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Sinn eines Phaseplug

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  • wolfgang520
    antwortet
    Ach übrigens, wie bezeichnet man eigentlich die Nase beim Ringradiator? Wenn man hier mal das Abstrahlverhalten betrachtet, dann sieht man bei baugleichen Chassis (einmal Konus, einmal Ringradiator) deutliche Änderungen in der Bündelung.

    Gruß
    Wolfgang

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  • wolfgang520
    antwortet
    Zitat von Lui Beitrag anzeigen
    Ein Phaseplug oder wie das Ding heißt?, ist so ziemlich das unwichtigste an einenm 100mm Konuschassis, in Bezug auf die Wellenlänge, bei der das eine Rolle spielen könnte...

    Grüße Lutz
    Und genau diese Aussage kann ich nicht teilen, denn sie bedeutet im übertragenen Sinn, dass der Hersteller seine Kunden für dumm verkauft.

    Gruß
    Wolfgang

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  • ropf
    antwortet
    Zitat von Cpt. Jack Sparrow Beitrag anzeigen
    Bitte sachlich bleiben!
    Die "fehlverdrahteten Hirnwindungen" waren nicht so beleidigend gemeint, wie mancher vielleicht den Eindruck hat - eher in dem Sinne, dass ein Bild oder eine Vorstellung im Gehirn eben genau in den Verknüpfungen zwischen den Synapsen ihren Niederschlag findet - und dieses Bild von akustischen Vorgängen, wie es sich nun schon seitenlang durch diesen Thread zieht ("ohne Reflektion keine Resonanz", "Reflexion am Polkern", ...), für eine "sachliche" Diskussion einfach ungenügend ist.

    Und absolut sauer stößt mir auf, wenn ein tolles Chassis wie der AL 130 als "Konstruktion aus dem letzen Jahrtausend" als unmodern hingestellt wird, weil ihm irgendwelche Gimmicks wie Einschnitte in der Membran fehlen.

    Wenn es um eine Sinnbetrachtung von Phaseplugs geht, wird mir übrigens die Pfleidsche Konstruktion mit angetriebenem Plug und der elastischen Kopplung an die eigentliche Membran immer symphatischer - die ist wenigstens dicht. ;-)
    /ropf

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  • Lui
    antwortet
    Ein Phaseplug oder wie das Ding heißt?, ist so ziemlich das unwichtigste an einenm 100mm Konuschassis, in Bezug auf die Wellenlänge, bei der das eine Rolle spielen könnte...

    Grüße Lutz

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  • jhohm
    antwortet
    Zitat von Cpt. Jack Sparrow Beitrag anzeigen
    Bitte sachlich bleiben!
    ????? Als Mitesser - äh Mitleser kann ich hier irgendwie keine Unsachlichkeiten erkennen, und ich kenne mich aus damit ;D

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  • Cpt. Jack Sparrow
    antwortet
    Bitte sachlich bleiben!

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  • ropf
    antwortet
    Liegen tuts an 34000 verkehrt verdrahteten Hirnwindungen. Der Begriff "Reflektion" ist eine Abstraktion aus der Geometischen (Strahlen-)Optik, die a) nur anwendbar ist, wenn die Wellenlängen gegenüber den Objektabmessungen vernachlässigbat klein sind, und b) Wechselwirkungen mit der Oberfläche ausklammert.

    Deswegen ist bei der Betrachtung der akustischen Phänomene an einem Phaseplug der Begriff Reflektion einfach irreführend.

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  • PeterG
    antwortet
    Provokation ?

    Hallo,

    man könnte das ja noch weiter führen: da der Schall ja per Reflexion in das Ohr müßte man per wws Definition für 100Hz wenigstens 17,25m große Ohren haben wenn man 345m/sek Schallgechwindigkeit zu Grunde legt.

    Mit unseren ca 5cm großen Ohren dürften wir ja erst ab 34.000Herz etwas ins Ohr bekommen. Frage mich nur wie das geht?

    MfG
    Peter
    Zuletzt geändert von PeterG; 17.12.2014, 13:53. Grund: +c

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  • PeterG
    antwortet
    Zitat von walwal Beitrag anzeigen
    Das Basshorn ist nicht vergleichbar, weil dort Druck weiterleitet wird.
    Ist ja interessant! Eine Schallwelle ist eine sich ausbreitende Druckwelle( Druckveränderung) in der Luft. Das Modell Welle schließt das Modell Druckänderung nicht aus! Genau so wie man Licht als Welle oder als Teilchen beschreiben kann.

    Und der Satz im Wiki besagt NUR, das das Modell Welle ( Lichtwelle Optik) bei Reflexionsflächen kleiner als 5 Wellenlängen nicht mehr genau genug ist.

    Mit Deiner Interpretation müßte eine Raummode von 40Hz erst in einem Raum von mind. 43m Länge in einer Richtung vorhanden sein.... die gibt aber schon bei 4,3m Raumlänge, komisch?

    MfG
    Peter

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  • walwal
    antwortet
    Zitat von FoLLgoTT Beitrag anzeigen
    ....
    Wie man sieht hat der Phase Plug erst über 7 kHz überhaupt Einfluss auf das Abstrahlverhalten. Das ist schon weit außerhalb des sinnvollen Einsatzbereiches und daher irrelevant.
    Das schreibe ich schon die ganze Zeit....

    Zitat von walwal Beitrag anzeigen
    ....... Weil zu klein, selbst ohne Faktor 5 "sehen" die Wellen den Pplug erst ab (+-)10 kHz.
    Zitat von VISATON Beitrag anzeigen
    ....
    Dieser Vergleich ist leider nicht möglich, da eine unendliche Anzahl an möglichen Staubschutzkalotte existieren (diverse Durchmesser, Formen, Höhen, Materialien... usw.), die wiederum die Membrangeometrie beeinflussen. Das wär dann ein Äpfel- / Birnenverlgeich
    Ist nicht tragisch, wollte nur darauf hinweisen, dass fehlender Pplug oder Dustcap nicht gut sein kann. Mit Dustcap wäre der Ti auch nicht mehr so edel.
    Dass die Bündelung nicht beeinflusst wird, wurde ja schon akzeptiert. Der Ti ist so wie er ist - und das ist gut so.

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  • FoLLgoTT
    antwortet
    Und hier ein paar Simulationen mit idealen Kolbenschwingern (10 cm Durchmesser), um zu verdeutlichen, wie wenig sich das Abstrahlverhalten ändert.

    Ohne Phase Plug:




    Mit Phase Plug:





    Wie man sieht hat der Phase Plug erst über 7 kHz überhaupt Einfluss auf das Abstrahlverhalten. Das ist schon weit außerhalb des sinnvollen Einsatzbereiches und daher irrelevant.
    Angehängte Dateien

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  • VISATON
    antwortet
    Rudolf: Mir gefällt der Ausdruck "Reflexion am Polkern" so gar nicht. Müsste eine reine Reflexion an der Polkernoberfläche nicht viel richtungsabhängiger sein? Wäre der Effekt nicht der gleiche, wenn der Polkern komplett fehlen würde oder beliebig tief zurückgezogen wäre? Ist die Auslöschung mit anschließender Überhöhung nicht vielmehr ein Effekt der Kantendiffraktion am inneren Rand der Membran bzw. der Kante zum Spulenträger?
    Stimmt, eine "reine" Reflexion am Polkern ist es nicht. Ich würde es eher als Reflexionen im nun offenen zylindrischen Bereich am und oberhalb des Polkerns ausdrücken. Das hier Reflexionen an der Membrankante etc. ebenfalls entstehen, davon gehe ich aus. Wo jedoch genau, lässt sich mit einfachen Mitteln nicht feststellen. Hierfür wäre ein Laservibrometer perfekt.

    WalWal: Sehr interessant, aber leider fehlt der Vergleich Pplug-Dustcap für diese Diskussion
    Dieser Vergleich ist leider nicht möglich, da eine unendliche Anzahl an möglichen Staubschutzkalotte existieren (diverse Durchmesser, Formen, Höhen, Materialien... usw.), die wiederum die Membrangeometrie beeinflussen. Das wär dann ein Äpfel- / Birnenverlgeich

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  • walwal
    antwortet
    Sehr interessant, aber leider fehlt der Vergleich Pplug-Dustcap für diese Diskussion. Trotzdem: Wir Wastler müssen (können) die Chassis so nehmen, wie sie gebaut sind.

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  • Rudolf
    antwortet
    Mir gefällt der Ausdruck "Reflexion am Polkern" so gar nicht. Müsste eine reine Reflexion an der Polkernoberfläche nicht viel richtungsabhängiger sein? Wäre der Effekt nicht der gleiche, wenn der Polkern komplett fehlen würde oder beliebig tief zurückgezogen wäre? Ist die Auslöschung mit anschließender Überhöhung nicht vielmehr ein Effekt der Kantendiffraktion am inneren Rand der Membran bzw. der Kante zum Spulenträger?

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  • VISATON
    antwortet
    Ich hab das eben mal nachgemessen.

    Dazu vorab ein paar Anmerkungen:
    Die Messung zeigt nicht den Serienstand unseres TI 100, sondern einer Version ohne doppelten Magneten (und ein paar kleinen Änderungen). Da es jedoch auf die Auswirkungen des Phaseplugs ankommt, ist das eher zweitrangig und kann auf den Serienstand übertragen werden.

    Alle Messungen wurden wie üblich unter Normbedingungen (DIN IEC 60268-5), also in der Normschallwand und mit 1 W in 1 m Entfernung durchgeführt.


    Zunächst der Vergleich mit / ohne Phaseplug

    Blau: Mit Phaseplug
    Rot: Ohne Phaseplug


    Nun die Winkelmessung mit Phaseplug (15°-Schritte, 0-60°)



    Und die Winkelmessung ohne Phaseplug (15°-Schritte, 0-60°)



    Zusammengefasst:
    Wie F.H. bereits auf der ersten Seite geschrieben hat: Da die extrem steife Membran des TI 100 schon hervorragend kolbenförmig schwingt (und eine Staubschutzkalotte eher hinderlich wäre -> zusätzliche Versteifung der eh schon steifen Membran, sowie zusätzliche Masse, was wiederum eine Reduktion des Hochtonbereiches bedeuten würde), haben wir uns hier für ein Phaseplug entschieden. Dieser sorgt vor allem für die "Auffüllung" des Einbruches bei ca. 3700 Hz, welcher aufgrund der Reflexion am offenen Polkern entsteht. Dies wiederum sorgt für einen gleichmäßigeren Verlauf bzgl. der Abstrahlcharakteristik aufgrund der Reflexionsvermeidung. Aber: Rein auf den Schalldruckpegel bezogen ist der Unterschied zwischen mit und ohne Phaseplug eher gering. Das hat vor allem damit zu tun, dass die Abstrahlcharakteristik größtenteils mit dem Durchmesser des Lautsprechers zusammenhängt.

    Grüße
    Sebastian
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