Hallo
Ich glaube es gab hier mal einen Thread indem erwähnt wurde das man auch einen BR-Sub Entzerren kann.
Wie genau stellt man das an?
Wegen der Berechnung des BR-Kanals usw.
Dieser muß doch eingendlich zu lang gewählt werden, damit es dann mit der Entzerrung wieder passt, oder wie war das?
Genau! Der Sub wird eigentlich zu tief abgestimmt. Das ergibt einen flachen Abfall, schon bei höherer Frequenz, der mit der Anhebung ausgeglichen wird.
a.) Normale BR-Box
Die TSP des Basses geben einige Alignments vor.
--> Fbox und Vbox sind damit festgelegt.
--> Is natürlich alles nur theoretisch, denn der Frequenzgang des Abhörraums ändert alles.
b.) gefilterte BR-Box
Jetzt wird es blöd, denn wenn schon bei a.) gepfuscht wurde, dann kann das aktive Filter nicht mehr sinnvoll eingewoben werden. Man kann mit einer "Irgendwie"-Filterung Glück haben, alles passt wunderbar zusammen, auch der Abhörraum fügt sich ein.....
.... oder man kann Pech haben. Eine kleine Frage: Bei komplexen Bedingungen, und diese treten bei einer HP-gefilterten BR-Abstimmung auf, sollte man da nicht vielleicht doch ein wenig in´s Lehrbuch gucken? Damit das Ganze nicht zur totalen Rätselrallye ausartet. Ich meine: JA.
Und habe im Hinterkopf:
Es gibt Nomogramme. Diese setzen die Chassisdaten (TSP) , die Gehäusedaten (Fbox; Vbox) und die Filterdaten (F-eck;Güte) in eine sinnvolle Beziehung. Daraus ergibt sich eine brauchbare Übertragungsfunktion......... rein theoretisch!
Is natürlich alles nur Mumpitz, denn der "Frequenzgang" des Abhörraums ändert alles. Tut er das wirklich?
Ich meine: Ja und nein. Mit einer nach Nomogramm abgestimmten "gefilterten BR-Box" tut man sich bei der Raumintegration sicher leichter.
Gruß, maha
PS:
Ich glaub´, dazu könnte man seeeehr viel schreiben.
Ich glaub´ aber auch..... das ist mir zu hoch.
Theoretisch mag das stimmen, in der Praxis wird es oft ganz anders gehandhabt.
Sonst dürfte es für einen Treiber nur eine Hand voll BR Gehäuse geben.(je nach Allignment)
In den bekannten Selbstbaumagazinen wurden öfter entzerrte BR Subs vorgestellt. Ob die gut sind? Keinen Schimmer.
Korrekt dimensionierte gefilterte BR-Subs halten die erwünschte Ü-Funktion recht gut ein. Das Problem ist nur: Der HighEnder hört das kaum. Denn der Abhörraum "zerstört" vieles. Daher glauben HighEnder: "Es ist wurst, nur die Bass-Philosophie zählt".
Nebensatz: Die Pa-Leute filtern auch meist irgendwie. Denen kann man das aber nachsehen, denn alles muss schnell gehen. Und korrekt angepasste Filterung bringt höchstens 2db. Und die sind dann auch schon wurst. Na ja, der Phasengang wäre noch zu hinterfragen......
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Du meinst: Sonst dürfte es für einen Treiber nur eine Hand voll BR Gehäuse geben.(je nach Allignment)
Ich meine: Genau! Eine "Handvoll" ist noch übertrieben. Zwei oder drei sind´s.
Gruß aus Wien 14, maha
Zuletzt geändert von Reservemaha; 24.02.2004, 15:01.
Vielen Dank für die Antworten erstmal!
Werde erstmal eine Geschlossene Entzerrte Version versuchen, denke ich. Dabei sollte es doch etwas einfacher sein.
Ich betreibe das Chassis derzeit in einem BR Gehäuse, das mir aber zu groß ist.
Ich denke das diese Woche noch das Subway-X kommt, und dann mal testen.
Könnte mir eventuell mal jemand kurz Beschreiben wie man das (BR-Entzerrt) mit LspCAD simulieren kann?
Habe mir das Programm mal ein bisschen angeschaut und komme auch soweit zurecht (BR oder Geschl. Simu).
Poste auch gleich mal die mir bekannten TSP des Chassis:
Resonanzfrequenz Fs = 37,62 Hz
Kennschalldruck dB SPL = 90 dB
Äquivalenzvolumen Vas = 63 L
Gleichtromwiderstand Re = 3,2 Ohm
Gesamtgüte Qts = 0,52
mechanische Güte Qms = 7,8
elektrische Güte Qes = 0,55
Membranfläche Sd = 804 cm2
Induktivität bei 1 kHz L1k = 3,5 mH
Ich bin es nochmal
Habe bei LspCAD einen Filter gefunden, nennt sich Q-Boost.
Ist das zur Aktiven Entzerrung, und wenn ja, was ist dieses Q und welchen Wert sollte man einsetzen?
Bei einer Bassanhebung wird das Alignment der ursprünglichen passiven BR-Box nicht verändert. Die Anhebung sorgt quasi nur für mehr Hub in einem ganz bestimmten Frequenzbereich.
mfg
Tomtom
PS: Glaubt Maha ruhig: Der Hörraum und die Platzierung des Subs in ihm verändert gerade und besonders im Tiefbassbereich den Frequenzgang in erheblichstem Maße.
bei einer elektrisch hochpaßgefilterten BR-Box (BR Box 6.Ordnung) ist es so, daß ein Hochpaßfilter mit Überhöhung (z.B. + 6dB) mit einer BR-Box kombiniert wird, die einen sehr flachen Verlauf an der unteren Grenzfrequenz hat (d.h. verändertes Alignment); das Hochpaßfilter gleicht den gewissermaßen "fehlerhaften" F-Gang der BR-Box aus, so daß sich insgesamt ein ebener Frequenzgang ergibt , der dem eines Hochpaßfilters 6.Ordnung entspricht. Die Vorteile der BR6 Box gegenüber der gewöhnlichen BR-Box sind größere Pegelfestigkeit und geringeres Gehäusevolumen; das Chassis muß einen geringeren Qts-Wert aufweisen, die untere Grenzfrequenz liegt etwas höher als bei der gewöhnlichen BR-Box; die Gruppenlaufzeitverzerrungen der BR6-Box sind größer als bei der normalen BR-Box.
Ob LspCAD BR6-Boxen berechnen kann, weiß ich nicht. Ein gutes Design-Programm sollte BR6-Boxen eigentlich schon können.
ja und nein.
Nomalerweise wird ein einfaches Filter 2. Ordnung mit der Güte bis 2 verwendet, um einen Bassboost zu erzeugen. Somit wäre es möglich, ein solches Filter, einen Hochpass 2. Ordnung, auch mit passiven Bauelementen zu erzeugen.
Das was Du an Parametern auflistest passt zu einem parametrischen Equalizer.
Hier stellt man Frequenz, Anhebung/Absenkung und über den Parameter Q die gewünschte Bandbreite ein. Je größer Q desto schmaler der Bereich der Anhebung.
Ich wüßte im Moment allerdings kein Sub-Modul, das so arbeitet.
Da die Anhebung stets im unteren Rolloff-Bereich arbeitet, in dem eine BR-Box mit 24dB/Oct. abfällt und selbst mit 12dB/Oct. abfällt, falls es ein Filter 2. Ordnung ist, addieren sich die Steilheiten und unterhalb der Anhebungsfrequenz erhält man eine Flankensteilheit von 36dB/Oct.
[b]@BN:[\b] So viel zur Theorie.
Häufig ist es aber so, dass eine vorhandene BR-Abstimmung, ein flaches Alignment zumal, unverändert geboostet wird, ja ich würde sogar sagen, dass dies der Standardfall ist.
In diesem Fall jedoch bleiben sowohl das Volumen wie auch die Reflexabstimmung gleich, das eigentliche Alignment hat sich also nicht verändert.
Was Du anführst ist natürlich auch richtig: wenn man die Anhebung von vornherein einkalkuliert um ein flaches Alignment zu berechnen, also den Übertragungsbereich des LS nach unten zu erweitern ohne nennenswerte Überhöhungen dabei in Kauf nehmen zu müssen, dann erhält man andere Werte für die Reflexabstimmung, mithin ein verändertes (? vorher hatte man ja noch gar keins?) Alignment.
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