Welche Musik hört Ihr, um Klangbeschreibungen oder unterschiedliche Vor-Nachteile bei diversen LS-Projekten
zu definieren.
Ausser klassischer Musik (lausche ich sehr selten) würden
mich Eure "Anspieltipps" sehr interessieren !
Und vorallem welches Kriterium lässt sich damit erkunden.
(Räumlichkeit, Dynamik, Bühne ....)
das ist nicht so ohne weiteres mit zwei CD Tipps zu beantworten. Ich finds ohnehin schwer Boxen innerhalb von ein paar Minuten beim "Vergleichshören" richtig einzuschätzen.
Kennst das Buch "MEHR HÖREN, 70 CDs im Akustik-Test" von VISATON, bzw Reinhard Frank
Die vorgestellen CDs sind allesamt (soweit ich das bisher beurteilen kann) sehr gut beschrieben und man hört mit guten Lautsprechern wirklich das, was er da beschreibt. Es ist schon wesentlich besser als die Klangbeschreibungen mancher High-End Zeitschrift!
Das Buch zeigt meiner Meinung auch, dass es sehr wohl möglich ist den Klang in Worte zu fassen, wenn man von der Beschreibung nicht zuviel erwartet und mehrere CDs gehört hat.
Das Buch gibts für wenige Euros bei Ebay immer mal wieder.
Das ist nur ein Tip von vielen!! Es gibt natürlich ausserhalb des Buches tausende CDs die sich dafür eignen, man muss sie nur kennen...
Das ist sehr unterschiedlich.
Ich habe mich darauf festgelegt, mit Musik zu hören, die ich auch selbst wirklich höre... Alles andere macht eigentlich keinen Sinn! Aus diesem Grund gibt es keine Klassik-Aufnahmen...
Was ich höre und auch SEHR GUT kenne (wichtig!):
Pink Floyd - Another Brick In The Wall (einzelner Track)
Eric Clapton - Unplugged (Layla, Tears In Heaven) (Album)
Eric Clapton - Chronicles (Album)
Dire Straits - Best of (Sultans Of Swing) (Album)
Nightwish, Guns N Roses, Metallica, Pearl Jam, usw...
zu den ersten drei genannten:
PF: Der Chor (Kinder und auch Erwachsene) kann sehr gut als Kriterium für die Auflösung und Schärfe der LS herangezogen werden. Wenn man wirklich die unterschiedlichen Stimmen (also Gesangsstimmen nicht die einzelnen Menschen auch noch) hören und auch räumlich zuortnen kann, ohne dass es stechend wird, dann paßt alles...
Außerdem ist der Bass und Leistungshunger dieser Aufnahme wirklich unglaublich. Damit geht jeder Amp in die Knie!!!
Eric Clapton - Unplugged: Die Stimme muß auf jeden Fall rechts zu orten sein und seine Gitarre passend dazu!!! Der restliche Teil der Band ist bilderbuchmäßig über das Panorama verteilt, so dass man jeden Musiker "sehen" kann. Über den Klang der Instrumente und der Stimmen muß man sich erst ein Bild machen, da der Gesang von EC hier doch etwas "seltsam" klingt!
EC - Chr: Einfach die beste Aufnahme, die ich kenne. Keine andere Aufnahme hat einen so sauberen Bass, so saubere akustische, wie auch elektrische Gitarre und dazu diese glasklaren Stimmen und das perfekte Schalgzeug. Das höre ich eigentlich nur um zu "Genießen"...
DStr: Nicht so klar, wie die EC - Chr, aber auch sehr tolle Aufnahme. Aber die E-Gitarre bei "Brothers In Arms" ist einfach der Wahnsinn. Da kann man die Finger "sehen" und die Dynamik, mit der die Gitarre eben NICHT gespielt wird, sondern dieses zurückhalten der Lautstärke ist faszinierend. Der Anfang von "Money For Nothing" dagegen läßt die Bude wackeln. Dynamik pur. Die Gitarre im Intro klingt auf fast allen Boxen gleich. Das ist mir ein unerklärbares Rätsel...
Der Rest läßt dann durchblicken, ob die Box auch "meine" Musik für mich akzeptabel rüberbringen kann...
MIKE
P.S.: Ansonsten: Farad said it! Das Buch beschreibt übrigens auch die EC - unplugged. Sehr interessant und empfehlenswert...
Ich hab es mir zur Angewohnheit gemacht, mir ab und an mal eine CD zu brennen, die ich dann für Klangbeurteilungen benutze ( bin einfach zu faul immer Unmengen von CD`s durch die Gegend zu schleppen ). Die Sücke auf dieser CD kenn ich meist schon ewig und hab sie immer wieder über die unterschiedlichsten Anlagen abgehört.
Track 1: Mittelaterliche Vokalmusik von einer 30-Damen-Combo gesungen, sehr gut geeignet für Räumlichkeit und Sprachverständlichkeit. Sehr viel Raum, aber künstlich wenn man dagegen "echte" Gregorianik-Aufnahmen abhört.
Track 2: Ungemein direkt aufgenommen, man muß hören "wie sich die junge Dame förmlich um den Microständer schlängelt" .... über gute Anlagen purer Schweinkram für die Ohren
Track 3: Miss Amos Stimme ist immer wieder ein Prüfstein für Lautsprecher. Man sollte ihre Atemtechnik deutlich hören können.
Track 4: Gesungen von Shinead O`Connor. Sehr packendes Traditional in erstklassiger Aufnahmetechnik. Sollte viel "Raum" haben.
Track 5: Wichtig, das die düstere Atmospäre rüberkommt, und das die künstlich verzerrte Stimme von Miss Harvey trotz der domminanten EBass-Linie nachverfolgbar bleibt.
Track 6: Karge Aufnahme, man sollte den beiden Gitarren jeweils einzeln zuhören können.
Track 7: Was Mr. Cooder da mit seiner Gitarre veranstaltet ist schlicht unglaublich. Wenn die Anlage nichts unterschlägt kann man der erzählten Geschichte folgen und lacht sich über soviel Spielwitz halb kaputt.
Track 8: Das ganze Stück ist mit einem monotonen Bass unterlegt, der sich anhören muss "als wenn jemand mit den Hammer gegen die Wand schlägt". Die Nuschel-Stimme des Sängers sollte auch gut verständlich sein.
Track 9: Power pur Die 4 Chelli sind so gut aufgenommen das man auch hier jedem einzelnen zuhören kann. Und es sollte im Bass richtig schön schieben ( ist zwar unrealistisch, macht aber Spaß )
Track 10: Mr. Cash sollte "lebensgroß" im Raum stehen. Außerdem kann man hören, das ihn die exakte Artikulation sehr anstrengt ( war zum Zeitpunkt der Aufnahme schon schwer krank ).
Track 11: Sollte einen einfach nur zu Tränen rühren.
Track 12: Muß "swingen". Sehr gut gespielt und gesungen. Wenn es sich nicht "entspannt" anhört, stimmt mit der Kette etwas nicht.
Hallo
Ich würde auch mit den Lieder testen die du sonst auch hörst.
Ansonst find ich auch PF. und vorallem Dire Straits gut zum testen.
Mike hat das schon sehr toll beschrieben bei Brothers in arms(eines meiner Lieblings Stücke) und money for nothing.
Doch ich finde gerade bei Money for Nothing trennt sich die Spreu vom Weizen. Wenn man hier alles aus seinen Boxen bzw. Amps rausholt kann man die Qualität der Anlage testen , indem man feststellt , ob die Gitarre noch klar und sauber rüberkommt , und vorallem ob man es als Krach empfindet. Hier gab es mal ein Zitat
das ich wirklich treffend fand: Man hört die Achselhaare des Gitarristen wachsen!!!
Dann gefällt mir noch R.Kelly - If I could turn back the hands of time. Hier find ich die Stimme toll , hat aber bei meiner Version ein paar Aufnahme Fehler.
Finde ich sehr gut. Vor allem die "künstlich" erzeugt Räumlichkeit lässt mich immer wieder staunen, welch Raum die Stereowiedergabe hervorzaubern kann.
Thom Rotella Band - Friends
Das Stück habe ich auf einer der Audios Audiophile gefunden. ISt ein reines Solo auf dem E-bass - aber mit der richtigen Lautstärke kann man ganz schnell die Spreu vom Weizen trennen.
Pink Floyd - Echeos (sehr gut aufgenommene CD, sehr guter Raumeffekt), wie Mike schon sagte "Another Brick into the wall"
Manger-CD
Chesky-Sampler: The Ultimate Demonstration Disc (Hier wird bei jedem Track erklärt, was man hören sollte und dann kommt der Track)
The Queens of the Stoneage, die rote (habe den Titel nicht im Kopf , die hat einfach viel Druck)
Santana: Santana (Auf die Trommeln von "Soul Sacrifice" kommt es an.)
Auf der Verve Unmixed 2-CD ist noch ein Song namens "Where are you Brother" drauf; die räumliche Abbildung ist da frappierend, obwohl das eine alte Aufnahme ist.
Auf der selben CD ist auch noch eine Nummer von Nina Simone drauf. Sie heißt "Black is the color of my true love's hair". Wenn man bei diesem Song Gänshaut bekommt und den ganzen Ausdruck der Stimme dieser wahnsinnig guten Soul-Sängerin mitbekommt, dann weiß man, dass es mit der Anlage stimmt.
Da gäbs noch mehr Titel, die ich zum Testen verwenden könnte, allerdings müsste ich da erst mal in mein rauf gehen und nachschauen (habe jetzt keinen Bock).
Nuggets
Visaton Vox 253 an Rotel RC und RB 990 (DAC: DIY PCM1794)
Visaton DL18/2 & Sub T-40 an Teac A-H01 und Hypex DS4.0
Stax SR Lambda Pro an SRM-T1 und ED-1
Ich hab mir noch nie wirklich gedanken gemacht den klang zu beschreiben, aber es gibt 2 Dinge die mir erst mit den neuen Boxen dann deutlich aufgefallen sind:
Bei "Fire Water burn" von der Bloodhound Gang kommt öfter ein Scratchen, welches sich exakt in der Mitte zwischen den Boxen befindet.
Bei "Crashing A Party" kann man immer wieder hören wie Kool Savas nach Luft japst
Wie Nuggie schon sägte: Die Manger - CD ist wirklich ihr Geld wert, wenn's um's Boxentesten geht. Es ist aber keine Test CD in deeem Sinne, sondern eine Sammlung von hörenswerten und aussagekräftigen Tracks.
Als "Testmusik" verwende ich die gleiche Musik, die ich auch normal höre. Die Musikrichtung, welche ich da hauptsächlich höre, ist leider von Haus aus relativ schlecht abgemischt(Ausnahmen gibt es auch).
Wenn ich nun aber mal nicht Black-(Dimmu Borgir, Emperor, Immortal...etc...) oder Trash-Metal(Sodom, Kreator, Annihilator, Testament...etc...) höre, wird auch noch sehr gerne Progressive Metal gehört. Die meisten Bands dieser Stilrichtung haben schon eine wirklich ordentliche Abmischung realisieren können. "Pain of Salvation" ist ein sehr gutes Beispiel. Sowohl musikalisch, als auch aufnahmetechnisch.
Wenn es mal ruhiger zugehen soll, wähle ich hauptsächlich Pink Floyd, Sarah Brightmann und Within Temptation.
Grüße
Dennis
There is something between life and death, we can´t explain. But we are able to experience it...
Wie auch viele, höre ich meistens die gleichen
fünf Nummern, die ich am besten kenne und
entscheide dann für mich selbst. (subjektiv und nach Tagesverfassung)
Die letzten beiden Studio-CD`s von "Dr." Kurt Ostbahn : "Wann die Musik" und "vuabei is"
Abseitige Lyriks im austriatischen Idiom gesungen, teilweise sehr schräge Instrumentierung ( teilweise ein Fest für Freunde der Stahlseitengitarre ) und erstklassige Aufnahme.
Der Test-Faktor der CD`s liegt darin, das sie über schlechte Ketten einfach nur nerven und man nicht die Möglichkeit hat, die Qualität dieser Werke zu würdigen. Auf eine guten Anlage kann man davon garnicht genug bekommen.
Greets
DaD
P.S. Wenn mir jetzt nur jemand "Da Kaffee wiad a Gschloda drauf wett i" übersetzen könnte ...
@blasi:
Thanx
Hatte garnicht drauf geachtet das du als Thread-Eröffner und Wiener "Nativ-Speaker" bist. Hätte in meiner Verzweiflung fast schon in Kärnten angerufen um hinter das Geheimnis des "Gschloda" zu kommen.
Dir hab ich dann ja mit dem "Dr. Ostbahn" bestimmt nix neues erzählt.
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