Loudness ??
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Interpretation von Fletcher-Munson:
Wenn man z.B. bei 1 kHz den Pegel um 30 dB senkt, dann darf man das für denselben (subjektiven) Pegel bei z.B. 30 Hz nur um deutlich weniger Dezibel tun, Da ein schlichtes Poti aber frequenzunabhängig arbeitet, müssen die tieferen Töne bei einer Minderung des Hörpegels mehr angehoben werden.
Eine gute Loudness-Korrektur muß justiert werden, und die frequenzabhängige Anhebung, nicht nur der Tiefen sondern auch der Höhen muß vom Schaltungsentwickler korrekt implementiert sein.
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Peter -
Man kann aber auch so argumentieren, dass wir nicht mit den Ohren sondern mit dem Gehirn hören. Und der Klangeindruck bei geringer Lautstärke mit Loudness entspricht eher dem Gehörten als ohne Loudness-Schaltung. Das ist nicht nur wissenschaftlich erforscht, sondern man muss sich auch von der Vorstellung verabschieden, dass auf der CD etwas so drauf ist, wie es aufgenommen wurde. Gute Ton-Ingenieure manipulieren mit Absicht daran herum - nämlich so, dass sich über eine heimische Anlage ein möglichst guter, den Erwartungen entsprechender Klangeindruck im Gehirn bildet. Wenn dann der Lautstärke-Wahn zum Schluss nicht wieder alles kaputtmacht :-(Man kann genauso argumentieren, dass Loudness unnatürlich ist, weil auch in natura leise Musik (sei es, dass man von der Schallquelle weiter entfernt ist ) aufgrund der Hörkurve wenig Bass hat. Wenn ich somit Loudness verwende, habe ich plötzlich leise Musik mit viel Bass, was der natürlichen Hörempfindung eigentlich nicht entspricht. Ich habe Loudness nie als natürlich empfunden und verwendete sie auch in der Folge nie mehr.Einen Kommentar schreiben:
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Auch BRAUN-Verstärker (ca. 1970) waren so konstruiert. Die Bassanhebung war sehr gut implementiert, bei Grundig klang es nicht so gut.
Da ich fast nur in derselben Lautstärke höre, ist die Loudness-Korrektur für mich nicht so wichtig.
Mich stört vielmehr, dass verschiedene Produktionen unterschiedlich "bassstark" sind, abgesehen davon, dass gelegentlich kein LFE-Kanal dabei ist.
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PeterEinen Kommentar schreiben:
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Man kann genauso argumentieren, dass Loudness unnatürlich ist, weil auch in natura leise Musik (sei es, dass man von der Schallquelle weiter entfernt ist ) aufgrund der Hörkurve wenig Bass hat. Wenn ich somit Loudness verwende, habe ich plötzlich leise Musik mit viel Bass, was der natürlichen Hörempfindung eigentlich nicht entspricht. Ich habe Loudness nie als natürlich empfunden und verwendete sie auch in der Folge nie mehr.Einen Kommentar schreiben:
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Moin,
früher hatten die guten Geräte eine lautstärke-abhängige Loudnessfunktion.
Das ist aber alles im "HighEnd-Wahn Sound-Direct" auf der Strecke geblieben...
Gruß JörnEinen Kommentar schreiben:
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Hallo,
bei älteren Yamaha Verstärkern (habe so einen) ist das gut gelöst:
Es gibt neben dem eigentlichen Lautstärkeregler noch einen zweiten Regler für die Loudness.
Praktisch funktioniert das so, dass man zunächst den Loudnessregler auf Null dreht und mit dem eigentlichen Lautstärkeregler den gewünschten Maximalpegel am Hörplatz einstellt (idealerweise auf den Pegel, den auch die Tonis im Studio zum Abmischen verwenden, meiner Erinnerung nach 85 dB)
Dann belässt man den Lautstärkeregler in der Position und regelt die jeweils gewünschte Lautstärke nur noch mit dem Loudnessregler.
Das funktioniert ganz gut, der empfundene Klangeindruck ändert sich (für mich) dadurch kaum.
Da scheint die jeweilige Entzerrung von der Reglerstellung abhängig zu sein, was deutlich besser ist als eine vermutlich fixe Entzerrung per Taste/Schalter.
Gruß
Peter KripsEinen Kommentar schreiben:
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Danke, das erklärt Einiges. Auf die Idee, dass man so einen Filter "nicht adaptiv" irgendwo einbauen würde, bin ich nie gekommen - hab mich immer nur gewundert, dass es nie so richtig hinhaut. Wieder was gelernt.Zitat von Jakob- Ein nachregeln nach eingestellter Lautstärke - sei es nach Poti-Stellung, nach Ausgangsspannung oder gar nach wirklichem SPL im Raum (wie von dir vorgeschlagen) - ist eher selten (vielleicht auch gar nicht) anzutreffen.
Gruss, ropfEinen Kommentar schreiben:
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Hi ropf!
Soweit ich weiß funktioniert die Loudness-korrektur in ihrer Basisvariante folgendermaßen:
- Ziel ist den Klang beim "leise hören" an den anzupassen vom "laut hören".
Offensichtlich klingt es laut für die meisten Menschen besser. Dies liegt sicher an mehreren Dingen, welche unterschiedlich schwer nachzubilden sind.
Leicht nachzubilden ist in jedem Fall die Änderung des Frequenzganges unseres Gehörapperats (primär der Arbeitsweise der Cochlea/Gehörschnecke).
- Es ist NICHT Ziel die Fletcher-Munson Kurve "herauszuequalizen"!
Wie du richtig schreibst sind wir deren Form (besonders die Resonanzen bei ~4 und ~12kHz) ja schon gewöhnt.
- Ziel ist es vielmehr die Differenz zwischen der ~40phon Kurve und der "Referenz kurve" (typischer Weise 80-90phon) auszugleichen.
Um das zu erreichen werden primär die Bässe angehoben.
- Diese Korrektur ist im einfachsten (und meines Wissens nach Standard-) Fall nicht adaptiv. Das heißt es ist einfach nur ein simpler EQ, welcher unabhängig von allem anderen aktiv ist (sofern du ihn einschaltest).
- Ein nachregeln nach eingestellter Lautstärke - sei es nach Poti-Stellung, nach Ausgangsspannung oder gar nach wirklichem SPL im Raum (wie von dir vorgeschlagen) - ist eher selten (vielleicht auch gar nicht) anzutreffen.
Mein Receiver hat allerdings eine derartige Funktion zum anwählen,
aber was die genau tut, weiß ich auch nicht..
Hilft das weiter?
LG
JakobEinen Kommentar schreiben:
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Loudness ??
Loudnessfunktion kennt ja jeder - aber ist die Theorie dahinter überhaupt richtig?
Die Fletscher/Munson-Kurven stellen die Pegelverhältnisse beim Vergleich zweier Sinustöne dar. Über 1kHz laufen sie mit ein paar Schlenkern im Wesentlichen parallel.
Macht es da Sinn, die "Schlenker auszubügeln? Ich mein - wenn wir ein "Original" mit Schlenker hören - dann macht doch die Wiedergabe über einen linear abgestimmten LS genau den selben Schlenker ... also alles gut - Korrektur für den Hochton unnötig?
Beim Bass sieht es anders aus - da scheint die Loudness-Korrektur Sinn zu machen. Aber was ist der richtige Referenzpegel? Ein mit irgendeiner Kurve bewerteter RMS-Wert? Der müsste ja aus dem gewonnen werden, was tatsächlich "in der Luft ist" - also schon loudnesskorrigiert ist - gäbe das nicht eine schöne Rückkopplung?
Praktisch (vielleicht aus diesem Grund) wird die Referenz über die Stellung des Lautstärkeregelers bestimmt - aber dann werden leise oder laute Passagen alle gleichermaßen behandelt - soll das so sein?
Hab die letzten Tage mit freedsp und Sigmastudio in dieser Richtung probiert (letzteres hat extra Funktionsblöcke dafür) - aber so richtig zufrieden bin ich nicht - je nach Einstellung hör sich mal laut und mal leise ausgewogener an.
Wie ist das bei Euch? Benutzt ihr eine Loudness-Korrektur? Seid ihr zufrieden damit?
Gruß, ropfStichworte: -
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