Hallo zusammen,
mit "außer Konkurrenz" bezog ich mich darauf, daß meine
Varianten nur Funktionsmodelle mit homöopathischem
Verschiebevolumen waren. Die kleinen Treiber hatten
Freiluftresonanzen um ca. 150Hz.
Vielen Dank, für den Ansatz habe ich allerdings in einem anderen
einschlägigien Forum hauptsächlich Unverständnis und teils auch Häme
geerntet.
Es geht bei dem Projekt darum, von bestimmten Bauformen der
Biegewellenlautsprecher einige Eigenschaften hinsichtlich der Abstrahlung
zu übernehemen, aber die mechanisch/akustischen Probleme zu umgehen, die
den meisten Modellen dieser Wandlergattung anhaften und gelöst werden
müssen.
Ich nehme nach meiner Auffassung die Abhörsituation daheim nicht
nur "leichter" sondern auch durchaus realistisch wahr ...
z.B. was häufige Defizite der Raumakustik hinsichtlich Diffusivität,
Nähe der Seitenwände aber auch Symmetrie des Hörraums angeht.
Der von dir oben angesprochene Ansatz wäre m.E. auch in einem Regieraum
kein Nachteil ... denn von flachem Amplitudenfrequenzgang auf Achse
und ebenso flacher Gruppenlaufzeit dort möchte ich nicht abgehen.
Nur weil vielleicht "Regieraum" draufsteht ist ein Raum ja auch nicht
gleich perfekt. Ein Regieraum ist typischerweise ebenso ein akustisch
kleiner Raum.
Man darf dort vielleicht im Schnitt auf mehr Symmetrie der Abhörsituation
sowie geeignetere Ausstattung hinsichtlich Diffusivität und Absorption
hoffen. Die Nachallzeiten sind im Mittel gegenüber Wohnräumen geringer,
frühe Reflexionen spielen evt. eine geringere Rolle ...
In (gedachter) gänzlich reflexionfreier Umgebung spielt die
Richtcharakteritik eines LS irgendwann gar keine Rolle für den Höreindruck
mehr. In Wohnräumen ist sie hingegen absolut entscheidend.
Übrigens ist lt. Statistik die Nachhallzeit für Wohnräume in den letzten
Jahrzehnten (habe bisher nur Zahlen f. Deutschland gesehen) kontinuierlich
und deutlich angestiegen, nicht nur wegen im Mittel größerer Räume:
Plüschsofa und Häckeldeckchen auf allen Flächen inkl. Fernseher sind schon
länger nicht mehr en vogue in den meisten Wohnzimmern ...
Und der immer wieder behauptete Trend zum "Zweitbuch" im Regal wird auch
hier nicht viel gegensteuern können
.Aber egal, hier soll es ja um Kardioide, bzw. deren Sinn und
Einsatzmöglichkeiten gehen.
Die sehe ich hauptsächlich im Bass und Mittelton.
Unterhalb der Schröderfrequenz gibt es sicher Alternativen, aber
ich halte den Kardioid auch hier für sehr attraktiv.
Ohne Platz nach hinten geht es nicht, aber selbst ein Kardioid
für Mittelton und Bass ist m.E. pflegeleichter in der
Austellung als Monopol oder Dipol. Aber davon hatten wir's ja schon
im Kardioid Subwoofer Thread.
Was im Moment fehlt sind m.e. wirklich gute und kompakte Umsetzungen.
Grüße
)
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