Okay, das mag sein, dass das Ohr bei weitem nicht so empfindlich reagiert...
Aber als Newbie habe ich gedacht, dass die Boxen je alle gleich klingen, weil alle einen Aalglatten Frequenzgang haben. Das stimmt aber hinten und vorne nicht!
Also:
Warum ist diese Messung geglättet so wichtig?
Warum klingen die Boxen dann doch so unterschiedlich?
Viele kleine Antworten darauf kenne ich schon, aber was würdet Ihr einem Newbie darauf antworten?
Weil sie geglättet besser Rückschlüsse auf den Klangcharakter der Box erlaubt. Ein "Profi" würde bei näherer Betrachtung sicher aus jedem ungeglätteten Diagramm was erkennen, aber wozu, wenns auch einfacher geht?
Warum klingen die Boxen dann doch so unterschiedlich?
- Bündelungsmaß
- (Membran-)Resonanzen, allg. Ausschwingverhalten
- Auflösungsfähigkeit der Chassis
es gäbe noch einen Punkt - denn einzelne Spitzen auf dem Diagramm stellen das Verhalten DISER Box und DIESER Chassis dar. Durch die Streuung und geringe Abweichungen zwischen den Komponenten würde die nächste Messung wiederum etwas anders aussehen.
D.h.: betrachtet die Glättung als ein Mittel, eine durchschnittliche Box zu beschreiben.
Zwei Tragödien gibt es im Leben: nicht zu bekommen, was das Herz wünscht, und die andere - es doch zu bekommen. (Oscar Wilde) Harry's kleine Leidenschaften
... das finde ich auch etwas wie "Perlen vor die Säue werfen". Ich glaube kaum, dass das Absicht ist.
Zwei Anmerkungen/Fragen:
(1.) Eigentlich wundert es mich, dass eine Weichenanpassung vorgenommen wurde. An vielen Stellen hier im Forum wurde immer wieder die Austauschbarkeit W 200 S / GF 200 und G 25 FFL / G 25 HE erwähnt. Offensichtlich kann eine Weichenanpassung dennoch nicht schaden, also Vorsicht!
(2.) Im Diagramm scheint die "Alte" immer noch neutraler zu sein, während die "Neue" ab 1KHz ca. 1 dB, bei 15 KHz sogar 3 dB zugelegt hat. Wurde früher noch großzügiger geglättet oder sind die Meßmöglichkeiten heute besser?
Das Diagramm ist, soweit ich weiß, von der GANZ ALTEN V20 mit ALTEM G25FFL, das hat nix mehr mit der aktuellen Version zu tun. Es gab von der V20, soweißt ich weiß, bisher 3 Versionen:
- ab 1994 offiziell nachbaubar (Experience-Serie war ursprünglich eine Fertigboxenserie): V20 mit einem Hochtöner namens "FB 25", der offensichtlich eine 4-Ohm-Variante des bis dahin offiziell nur in 8 Ohm erhältlichen G 25 FFL war. Hatte ich gebaut. Die Boxen waren klanglich ein TRAUM!
- ab ca. 1996 kam der neue (=aktuelle) G 25 FFL in 4 Ohm UND in 8 Ohm auf den Markt. Frequenzweiche der V20 wurde nicht verändert. Diese Boxen hatte ich auch nachgebaut. Ergebnis war im "Erinnerungsvergleich" zur alten V20 ein ziemlich schriller Hochton. Später wurde offiziell ein 1-Ohm-Widerstand in der Frequenzweiche vor dem Hochtöner eingefügt, was aber (hatte ich damals auch selber mit herumexperimentiert) keine sonderliche Verbesserung brachte. Der Hochton war leiser, aber nicht weniger schrill.
- ab ca. 1998 (?) wurde die G 25 FFL in 4 Ohm nicht mehr hergestellt, und die V20 statdessen - ohne Weichenänderung - mit der 8-ohm-Version bestückt. Gehört habe ich die nie, die Simulation der V20 zeigt aber eine weniger starke Überhöhung im Miitelhochton mit der 8-Ohm-Variante(!). Offiziell, so mein Eindruck, haftet der V20 dennoch das Image eines etwas schrillen Klangbildes an........
Das ist auch der Grund, warum mich mal nach wie vor eine handfeste MESSUNG der V20 mit AKTUELLER Bestückung interessieren würde.
--> Ich will den FB 25 wieder!! *jammer*
Hat schonmal jemand die aktuelle V20 in Speaker 7.1HR simuliert?
@ ichse1: normalerweise darf man ohne Weichenänderung nicht einfach den HT von 4 auf 8 Ohm ändern. Zufällig geht das bei dieser Weichenkonfiguration aber doch. Ich habe inzwischen bereut, dass wir das vor einigen Jahren einfach so gemacht haben. Denn in den letzten Jahren mussten wir in unzähligen Anfagen immer wieder diese Frage beantworten. Hätten wir irgend etwas an der Weiche geändert, wären alle zufrieden und wir hätten wir uns viel Arbeit erspart.
Thema Elko oder Folienkondensator: Ich erteile hiermit jedem die Erlaubnis, den Elko vor dem Hochtöner durch einen teueren (MKT, MKP, Zinnfolie, Ölpapier) zu ersetzen. Ich hoffe, damit sind alle dann zufrieden. Wir werden auch das in der Weichenschaltung ändern, damit sich die Gemüter wieder beruhigen können.
Warum wird bei Kondensatoren denn überhaupt eine Art angegeben? Kann doch jeder verbauen was er will... Kleine Hinweise wie bei dem 800uF beim T-36.39 sind natürlich hilfreich!
Bei Spulen sollte man nur den Innenwiderstand dazuschreiben, falls er von Bedeutung ist.
In der Bauteilliste sollte dann eine "Einsteiger-Weiche" mit allen nötigen Bauteilen erstellt werden. Dann kann jeder nach Geschmack und Geldbeutel sich seine eigene Weiche bauen.
In das Diagramm gehört eine Bezeichnung wie ELKO oder MKP eigentlich nicht rein, da sie ja "nicht" meßbar sind... Gleiches gilt für die Bauform der Spule!
Ich weiß, ich weiß, das war schonmal so und alle haben wahrscheinlich gefragt, "Welchen Kondensator soll ich denn einsetzen...?" Aber die Innenwiderstände finde ich als Hobbybastler wesentlich wichtiger als eine ELKO oder SP Angabe!
@ Visaton: Danke für die einfache und ehrliche Antwort!
@ Mike: Die Widerstände der Spulen gibts ja eh im Produktkatalog. Wer sichs nicht zutraut Weichen selbst zu löten und die nötigen Bauteile auszuwählen, der soll eben Fertigweichen einbauen. Am Ende soll Visaton dann noch zu verwendende Kabel, Verstärker und Musik vorschlagen!
mfg Stefan
Original geschrieben von ichse1 @ Visaton: Danke für die einfache und ehrliche Antwort!
@ Mike: Die Widerstände der Spulen gibts ja eh im Produktkatalog. Wer sichs nicht zutraut Weichen selbst zu löten und die nötigen Bauteile auszuwählen, der soll eben Fertigweichen einbauen. Am Ende soll Visaton dann noch zu verwendende Kabel, Verstärker und Musik vorschlagen!
mfg Stefan
Du hast mich wohl nicht verstanden!!!
Ich meinte eben, dass KEINE Angabe über die Art der Bauteile mehr gegeben wird, außer der ESSENTIELL nötigen Daten!
Dazu gehören bei Spulen in Korrekturglieder nicht selten der Innenwiderstand! Nicht aber ob es nun eine SP Kern oder sonstwas Spule ist!!!
Bei Reihenspulen eines Tiefpass sollte der Innenwiderstand nicht zu groß sein. Hier wird für die Gehäuseberechnung der Wert benötigt, da die Güte davon abhängt. Auch hier sollte eine Angabe gemacht werden, was den Innenwiderstand betrifft.
Ein Beispiel:
VIB130TL hat eine 2,2mH Spule vor dem AL130 mit 1,0mm Draht. Diese Spule hat weit üner 0,5ohm Innenwiderstand. Als ich die Box nachgebaut habe, habe ich mich gefragt, ob bei einer TL dieser Widerstand benötigt wird oder ob ich hier auch eine höherwertige Spule einsetzten könnte!
Hier wäre also eine Angabe sinnvoll gewesen!
Ob Luftspule oder Kernspule ist schon von Bedeutung. Die Kernspulen als Serienspulen verwendet, sind an vielen Stellen ungeeignet, da sie zu schnell in die Sättigung kommen.
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