Stereo funktioniert nicht
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Hallo Markus,
die Frage ist, was hier mit tiefen Frequenzen gemeint ist. Da es ja bekanntemaßen mit der Ortbarkeit von tiefen Frequenzen nicht so weit her ist, vermute ich, daß es schon ein wenig am Phasenversatz hängt, bis das Ohr das detektiert.Ja, immer wieder interessant zu sehen, wie wenig in den letzten 80 Jahren vorangegangen ist.
Bzgl. der Frage "WIE funktioniert Stereo eigentlich" bitte unbedingt Absatz 4.3 lesen. Hier wird beschrieben, wie Intensitaetsstereophonie fuer tiefere Frequenzen zu Laufzeitunterschieden fuehrt. Ein Fakt, der vielen voellig unbekannt ist, obwohl er schon in Blumleins "Stereopatent" erwaehnt wurde:
http://worldwide.espacenet.com/publi...E&locale=en_EP
Bei 10 m Wellenlänge und angenommenen 10 cm Versatz geht es gerade mal um 3,6 Grad Phasenwinkel...
Bei 1720 Hz wäre man dann schon bei 180 Grad Phasenwinkel......
Gruß
Peter KripsEinen Kommentar schreiben:
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Ja, immer wieder interessant zu sehen, wie wenig in den letzten 80 Jahren vorangegangen ist.
Bzgl. der Frage "WIE funktioniert Stereo eigentlich" bitte unbedingt Absatz 4.3 lesen. Hier wird beschrieben, wie Intensitaetsstereophonie fuer tiefere Frequenzen zu Laufzeitunterschieden fuehrt. Ein Fakt, der vielen voellig unbekannt ist, obwohl er schon in Blumleins "Stereopatent" erwaehnt wurde:
http://worldwide.espacenet.com/publi...E&locale=en_EPEinen Kommentar schreiben:
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Hallo,
Wegen des anhaltend regen Interesses ein Paper zum Thema "WIE funktioniert Stereo eigentlich":
Ebenfalls lesenswert:
Lipshitz, "Stereo Microphone Techniques - Are the Purists Wrong?", J. Audio Eng. Soc., Vol. 34, No. 9, 1986 September
habe das Paper von 1958 (!!!) mal quergelesen. Höchst interessant fand ich Kapitel 6.3, da insbesondere den 2. Absatz.
Offensichtlich wusste man schon bei den Geburtswehen der Stereophonie um die Wichtigkeit des Abstrahlverhaltens.
Schon erstaunlich, daß man 55 Jahre später immer noch eine Diskussion über das Abstrahlverhalten führt oder das sogar bei vielen Herstellern ignoriert wird.
Gruß
Peter KripsEinen Kommentar schreiben:
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Wegen des anhaltend regen Interesses ein Paper zum Thema "WIE funktioniert Stereo eigentlich":
Ebenfalls lesenswert:
Lipshitz, "Stereo Microphone Techniques - Are the Purists Wrong?", J. Audio Eng. Soc., Vol. 34, No. 9, 1986 SeptemberEinen Kommentar schreiben:
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Wegen des regen Interesses hier 'mal ein Bildchen wie die Matrix-Dekodierung im AcourateConvolver eingerichtet wird:
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Good news! Demnaechst gibt es einen Software-basierten Matrix Dekoder von Uli Brueggemann:
Dieser Dekoder ist frequenzabhaengig wie von Gerzon bechrieben. Der notwendige Allpassfilter entfaellt, da die Loesung auf linearphasigen Filtern basiert. Sprich, es gibt keine Phasenschweinereien bei der Dekodierung.
Derweilen ist der Sourcecode fuer einen einfacheren Dekoder (nur energieerhaltend) als Reaper-Plugin hier erhaeltlich:
http://mehlau.net/audio/matrix_decoder/Einen Kommentar schreiben:
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Zum Thema 3-Lautsprecher-Stereophonie hier 2 Soundfiles mit Pink Noise zum selber testen:
Matrix_Decoded_PN.zip (27.4 MB)
Mit Hilfe der 2-Kanal-Version (3Ch_PN_Stereo, 1=L, 2=R) laesst sich schoen beobachten wie die Phantomschallquelle aus der Mitte zum naeher gelegenen Lautsprecher springt, wenn man sich aus dem Sweet Spot nach links oder rechts bewegt.
Die 3-Kanal-Version (3Ch_PN_Matrix_Decoded.wav) hingegen laesst groessere seitliche Bewegungen zu, ohne Auslenkungen der Phantomschallquelle hervorzurufen.
Idealerweise sollten der linke und rechte Lautsprecher mit einem Oeffnungswinkel von 90° aufgestellt werden. Das Signal fuer den Mittenlautsprecher befindet sich auf Kanal 3 (1=L, 2=R, 3=C).Zuletzt geändert von markus7; 10.02.2013, 14:51.Einen Kommentar schreiben:
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krabat, mach Dir keine Gedanken um Deinen Verbleib hier. Was willst Du auch in einem Forum voller alter Herren, die ihre Zukunft lange hinter sich haben?
Ich zitiere mal, was Siegfried Linkwitz dazu gerade schreibt (das Unterstrichene ist das Wesentliche):
The January 28, 2013 issue of THE NEW YORKER carries on pages 32 to 39 a most interesting article by Adam Gopnik about "The quest for 3-D recording and other mysteries of sound". It puts in perspective Edgar Choueiri's cross-talk-cancellation experiments for 3-D listening at Princeton University with the hearing and sociological research at McGill University by Albert Bregman (Auditory Scene Analysis - The Perceptual Organization of Sound), Daniel Levitin (This Is Your Brain on Music) and Jonathan Sterne (MP3: The Meaning of a Format). The article highlights the changes in music consumption from the audience in a concert hall to the audiophile sitting in front of his speakers, in the sweet spot, and to the ear-bud generation busy with other activities. "The notion of a pure musical experience is, for Sterne and his cohorts, the last sad effort of a nineteenth-century cult of attention that placed the solitary alienated (and almost always male) listener in a temple of silence, the concert hall."Einen Kommentar schreiben:
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Ein Gast antworteteIch wusste gar nicht, dass ich ein Problem hätte. Ein solches würde nur entstehen, wenn ich dem Stereo-Panorama hinterherhorchen würde. Tue ich wie ausdrücklichstens geschrieben aber nicht. Im Gegenteil - also ganz low end mäßig ...Du gibst die Erklärung doch schon selbst, warum es anstrengend ist: Weil du - ganz HiEnd mäßig - versuchst ... frag mal Audiologen.
Versuch mal ... Ich bin - ganz im Gegensatz zu dir -
... es gibt letztlich doch ziemlich wenig zu diskutieren. Du scheinst ein Problem zu haben, das dem Großteil der Hörer ziemlich egal ist. ...
Ein Glück, dass es mal wieder ziemlich nichts zu diskutieren gibt, und ich das Problem habe! Fehlt nur noch das Verdikt des Kompetenzpersonals, dass ich das Problem bin.
Danke!Einen Kommentar schreiben:
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Ja, das kann man ganz einfach selbst ueberpruefen. Einfach 'mal die Augen im Bus oder Zug schliessen und Geraeusche lokalisieren und dann die Augen oeffnen.Du gibst die Erklärung doch schon selbst, warum es anstrengend ist: Weil du - ganz HiEnd mäßig - versuchst etwas klar zu lokalisieren, was eben nicht trivial ist. Auch mit echten Quellen ist das (auch für gesunde Ohren und damit meine ich nicht nur Ruhehörschwelle sondern auch Binaurale Interaktion etc) ausgesprochen schwierig, frag mal Audiologen.
Genaue Entfernungseinschaetzung finde ich z.B. extrem schwierig.
Meines Erachtens ist das fundamentale Problem bei 2-Lautsprecher-Stereo das weitgehende Fehlen von wahrgenommener Raeumlichkeit wie sie beim Hoeren von natuerlichen Schallquellen unweigerlich auftritt.Einen Kommentar schreiben:

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