In den diversen Foren hat man´s schwer......
Rechnet man an einem Detailproblem ein wenig herum, so wird mit völlig Anderem gekontert.
Gegenfragen:
Was hat die Masse der Box mit der Wandstärke zu tun?
Besser: Was hat "Actio est Reactio" mit der Biegesteifigkeit der Wand zu tun? Nix! Niente! Nullo!
2 Probleme, 2 Lösungen. Die biegesteifere Wand wird halt auch mehr Masse aufweisen, das ist die einzige Lösungsgemeinsamkeit.
Ich glaube, um den Effekt einer Impulskompensation zu beurteilen, bedarf es noch ein paar weiterer Gedanken:
1. Die von Maha errechneten 0,1mm hören sich harmlos an, aber er bezieht sich auf die Größe einer Seitenwand (bei einer Vox z. B. ) und die ist ca. 10.20 mal so groß wie die der Membran und schon wird aus 0,1mm auf einmal 1...2mm - bezogen auf die Membranfläche! Nachträgliche Korrektur: Maha sprach von 0,01mm ==> 0,1..0,2mm bezogen auf Membranfläche, das kann man wohl wirklich vergessen.
2. Die Box ist kein unendlich steifer Kasten - allenfalls bei Frequenzen unterhalb der niedrigsten Plattenresonanz einer Gehäusewand. Interessant ist deshalb auch ein Vergleich der Kräfte, die resultierend aus dem Antrieb auf die Schallwand wirken mit denen die resultierend aus dem Luftfdruck in der Box auf die Schallwand wirken. Ich versuchs mal:
Maximalkraft auf die Schallwand zur Kompensation der Antriebskraft auf die Membran = 100N (Von Maha oben abgeschätzt - ich bleibe beim gleichen Beispiel)
Der daraus resultierende Druck wirkt, zumindest unterhalb der Treiberresonanz einer geschlossen angenommenen Box, auch auf die Schallwand ==> ca. 1500N, jedoch nur unterhalb der Treiberreso und falls der Treiber den entsprechenden Hub kann, was hier natürlich nicht mehr realistisch ist. Zu höhren Frequenzen reduziert sich die Auslenkung der Membran um Faktor 4 pro Oktave, die Massenkräfte verändern sich jedoch nicht. Ca. 2 Oktaven oberhalb der Treiberreso gelangen beide in die gleiche Größenordnung und ab da dürfte sich eine Impulskompensation positiv bemerkbar machen, wenn man davon ausgeht, dass sie so gemacht ist, dass sie die Antriebskräfte komplett von der Schallwand fern hält. Betreffend Realisierung siehe obige Beiträge.
3. Nicht angesprochen wurde bisher der Aspekt, dass eine impulskompensierte Box es leichter hat, keinen Körperschall auf die Umgebung abzustrahlen. Ich habe nicht allzuviel Ahnung von dem Thema, bilde mir auch immer ein, nichts davon zu hören, aber zumindest in Altbauten soll die Körperschallübertragung auf den Fußboden wohl ein Problem sein. Vielleicht weiß da jemand anders mehr.
Volle Zustimmung zum Massen/Kräftevergleich, die Impulskomp. ist VODOO!
@UweG
0,01 mm, nicht 0,1mm
Die Umrechnung Bewegung der Box in Membranbewegung gilt nur für den 1. Impuls. Da wir aber vón Schwingungen reden, ist m.M.schon beim 2. Herausbewegen der Memran Deine Theorie futsch, da die Box (wenn überhaupt) mit einer anderen Frequenz schwingt als die Membran.
1. Beispiel: Ein 30er Bass läuft bis 200 Hz und fest mit dem Sub ist ein großflächiger Elektrostat gekoppelt. Der Elektrostat wird nur ganz gering huben..... daher könnte eine vom SubChassis aufmodulierte Bewegung schon "negative" Auswirkungen haben..
2. Beispiel: die vom Chassis am Gehäuse abgestützten 100 N Antriebskraft verbiegen die Schallwand. Im schlimmsten Fall schwingt das Gehäuse mit der Platteneigenfrequenz........
Kommt halt ganz auf´s Gehäuse an. Zwei gegenüberliegende, mit den Magneten "verbundene" Chassis leiten aber (fast) keine Kräfte in´s Gehäuse ein. Daher kann auch (fast) nix schwingen.
(ob man´s hört? *ggg* Aber schaden kann´s nicht!!!)
@ UweG!
Die von Maha errechneten 0,01mm hören sich harmlos an, aber er bezieht sich auf die Größe einer Seitenwand (bei einer Vox z. B. ) und die ist ca. 10.20 mal so groß wie die der Membran und schon wird aus 0,1mm auf einmal 1...2mm - bezogen auf die Membranfläche!
Membran und Störschall weisen gleiche Frequenz auf!!!! (Beim Sub) Daher entstehen höchstens lineare Verzerrungen.
Nicht einmal diese, denn selbst bei dem freischwingend aufgehängten Beispiel würde die Rückwand POSITIV zum Schalldruck beitragen.... die Schallwand natürlich nicht.....
Und? Wieder ist es WURST.
Gruß, maha
Zuletzt geändert von Reservemaha; 11.09.2003, 10:27.
...am neusiedlersee sitzen zwei burgenländer und haben jeder eine suppe bestellt. ebenso der wiener am nebentisch. als dann die bestellten suppen kommen, koster einer der burgenländer, sie schmeckt fad. er will nachsalzen, aber der salzstreuer ist verstopft. also ißt er genußlos die suppe. genauso bei seinem kumpel. geschmacklose suppe, aber der salzstreuer ist noch immer verstopft. auch er löffelt enttäuscht an seiner suppe.
auch der wiener erhält eine suppe, die noch einiges an würze vertragen könnte. doch auch sein salzstreuer ist verstopft. da nimmt er einen zahnstocher und säubert damit die verstopften löcher. dann salzt er die suppe ordentlich und ißt sie genüßlich auf. als er gegangen ist, meint der eine burgenländer zum andren: "also ich mag sie nicht, die wiener. aber eins muß man trotzdem zugeben, technisch sind sie uns doch weit überlegen."
„Audiophile verwenden ihre Geräte nicht, um Ihre Musik zu hören. Audiophile verwenden Ihre Musik, um ihre Geräte zu hören.“
@Maha: Wir können uns darauf einigen, dass der Schall, der durch den "Hub", den das Gesamtgehäuse als starrer Körper in Folge der Anregung durch das Chassis macht bei keiner Frequenz einen relevaten Effekt hat - jedenfalls normalerweise.
Bei den Plattenresos und bei der Körperschallübertragung gehe ich davon aus, dass es in einigen Fällen durchaus relevante Einflüsse gibt.
Boxsim ... wenn Lautsprechersimulation gelingen soll.
Ich tue mir mit "Einigung" schwer.
Weil ich die mechanischen Dinge vor 25 Jahren sehr gut d´rauf hatte.....aber seither nie wieder was mit Mechanik zu tun.....
Ich kann daher nur auf damals erarbeitete "Gefühle" vertrauen.... und sie mit stümperhaften ´Rechnungen´ unterlegen.
Aber die GehäuseKlang-, die KabelKlang- und die WeichenKondensatorKlang-Fraktion hab´ ich gedanklich gerade noch im Griff.
Gruß, maha
PS: Ich hab´nix gegen Ideen.... falls sie gut sind!
@Maha: Meine letzte Technische Mechanik-Vorlesung ist zwar auch schon fast 20 Jahre her, aber es reicht noch, um Deine oben angestellte Rechnung plausibel zu finden - zumindest entspricht sie mal dem Impulserhaltungssatz.
Was meinst Du mit "gerade noch im Griff"?
Boxsim ... wenn Lautsprechersimulation gelingen soll.
100N (Spitzen)Antriebskraft, wirkend auf 70g Membranmasse, tut die Membrane sicherlich mehr als 5mm auslenken...... theoretisch.
Praktisch wirkt eine zentral angreifende Dämpfung. Welche dann den kleinen 5mm PraxisHub ergibt. (Ups: bei welcher Frequenz? Diese Klippe hab´ ich wohlweislich umschifft *lol*.... aber es folgte auch kein Einwand seitens der Forenteilnehmer!)
Also: Ich habe meine Annahme- und RechenFehler gerade noch im Griff. So ungefähr zumindest..... *lol*
ReMaha, bist Du bei der Rechnernei auch davon ausgegangen, dass es nicht um einen einzigen Impuls sondern um eine länger andauernde Schwingungsperiode geht?
Ein Impuls juckt das Gehäuse wahrscheinlich nicht. Wie siehts denn aus, wenn es aber 30, 40, 50 mal in der Sekunde im Chassiskorb zappelt?
Schwingung, Resonanz, wandernde Subs ist m.E. nicht voodoo.
Ich nehm Dir ja das Ergebnis der Rechnerei ab, hast Du sicher auch alle Parameter drin?
Was kann es dann noch sein, dass die Basskiste durch die Gegend treibt?
Heute morgen kam ich ins Wohnzimmer, und was muss ich sehen? Weg waren sie, meine Lautsprecher! Lange gesucht, fand sie dann in der Küche, so lang war das Kabel, hatte wohl vergessen, meinen Verstärker abends auszumachen, da sind sie gewandert!
„Audiophile verwenden ihre Geräte nicht, um Ihre Musik zu hören. Audiophile verwenden Ihre Musik, um ihre Geräte zu hören.“
Du machst noch witze...Stack mal drei anständige Basshörner aufeinander, jedes 1kW und dann lass es nen abend lang ungesichert laufen.... Da liegt keine Ecke mehr auf der anderen, das ist sicher.
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