du Dich mal etwas bei inakustik umhörst, wirst Du dort auffallend viele gut aufgenommene CDs finden. Ich habe einige von denen und die sind meist wirklich gut produziert.
Im Klassikbereich sind viele Telarc CDs besonders gut aufgenommen und bieten viel Dynamik. Anspieltip: Alles von Erich Kunzel. Aber Vorsicht, der Bass ist bei den Effekten unter Umständen recht heftig.
hat jemand erfahrung mit sacd?? habe nämlich so ein gerät rumstehen, nur kein medium. hab bis jez noch nix passendes gefunden, sind auch noch sch...teuer,die cd's. kleiner tip von euch?
gruß Heinzel.
Ist zwar nicht gerade SACD, aber dennoch interessant: Norah Jones (ja, das ist diejenigewelche, die letztens als Newcomerin 5 Grammys abgeholt hat)= Come Away With Me.
Das Album ist nur zu empfehlen, habe es gestern im Laden 'mal probegehört und war sofort begeistert.
Bei Aufnahmequalität ist so gut, daß man selbst bei Zimmerlautstärke noch das Quietschen der Finger an den Gitarrenhälsen hört...
Also, ich habe jetzt meine ultimative "Test- CD" gefunden...
probiers mal mit "TOTO IV" auf SACD, denke damit liegt man nie schlecht (da war's noch die alte Besetzung), die CD haben die meisten ohnehin daheim, ergo gute Vergleichsmöglichkeit und vor allem ist TOTO IMHO immer perfekt gespielt und gemixt.
Sind tracks drauf die spielen einen Jarimoquay(sp?) an die Wand, und das zu einer Zeit aufgenommen wo besagter Jarimo noch hellblaue Babymützchen trug
Eigentlich interessant das alles immer wieder kommt...
regards
[Dieser Beitrag wurde von ST1100 am 04. März 2003 editiert.]
der beste Bassist den ich kenne. (Anspieltip von "Live in America" Miller Time, feat. Marcus Miller)
Die Live-Aufnahmen haben zwar etliche Störungen, jedoch, wie der Mensch seinen Bass behandelt, muß man gehört haben.
Grüsse
Kay
tja, wenn ich hier lese, bei Techno wären "über 6dB" Dynamik vorhanden, dann fällt mir dazu wirklich nur *ggg* ein.
Manche Klassik-Aufnahmen haben so um die 60dB bis 70dB Dynamikumfang, das kommt "nett" bei der Wiedergabe und Popmusikhörer erleiden das erste Mal i.d.R. einen Schock :-).
Es kann sich dabei sowohl um sinfonische Musik (Bruckner, Mahler etc.) oder auch Kammermusik handeln. Ich habe z.B. schon eine Klavier-solo Aufnahme mit deutlich über 60dB Dynamik gemessen (Helene Grimaud spielt dort die zweite Klaviersonate von Brahms).
Die von einem Diskussionsteilnehmer angeführten Telarc-Aufnahmen haben meiner Erfahrung nach eine meist unterdurchschnittliche Dynamik von höchstens 30...40dB. Die wissen wahrscheinlich genau, daß ihre Zielgruppe schlechte Anlagen stehen hat ;-)
noch ein Nachtrag: Das können wirklich sehr harmlos erscheinende Sachen sein, die eine große Dynamik haben. Ich habe einige Live-Aufnahmen der Camerata Academica des Mozarteums Salzburg (Kammerorchester von vielleicht 20 Mann, auf dem Programm Sinfonien von Mozart etc. ), die der ORF gemacht hat (veröffentlicht bei ORFEO), die auch einen Dynamikumfang von über 60dB aufweisen.
Die mangelnde Dynamik ist übrigens (neben der primitiven Harmonik, Melodik, Form und Rhythmik) auch einer der Gründe, weshalb ich nicht verstehe, wieso viele Hörer ein Pop-Lied von mehreren Minuten Dauer bis zum Ende ertragen können.....
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