Da so viele meinen Bericht zum Innenleben meiner Klipsch-Surrounds gelesen und hier kommentiert haben, möchte ich euch das Innenleben meiner Magnat All Ribbon 12 (Preiklasse 1000 €/Paar damals) nicht vorenthalten.
nicht sogar ein Folienkondensator, und eine Ferritkernspule gibt es hier auch.
Das klingt, als ne Kernspule was tolles wäre? Ist doch bloss der billige Ersatz einer großen Luftspule.
Aber ich muß zustimmen, das sieht schon viel besser aus als bei Klipsch.
Bei Klipsch sah es wirklich zu lumpig aus. Ich Kaufte mir vor Jahren zwei Arcus-Boxen für 1200DM und muss sagen, es war das beste Gehäuse, dass ich je für dieses Geld sah. Weder davor, noch danach ist mir ein ähnlich gut verarbeitetes Gehäuse in die Finger gekommen. Allerdings war es vom Klang her eher... wie soll ich sagen? - NIX.
Ich habe zwei Magnat-Dipole und die sind auch gut verarbeitet. Aber vom Klang her - na ja, bis ich mir welche selbst gebaut habe, kann man es auch dulden.
Wegen der Innenverkabelung würde ich mir an Deiner Stelle keine Gedanken machen: diese zwanzig cm haben keine Wirklung!
Die Empörung wegen dem hohen Preis kann ich nicht verstehen: es ist wie bei einem 2€ Hemd mit einem 200€ Aufkleber - durfte inzwischen jedem bekannt sein. Man soll die schlafende Hunde nicht wecken.
Grüße
Harry
Zwei Tragödien gibt es im Leben: nicht zu bekommen, was das Herz wünscht, und die andere - es doch zu bekommen. (Oscar Wilde) Harry's kleine Leidenschaften
Was ich an der Magnat nicht gut finde: Sie sieht ( ohne Bespannung ) Scheiße aus. Das ist zwar Geschmackssache, aber ich habe den besten Geschmack vonne Welt...
Ferritkernspulen sind nix unbedingt gutes. Die "fahren" relativ schnell in die Sättigung, und erzeugen dann molto Klirr. Da es sich hier aber wohl um die Bassspule handelt, und das Ohr für Bassklirr relativ unempfindlich ist, wollen wir ein Auge zudrücken.
Die Lötungen der Zuleitungskabel an den Chassis sind murx. Beim linken Kabel am Bass sieht man förmlich, wie es hinter der Isolierung abbricht. Sowas gehört gecrimt. Wie bei Klipsch...
wir haben ein ähnliches magnat modell, nur etwas kleiner (20er bass).
der woofer gab vor gut 1 1/2 jahren den geist auf (sicke). ersetzt.
aber innen sieht es etwa ähnlich wie im bericht aus. gutes dammaterial, mitteltongehäuse, sehr leicht gedämmt, aber riesen kartonrohr als bassreflexrohr, blöde plastikanschlussklemmen. die weiche ist mit einigermassen ordentlichen teilen aufgebaut, rauhe elkos sind keine zu finden, die widerstände sehen nach 10w aus.
Kleiner Tip zu den Klipsch-Hörnern.
Die Magnete sind nicht geschirmt weil es sich wohl, der Größe nach, um Neodymmagnete handelt. Die besitzen eine viel geringere Strahlung als Ferrit-Magnete und brauchen deswegen nicht geschirmt werden.
Ich habe zuhause zwei IQ MAX III. Von denen mußte ich mal den Tieftöner ausbauen. Da war ich auch recht enttäuscht. Einfachste Stahlblechchassis mit kleinen Magneten. Die Weiche ist auch extrem schlicht gehalten, das Gehäuse hat keine Verstärkungen (19mm Span).
Aber mal ganz kritisch betrachtet: Es handelt sich hier um eine 50 Liter 3-Wege Baßreflexstandbox mit 20 mm Kalotte, 13 cm MT und zwei 20 cm TT (alle drei aus ungefülltem Polypropylen), mit beflockter Schallwand für ungefähr 1000,- DM das Paar. Der Frequenzgang ist soweit ich mich noch an die Hifi-Zeitschrift erinnern kann recht ausgeglichen, kommt aber nicht sehr tief. Wenn man so einen Lautsprecher selber bauen soll wird man wohl kaum für dieses Geld etwas wesentlich besseres hinbekommen, wenn man fairerweise alles (Holz, Lack, Leim, Arbeitszeit auch wenn super günstig, Kabel, uswusf) was man als Auslagen hat mit einberechnet.
Einige meiner Selbstgebauten waren mit weniger und zum Teil deutlich kleineren Lautsprechern der unteren Preisklasse bestückt. Und ich habe entweder ungefähr das gleiche oder mehr ausgegeben. Ich bin sowieso der Meinung das man im unteren Preissegment nicht viel Geld durch selberbauen sparen kann. Wenn man baut dann doch meistens nur um seine individuellen Wünsche zu verwirklichen. So schauts zumindest bei mir aus.
Aber ich finde das echt interessant. Von mir aus könnten noch viel mehr Leute ihre Lautsprecher auseinandernehmen und ins Internet stellen. Dann aber bitteschön noch mit diversen Messungen.
Danke für das Feedback. Mir fehlt leider jegliches Equipment für Messungen. Ich habe alle meine Boxen immer nach Gehör und in Anlehnung an die Bauvorschläge von Visaton gebaut, wobei ich mir Änderungen an den Weichen mangels fundiertem Wissen in diesem Bereich nicht zutraue.
Die Rear-Boxen von Klipsch sollen nun fas das Doppelte Volumen erhalten, das Gehäuse wird in die Raumecken eingepaßt. Dabei soll die Schallwand aus dem Originalgehäuse weiterverwendet werden, da meine schreinerischen Fertigkeiten nicht berühmt sind.
Ob die Maßnahme klanglich etwas bringen wird, darf bezweifelt werden, aber ich möchte die Boxen ganz in den Ecken haben.
Ich bin nicht sicher, aber eine verdoppelung des Volumens könnte auch kontraproduktiv sein, denn immerhin sind diese Lautsprecher auf das ursprüngliche Volumen hin abgestimmt worden.
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