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Sinn eines Phaseplug

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  • Jesse
    antwortet
    Hallo Lonzo,

    [QUOTE=Lonzo;n513165]Mit anderen Worten, es dauert noch.[QUOTE]

    Wow, bislang etwas über 6 Jahre. Kommt da noch was?

    Gruß

    Jesse

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  • Lonzo
    antwortet
    Hallo,

    ich habe es nicht vergessen. Hatte viel um die Ohren und dann auch noch neue Rechner. Mit anderen Worten, es dauert noch.

    Gruß, Lonzo

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  • Lonzo
    antwortet
    Zitat von Lonzo Beitrag anzeigen
    ... hab alle Messungen im Kasten, muss nur noch alles sortieren...
    Moin,

    Ihr müsst euch noch gedulden. Ich hab vergessen zwei sehr wichtige Kontrollmessungen zu speichern.
    Der Phase Plug kühlt die Spule nur ab Frequenzen >500Hz, er unterstützt quasi nur die Kühlung des Luftstromes mit abnehmenden Hub. Gleichzeitig unterstütz er aber auch die Kupferkappe, die für die Impedanzkontrolle zuständig ist. Und genau diese Differenzmessungen habe ich vergessen zu speichern. Ohne die Differenzmessungen sind alle anderen Messungen wertlos!

    Also, noch einmal alles von vorne.

    Gruß und schönes Wochenende,
    Lonzo

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  • Lonzo
    antwortet
    Hallo zusammen,

    hab alle Messungen im Kasten, muss nur noch alles sortieren und dokumentieren. Man, mir klingeln jetzt noch die Ohren.

    Gruß, Lonzo

    P.S. Ich mach dann ein neues Thema auf!

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  • Moppel
    antwortet
    @Lonzo

    Ich habe mal einen 130-mm-TMT/25-mm-Schwingspule ohne Staubschutzkalotte in einem geschlossenen Gehäuse gemessen. Da gab es bei ca. 100 Hz einen scharfen Einbruch im Frequenzgang und eine recht lebhafte Klirrspitze.

    Da war aber nur die Staubschutzkalotte weg, es war also kein "Phaseplug" im Spiel.

    Für mich sind diese Phaseplugs nur verkaufsfördernde Kosmetik. Sieht irgendwie chic aus und der Laie freut sich bestimmt über sein "wertiges" Chassis. Ist meine subjektive Meinung, muss objektiv gestehen, schon extrem gute Chassis mit Phaseplug gehört zu haben...

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  • Lonzo
    antwortet
    Zitat von Lonzo Beitrag anzeigen
    ...Bin mir da aber nicht ganz sicher; darum habe ich beschlossen, dem messtechnisch auf den Grund zu gehen. ...
    Meine Vorbereitungen sind nun endlich abgeschlossen. Für morgen habe ich mir vorgenommen, die Kalibrierung meines Messsystems noch einmal zu überprüfen.

    Erste Messungen zeigen, dass ein BR-Gehäuse hierfür besser geeignet ist; denn dessen Impedanzschrieb deckt eventuelle Verluste, die durch die nach außen hin offene Konstruktion eines Chassis mit Phase-Plug entstehen könnten, besser auf.

    Das passt doch ganz gut zum Thema ‘warum Bassreflex doch was taugt‘.

    Oder habt ihr Einwände, gegen Messungen im BR-Gehäuse ?

    Gruß, Lonzo

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  • Schmidt
    antwortet
    Ich habe den Sinn erkannt! Als ich die Voxen in meinen alten Opel pakte konnte der Plug erfolgreich der Enge wieder stehen.

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  • Lonzo
    antwortet
    Zitat von Moppel Beitrag anzeigen
    Ist eine dichte Schaubschutzkalotte nicht besser zur Kühlung der Schwingspule geeignet?

    Außerdem würde es mich wuschelig machen, wenn ich so ein irgendwie inkontinentes Lautsprechersystem im Wohnzimmer hätte.
    Moin,

    dass eine dichte Staubschutzkappe wirksamer ist, als ein undichtes System mit Phase Plug, wage ich zu bezweifeln. Bin mir da aber nicht ganz sicher; darum habe ich beschlossen, dem messtechnisch auf den Grund zu gehen.
    Allerdings ist das leichter gesagt als getan, denn; mein Messsystem war bisher nur für Kleinsignale ausgelegt. Seit gestern kann ich aber auch genaue Impedanzmessungen machen, die Schwingspulen so richtig zum schwitzen bringen.
    Dann wäre da noch der TI100 zu erwähnen (alt und nicht mehr schön), den ich dafür extra umbauen musste. Mir fehlt jetzt nur noch ein geeignetes Testgehäuse. Deshalb könnte es noch etwas dauern!

    Bez. der Inkontinenz, denke ich, dass der Effekt wesentlich geringer ist, als man glauben mag. Die Messungen werden es zeigen.

    Gruß, Lonzo

    P.S. Die genauen Messbedingungen gebe ich dann bekannt, wenn es soweit ist. Und den > evtl. auch.
    Zuletzt geändert von Lonzo; 25.03.2015, 08:51.

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  • Moppel
    antwortet
    Zitat von kmm Beitrag anzeigen
    das seh ich ganau so.. aber es kann geholfen werden: stells doch aufs Klo,
    da passen dann Ambiente und Output besser zusammen
    Habe eine Außentoilette. Dein Vorschlag klingt im Wohnzimmer dann schlecht.

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  • Fosti
    antwortet
    ^^^Na ihr beiden Hobby-Inschenöre

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  • kmm
    antwortet
    Außerdem würde es mich wuschelig machen, wenn ich so ein irgendwie inkontinentes Lautsprechersystem im Wohnzimmer hätte.
    das seh ich ganau so.. aber es kann geholfen werden: stells doch aufs Klo,
    da passen dann Ambiente und Output besser zusammen

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  • Moppel
    antwortet
    Ist eine dichte Schaubschutzkalotte nicht besser zur Kühlung der Schwingspule geeignet? Hinter der Kalotte wird die Luft komprimiert, fließt mit hoher Geschwindigkeit durch den Luftspalt und kühlt die Schwingspule so doch bestimmt besser als ein offenes System mit Phaseplug. Oder?

    Außerdem würde es mich wuschelig machen, wenn ich so ein irgendwie inkontinentes Lautsprechersystem im Wohnzimmer hätte.

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  • Lonzo
    antwortet
    Der Wikipedia Artikel ist meines Erachtens etwas kurzsichtig! Hier wird nur etwas von maximaler Belastbarkeit geschwafelt. Tatsächlich ist es aber so, dass ein Lautsprecher fortlaufend dynamischen Veränderungen ausgesetzt ist, die bei steigender Eingangsleistung und Temperatur auftreten.

    Von größerem Interesse dürfte aber sein, dass sich durch Verringerung der Spulentemperatur die dynamischen Veränderungen der „über alles Dämpfung“ reduzieren lassen; denn mit steigender Temperatur steigt auch der Widerstand der Spule. Hier können einige Grad Unterschied schon von Bedeutung sein !

    Gruß, Lonzo

    P.S. Staub ist bei Chassis mit Phase Plug kein Problem. Ich habe meine TIs schon seit 2007 im täglichen Einsatz. Und die sehen nicht nur von außen wie neu aus !
    Zuletzt geändert von Lonzo; 15.03.2015, 10:26.

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  • GallileoMK2
    antwortet
    Ich halte den PP nur für eine Modeerscheinung. Eine Staubschutzkalotte hat nebenbei auch die Funktion als Staubschutz.
    Zum ist die SSK der letzte Teil der Membran, der nicht so schnell in Partialschwingungen bei höheren Frequenzen zerfällt, gerade beim Breibänder. Sie übernimmt dann weitgehenst die schallabstrahlung , wenn der Rest in Partialschwingngen zerfällt. Dieser Effekt wird bei einigen BB bewusst durch den Einsatz von hauchdünnen Papierstärken genutzt.

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  • aurelian
    antwortet
    Solange kein Staub hineinkommt schon..

    Gründe gegen Phaseplug (http://de.wikipedia.org/wiki/Phase-Plug)

    Es gibt Kritik an der Einführung der Phase-Plugs zweiter Art. Kritiker wenden ein, dass
    die höchste Frequenz, die eine Kolbenmembran abstrahlen sollte, diejenige ist, deren Wellenlänge im Membranmaterial dem Membranumfang etwa gleichkommt. Bei höheren Frequenzen gibt es stets weitere Lösungen für die Bewegungsgleichungen der Membran, bei denen Teilflächen gegenphasig schwingen (Partialschwingungen), was zu sehr unregelmäßigem Frequenzgang (Resonanzen) und zu stark frequenzabhängiger Richtwirkung führt. Ist die Wellenlänge also größer als der Membranumfang, so ist sie sicher viel größer als die Struktur des Polkerns oder des Phase-Plugs. Bei solchen Verhältnissen ist die – zwar naheliegende – Betrachtung analog zur Strahlenoptik nicht zulässig, da es sich nicht um Reflexionen, sondern um Beugungserscheinungen handelt, die nur durch aufwendige Lösung der Wellengleichungen bestimmbar sind. Die strömungsgünstige Form der Plugs appelliere also mehr an Ästhetik und den Alltagsverstand, als dass sie einen Nutzen im Sinne der Physik biete.
    es keine thermisch enge Kopplung zwischen Schwingspule und Phase-Plug / Polkern geben kann (Luftspalt), der größte thermische Widerstand also der Luftspalt selbst ist, und der Einfluss des Phase-Plug als Kühler daher nicht effektiv ist.
    die Form der meisten Phase-Plugs (kleine Oberfläche, glänzend) den Anforderungen an einen Kühlkörper nicht nachkommt (große Oberfläche, Teller- oder Pilzförmig, Rippen, mattschwarz).
    es allerdings Hochleistungsbasschassis gibt, die große Wicklungsoberflächen und damit starke Erwärmungen des Polkerns haben. Bei möglichst gleichbleibender Membranfläche weisen diese einen entsprechend geformten Kühlpilz auf, der nur über einen Stiel geringen Durchmessers mit dem Polkern verbunden ist. Unter diesen speziellen Voraussetzungen kann die maximale thermische Belastbarkeit fast verdoppelt werden, was aber im besten Fall eine Erhöhung des Schalldrucks nur um den Faktor 1,4 (3 dB) ermöglicht.
    vor allem weitere Strukturelemente des Lautsprecherchassis wie Korb, Magnetstruktur und Zentrierspinne von den nach hinten gestrahlten Schallanteilen nach wie vor getroffen werden, was zu Beugungen, Resonanzen und Reflexionen führt. Die dadurch erzeugten Störschallwellen können die Membran auslenken oder sie durchdringen und so zum Hörer gelangen. Die nach hinten abgestrahlte Leistung ist bei einer Membran ähnlich der nach vorne abgestrahlten Nutzleistung.

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