Hallo,
Nu hab' ich mich auch mal hier angemeldet, und schon folgt auch meine erste Frage ( Suchenfunktion hat nichts ergeben ):
Ich habe eine alte HH ausgegraben, in der über den B200 berichtet wird. Im Datenblatt ist die Schwingspule als genauso lang angegeben, wie der Luftspalt tief ist. Ist das denn dann noch eine Unterhangkonstruktion? Xmax wird folgerichtig mit 0 mm angegeben.
Man lese die offizielle Produktbeschreibung und findet:
Erreicht wird das durch die sehr leichte Papiermembran, die Gewebesicke sowie den optimierten Antrieb mit einer 25 mm Schwingspule, die das Magnetfeld im Luftspalt optimal ausnutzt (Schwingspulenunterhang).
Nein, Timmi hatte keine Schuld. Er hat von uns falsche oder missverständliche Infos bekommen. Beim zweiten Test (ich glaube bei der Solo 100) hat er das dann richtig gestellt.
Uups, PapaSchlumps Antwort habe ich erst gesehen, als ich meinen letzten Post schon geschrieben habe
Und danke für die Klarstellung
Gruss,
Azrael
Nochwas für PapaSchlumps Liste:
Defekt
Sektionen
Projekt
Pakt
Spuk (nicht, falls es eine Auffordernung sein soll )
Rekord
Akzent
Rektor
Kakteen (nicht, wenn man "teen" weglässt und es auch eine
Aufforderung sein soll )
usw.
Ich habe mich im Netz etwas schlau gemacht und gelesen, daß man bei einer Konstruktion mit Schwingspulenunterhang deutlich weniger Klirr hat. Aber wenn ich mir die Klirrmessungen von hifi-selbstbau etwa angucke, kann ich keinen Vorteil im Klirr gegen zum Beispiel den 206e sehen. Eher im Gegenteil.
Was für Vorteile hat der Schwingspulenunterhang denn sonst noch?
1. "eigentlich" richtig, solange die VC vollständig im Luftspalt bleibt, sind sowohl Antriebsfaktor als auch Induktivität annähernd konstant. Leider ist das Luftspaltfeld allerdings mitnichten über die volle Länge homogen, sondern fällt (in meinen Simulationen) zumindest in den äußeren 0,5 bis 1mm auf Werte um 0,9 bis unter 0,6 (normiert), je nach Ausführung.
2. Die Ausnutzung des Schwingspulendrahtes ist hier gewissermaßen 100%, beim Überhang wird entsprechend viel Masse und el. Widerstand temporär nutzlos bewegt.
Das funktioniert aber wie bei der Überhangkonstruktion desto besser, je größer die Differenz zwischen Permanentmagnetfluß und dem durch den Spulenstrom erzeugten Fluß bleibt, Stichwort Flußmodulation. Viel Antriebsfaktor hilft hier also viel.
Weiterhin ist die Erzeugung hoher Flußdichten wegen der großen Spaltlänge von Unterhangkonstruktionen mit viel Magnetmaterial und ggf. Eisen für den Rückschluß verbunden: teuer.
Um einen wichtigen Vorteil der Unterhangspule vor allem bei einem Breitbandlautsprecher genauer zu nennen: Die Schwingspule des B 200 ist nur unwesentlich größer als die eines Hochtöners (25 mm Durchmesser und 4 mm Wickelhöhe). Das ist die Voraussetzung für eine wirklich gute Höhenwiedergabe. Die gängigen Breitbänder mit ihren schweren Spulen kommen da einfach nicht ran.
Ja genau richtig. Das gilt natürlich nur für diese spezielle Membranform mit dem raffinierten Material (mit Baumwollfasern durchwirkt). Anders ausgedrückt: Eine schwere Schwingspule hätte auch an dieser Membran keine gute Hochtonwiedergabe.
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