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in einer Nachtschicht die Kabelarbeiten und an einem starken Morgen die Lautsprecher noch verlötet und sie spielen zunächst mal an der Behringer:
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Ein Gast antwortete@UweG, Danke,
Hier eine kurze Zusammenfassung aus mehreren Fachzeitschriften zu Membranschnelle, Schallfeld und Partialschwingungen.
Für den Bereich ka = 1 gilt das Modell des eindimensionalen Kolbenstrahler nicht mehr ohne Einschränkung für die Membran. Die wirksame Strahlungsimpedanz bleibt hier gleich, während die Membranschnelle (#92) wieder sinkt. Das Schallfeld ändert sich von dem einer Kugel zu einer Halbkugel.
Der Punkt ka = 1 entspricht einer Frequenz, deren Wellenlänge gleich dem Umfang der Membran ist. Bei einem Konus Lautsprecher mit einem Membrandurchmesser von 20 cm entspricht dies einer Frequenz von 548 Hz.
c/Um = c/((d*pi)) = 20cm = 344/0.628 = 548 Hz.
Ergänzend zu dieser Änderung des Schallfeldes aufgrund der Wellenlänge ist eine Richtwirkung auf der Membran zu beobachten, welche ihre Ursache in den richtungsabhängigen Laufzeitunterschieden zwischen den gleichphasig schwingenden Flächen auf der Membran haben. Es kommt zur Ausbildung von Haupt- und Nebenkeulen symmetrisch zu der Membran.
Weiterhin sorgt eine Wiedergabe von Wellenlängen kleiner als der Membranradius und eine punktuelle Kraftzuführung dafür, dass Teile der Membran nicht mehr in Phase schwingen, es kommt zur Ausbildung von sogenannten Partialschwingungen (#92). Teile der Membran beginnen in diesem Bereich gegenphasig zueinander zu schwingen, was zur konstruktiven und destruktiven Interferenz führt und einer damit verbundenen Bildung von Axial- und Radialmoden. Man spricht hier auch von einem Aufbrechen der Membran, welches eine Verkleinerung der effektiv strahlenden Fläche zur Folge hat und dementsprechend der wirksame Schall zunehmend von der Mitte abgestrahlt wird.
Richtig: Der Einfluss der Schallwand darf hier nicht vernachlässigt werden. Auf einer Schallwand die nicht breiter ist als ca. 2,2 mal Membrandurchmesser gibt es oberhalb ka=1 einen Abfall der Bündelung durch die Schallwand.
Gruß Richard
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@riwei: Du scheinst in letzter Zeit eine Menge gelesen zu haben und das bildet. Lob dafür!
Als jemand der auch viel gelesen hat, noch ein paar Anmerkungen:
- Gleichungen wie "f = omega = ... " lassen bei manchem die Haare zu Berge stehen.
- Das Verhältnis von Membranumfang zu Wellenlänge, Formelzeichen typischerweise ka, benutzt z. B. Michael Gaedke um die abgestrahlte Schallenergie zu berechnen. Hier gibt es bei ka=1 einen Knick im Bündelungsmaß. Das erste Auftreten von Membranresonanzen ist je nach Chassis unterschiedlich. Sicherlich wird es bis ka=1 bei keinem Chassis sonderlich dramatisch sein.
@alle: Der Einfluss der Schallwand darf hier nicht vernachlässigt werden. Auf einer Schallwand die nicht breiter ist als ca. 2,2 mal Membrandurchmesser gibt es oberhalb ka=1 einen Abfall der Bündelung durch die Schallwand. Das lässt 13cm-MTs auf 20..25cm-Schallwänden mit 2,5 kHz Trennfrequenz homogener abstrahlen als (auf unendlicher Schallwand) erwartet. Ein 25er, der bei 1200Hz getrennt wird, darf darauf nur auf sehr breiter Schallwand hoffen.
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Klar kann man auch Chassis nach oben überziehen, unter der Voaraussetzung, dass die anderen Eigenschaften das zulassen. Aber dann muss man sich um eine Angleichung der Bündelungseigenschaften kümmern, wie hier:

oder hier:

Wenn man dies unterlässt und es "nur" in den eigenen Ohren "gut funktioniert" wird bei dies meinen Masterarbeiten genauso gestrichen, wie "eigentlich" oder "also"
Viele Grüße,
Christoph
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Jetzt hast du mit einem Wort dir ein Eigentor geschossen. eigentlich.Zitat von Peter K Beitrag anzeigenHallo Timo,...
600 Hz sind knapp über der Bündelungsfrequenz des TIW, ein Auge zu, das andere geblinzelt kann man das machen.
Aber 1200 Hz liegen schon oberhalb der doppelten Bündelungsfrequenz, das geht eigenlich garnicht....
Gruß
Peter Krips
Zitat aus dem Netz: eigentlich bedeutet im ursprüngl. Sinne: leibeigen, jemandes Besitz (Sklave) zu sein. Ihm zu eigen! Demnach ist das Gegenteil: frei(lich)!
Du bist dir mit deinen Ansichten immer selbst im Weg, ich für mich behalte es mir vor "frei"lich zu sein. Mein zweiweger gf250ke25 hat in meinen Ohren sehr gut funktioniert,
Im übrigen streiche ich aus Master Arbeiten immer das Wort "eigentlich" raus. Das zeugt von Unentschlossenheit, und Unwissen.
Gruß Timo
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Hallo Timo,
Das ist leider richtig, deshalb haben ja all die Boxen Probleme mit dem Abstrahl- und Energieverhalten, mit durchaus nicht positiven Auswirkungen auf das Klangverhalten....Zitat von Timo Beitrag anzeigenbei nahezu allen mir bekannter Boxen wird dies NICHT angewendet: bei keinem Breibänder, bei keinem Zweiweger, und bei nahezu keinem Dreiweger, ...
600 Hz sind knapp über der Bündelungsfrequenz des TIW, ein Auge zu, das andere geblinzelt kann man das machen.mir ist bewusst dass es diese Formel gibt, aber mir ist eher wichtig dass die Gesamtbox funktioniert, konkret traue ich dem tiw250"alt" eine weitaus höhere Trennfrequenz zu, irgendwo rund um 1.2 khz, und da ich schon bei 600 hz trenne mache ich mir da überhaupt keine Sorgen.
gruß timo
Aber 1200 Hz liegen schon oberhalb der doppelten Bündelungsfrequenz, das geht eigenlich garnicht....
Gruß
Peter Krips
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bei nahezu allen mir bekannter Boxen wird dies NICHT angewendet: bei keinem Breibänder, bei keinem Zweiweger, und bei nahezu keinem Dreiweger, ...Zitat von riwei Beitrag anzeigenMembranschnelle v = F /( omega * M)
M = schwingende Masse,
F = Antriebskraft = B*L*i,
omega = Kreisfrequenz = 2 * pi *f
Xo = Membranauslenkung.
M = 49g
BxL = 13Tm
Xo (lin) = 15mm
fs = 33Hz ftren = 547Hz
Sd = 314 cm ^2
f = omega = 2*pi*fs = 207.35 / 3437 [ Hz]
v = 13/(207.35*0.049) = 1.28 / 0.077 [m/s]
Die Partialschwingungen der Membran werden ausreichend vermieden, wenn die Wellenlänge [Lambda] etwa dem Umfang Um = effektiver Membrandurchmesser * pi entspricht.
f(TIW250) = c/Um = c/((d*pi)) d ist der effektiver Membrandurchmesser = 20cm = 344/0.628 = 547 Hz.
Gruß Richard
mir ist bewusst dass es diese Formel gibt, aber mir ist eher wichtig dass die Gesamtbox funktioniert, konkret traue ich dem tiw250"alt" eine weitaus höhere Trennfrequenz zu, irgendwo rund um 1.2 khz, und da ich schon bei 600 hz trenne mache ich mir da überhaupt keine Sorgen.
gruß timo
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zwei Bildchen vom 6fach-Terminal:
Bem.: wollte einfach kein Geld ausgeben und hab etwas aus meinem Fundus zusammengebastelt. Quasi - Recycling!
Gruß Timo
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Mit Deinen Gleiheitszeichen bin ich immer noch nicht zufrieden
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Ein Gast antworteteMembranschnelle v = F /( omega * M)
M = schwingende Masse,
F = Antriebskraft = B*L*i,
omega = Kreisfrequenz = 2 * pi *f
Xo = Membranauslenkung.
M = 49g
BxL = 13Tm
Xo (lin) = 15mm
fs = 33Hz ftren = 547Hz
Sd = 314 cm ^2
f = omega = 2*pi*fs = 207 / 3437 [ Hz]
v = 13/(207.35*0.049) = 1.28 / 0.077 [m/s]
Wo ist der Kick Bass bei der Membranschnelle 0.077 m/s im Trennfrequenzbereich?
Die Partialschwingungen der Membran werden ausreichend vermieden, wenn die Wellenlänge [Lambda] etwa dem Umfang
Um = effektiver Membrandurchmesser * pi entspricht.
f(TIW250) = c/Um = c/((d*pi)) d ist der effektiver Membrandurchmesser = 20cm = 344/0.628 = 547 Hz.
Gruß RichardZuletzt geändert von riwei; 05.01.2017, 11:20.
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Ich sehe das mit der Abstrahlcharakteristik TIW250 zu DSM50 @600Hz auch unkritisch...man schaue sich mal die hervorragenden alten Grundig/Braun Boxen hat, die ganz ähnlich getrennt wurden. Od die DSM das klirrmäßig schafft, steht auf einem anderen Blatt. Timo wird das schon mit Pegel rausfahren
Diese Rechnung verstehe ich nicht:
Linke und rechte Seite stimmen weder zahlenmäßig noch einheitenmäßig.Zitat von riwei Beitrag anzeigen....
Mit der Membranschnelle bei 33 / 547 [Hz] = 1.28 / 0.077 [m/s] ....
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es wird in MEINEM TI(W)-Monitor ebenso kein Waveguide geben wie im TI-Monitor von Klang und Ton.Zitat von riwei Beitrag anzeigen@Timo, die oberste Trennfrequenz für den TIW250 ist 547Hz (mit 600Hz liegst Du noch im Toleranzbereich).
Mit der Membranschnelle bei 33 / 547 [Hz] = 1.28 / 0.077 [m/s] wird die Anbindung an den DSM 50 problematisch. Diskrepanz (homogene Abstrahlung) zwischen der verengten Abstrahlung des TIW250 zu der breiten Abstrahlung des DSM50 (hier ist ein WG empfehlenswert)
Gruß Richard
wie kommst du auf die oberste Trennfrequenz vom TIW250? nach deiner Theorie würde kein einiges PA-Chassis, 12 oder 10 Zoll, im Zweiwegerich funktionieren. denk mal drüber nach.
Mein TI(W)-Monitor ist lediglich eine Abwandlung von einem schon bestehenden Konzept. Die Box ist nicht auf möglichst homogene Abstrahlung getrimmt.
Gruß Timo
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Ein Gast antwortete@Timo, die oberste Trennfrequenz für den TIW250 ist 547Hz (mit 600Hz liegst Du noch im Toleranzbereich).
Mit der Membranschnelle bei 33 / 547 [Hz] = 1.28 / 0.077 [m/s] wird die Anbindung an den DSM 50 problematisch (Verzerrungen bei beiden MT/TT werden hörbar). Diskrepanz (homogene Abstrahlung) zwischen der verengten Abstrahlung des TIW250 zu der breiten Abstrahlung des DSM50 (hier ist ein WG empfehlenswert)
Gruß RichardZuletzt geändert von riwei; 05.01.2017, 12:34.
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Der Abstand zwischen DSM50 und dem TIW250 ist genau 31 cm, und ich habe bewusst den Mittelton nach oben gelegt, ich wollte die Trennung auf ungewöhnlich niedrige 600 Hz legen. was Lambda/2 rund 29 cm entspricht. Aktiv und sehr steil getrennt. Erste Messungen von gestern Abend bestätigen dass aktiv an der DSM50 das garnicht so unmöglich ist.Zitat von Fosti Beitrag anzeigenMoin Timo, ... Du wirst es simuliert haben, aber ich hätte den MT nicht nach oben gesetzt. Das mag für tief trennbare Konus-MT gehen, aber ich schätze den Abstand (Mitte TT zu Mitte MT) auf mindestens 35 cm. Damit liegt die "Lambda=1"-Abstands-Frequenz bei 340m/s / 0.35m = 970 Hz. Für die erstrebenswerte Trennung bei Lambda/2, müsste man bei 35cm Abstand entsprechend bei ca. 485Hz trennen. ...
Wir können gerne drüber diskutieren ob es trotzdem besser wäre Mittel- und Hochton zu tauschen. - Ich mache wieder ein Kellerprojekt draus. - In einer nächsten Variante baue ich auch noch die angesprochenen Regalböxchen.
Gruß Timo
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Moin Timo,
Du wirst es simuliert haben, aber ich hätte den MT nicht nach oben gesetzt. Das mag für tief trennbare Konus-MT gehen, aber ich schätze den Abstand (Mitte TT zu Mitte MT) auf mindestens 35 cm. Damit liegt die "Lambda=1"-Abstands-Frequenz bei 340m/s / 0.35m = 970 Hz. Für die erstrebenswerte Trennung bei Lambda/2, müsste man bei 35cm Abstand entsprechend bei ca. 485Hz trennen.
Wir beide kommen ja ursprünglich auch mal aus der Breitband-Ecke, wo wir das punktförmige Abstrahlverhalten je so begrüßt haben.
Bei der K&T ist der vertikale Abstand TT-MT 21,5cm, was bei Lambda=1 einer Frequenz von 1580Hz entspricht. Damit triff man bei der verwendeten Trennfrequenz von ca. 800Hz ziemlich ideal Lambda/2.
Zur Not kannste die Schallwand ja aufdoppeln. Aber schön, dass Du sie überhaupt baust.
Viele Grüße,
Christoph
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