ich habe da mal eine Verständnisfrage und zwar geht es um folgendes: Wenn man Musik überwiegend in Lautstärken zwischen 60 - 75DB hört, sollte man dann an einen Lautsprecher besondere Anforderungen stellen? Also in Bezug auf Auswahl der Chassis, der Abstimmung oder des Gehäuses (BR, CB, TML)? Oder gibt es noch andere Dinge, die Beachtung finden sollten?
Hi Gürteltier,
aus eigener Erfahrung würde ich dir ein F.A.S.T.-System empfehlen, also eine Kombination aus Breitbandsatelliten und aktivem Subwoofer. Begründung:
Breitbänder brauchen nur geringen Input, um "voll da" zu sein. Wenn sich der Satellit dann auf einen einzigen Breitbänder beschränkt (wie bei meinen Simplicissima), dann hast du eine Punktschallquelle mit ausgezeichneter Raumdarstellung. Da Breitbänder in der Regel mehr oder weniger direkt auf den Hörplatz ausgerichtet werden, spielen hier Raumeinflüsse keine so große Rolle.
Der aktive Sub kann entsprechend in der Lautstärke angepasst werden, wobei ich absolut von Dipol-Subwoofern überzeugt bin (habe gerade eine zweite Variante fertig gestellt), da sie aufgrund der Bauweise in Sachen Raumakustik (Raummoden) und sauberer Tiefenwiedergabe m.E. nicht zu toppen sind.
Meinen beiden Anlagen (beide mit Breitbändern) wurde wiederholt bescheinigt, dass sie auch bei geringer Lautstärke ausgezeichnet klingen.
Herzlichst
Waren nicht geringe Mechanische Verluste (Qms) wichtig, um bei geriner Lautstärke "richtig" zu hören? Man kann da also schon bei der Chassiswahl drauf achten
Für so was ist der Verstärker zuständig. Bassregler stark aufdrehen und Höhen etwas oder Loudness, sofern man hat.
Das verstehe ich jetzt nicht. Soll das im Umkehrschluß heißen, dass bei leisen Lautstärken Bass und Höhen unterrepräsentiert sind?
@jagisagi
Nach vielen Jahren mit Breitbändern und F.A.S.T. ist dieses Thema für mich durch. Irgendwie fehlt mir da immer was. Ebenso der starke Abfall außerhalb der Achse.
Mit Dipol-Bässen habe ich wohl schon alles gebaut, was es da gibt. Eine durchaus schöne Sache, wenn man es stellen kann, sonst leider nicht.
@AlphaRay
Ja, das habe ich auch schon oft beim Timmermanns gelesen, das geringe mechanische Verluste (RMS) von Vorteil bzw. ein Muss bei leisen Lautstärken ist.
"....Es gibt nicht per se “Leisehörerboxen” und “Lauthörerboxen”, aber ein paar Hinweise, ob die Box leise noch gut klingen wird oder Schwierigkeiten bekommt, können wir schon geben. Wer extrem leise hört, sollte sich auch über einen Verstärker mit Loudness Gedanken machen, denn die Abstimmung einer Box kann die gehörspezifischen Probleme des Leisehörens (Bässe und obere Höhen werden zu leise oder gar nicht wahrgenommen) nicht ausgleichen, eine Loudness-Schaltung im Amp dagegen schon......
Allerdings würde ich, wenn ich mir Boxen zum ausschließlich leisehören baue, und der Verstärker weder über Loudness (Achtung, kann versteckt sein!) noch über eine Schrilldumpf - Stellbarkeit verfügt, mir einen Taunussound in die Boxen implementieren.
Na, das glaube ich nicht. Ein User mit 264 Beiträgen innert 7 Jahren schreibt nicht überwiegend, sondern höchstens gelegentlich, was 1. unter Umständen schön ist, und man 2. von mir nun nicht unbedingt behaupten kann.
Zudem habe ich das "ausschließlich" in meinem vorangegangenen Beitrag extra deshalb gefettet, um klar zu machen, was ich tun würde, wenn es sich um genau so eine Box handeln sollte.
War also eine Antwort auf eine nichtgestellte Frage, wenn man so will. Aber es könnte ja sein, dass diese Frage mal gestellt wird, und dann war ich der Erste, der sie sinnvoll antbewortet hat.
Die TOPAS ist also kein Lautsprecher für laute Rockmusik oder Actionfilme. Aber wie oft hören wir bei Vorführungen größerer Boxen von Gästen: "Ist ja sehr beeindruckend, aber zu Hause kann ich nicht annähernd so weit aufdrehen". Genau für diese Leute ist die TOPAS gemacht. Klein und schnuckelig und trotzdem ein Tiefbass, der kritische Hörer zunächst nach einem versteckten Subwoofer suchen lässt.
Der typische Leisehörer-Lautsprecher von Visaton ist eigentlich die Topas
Und da kräuselt sich mir schon wieder die (nicht vorhandene) Nackenbehaarung! Wird die Topas so gebaut, wie ursprünglich von Hobel-Hifi oder Klang plus Ton (weiß nicht mehr, welche dieser beiden Zeitungen diese Box erfunden hat, kann es bei Bedarf aber gerne ergründen), hat man eine Box, wo auch an handelsüblichen Wohnzimmern mit 62,5 m³ genau das macht, was von einer Box gemeinhin erwartet wird.
Und das sogar bei jeder Lautstärke. Man darf nur nicht den Fehler machen, sich die ursprüngliche Topas ohne das internen Zweikammer-Helmhöltzchen in die Wohnung zu stellen.
Gerne. Muss ich dir aber ganz normal mit Post in Papierform als Kopie zuschicken, weil das Heft als solches möchte ich aus nostalgiösen Gründen gerne behalten.
Gib Anschrift per PN, und spätestens Freitag hast du einen Grund, mal wieder in deinen mechanischen Briefkasten zu kucken.
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