Angenommen man bringt an der Schallwandkante einen genau definierten gedämpften Resonator an, könnte dadurch die Kantenreflexion nennenswert abgeschwächt werden?
Die Box im Bild hat 30cm Schallwandbreite. Das maxima der BSD tritt demnach bei ca. 900Hz auf.
(Das Gelbe ist die Schnittebene)
Angenommen das Basotect o.Ä. das im Schlitz steckt, reduziert die Schallgeschwindigkeit auf 250 m/s (?), dann müsste der Rohrresonator (hier als Schlitz) 70mm tief sein.
Keine Ahnung, ob das funtioniert. Aber bei der Berechnung ist nicht berücksichtigt, dass der Abstand Chassis - Kante unterschiedlich ist, also ein weiter Frequenzbereich "behandelt" werden müsste.
„Audiophile verwenden ihre Geräte nicht, um Ihre Musik zu hören. Audiophile verwenden Ihre Musik, um ihre Geräte zu hören.“
Mhm das stimmt! Man müsste alternativ die Resonatortiefe schrittweise erhöhen bzw. mehrere Register machen. Käme ohnehin der Stabilität entgegen! Ob im allgemeinen bei dieser Dimensionierung das benötigte Resovolumen und Absorbermaterial ausreichen würde, wäre schon interessant.
An dem Resonator zweifle ich, ist aber nur Bauchgefühl. Stark verrundete Kanten funktioniern aber. Man kann ja auch eine Schicht Absorber auf die Seitenwand packen. Bleibt noch die Frage, ob man das hört.
„Audiophile verwenden ihre Geräte nicht, um Ihre Musik zu hören. Audiophile verwenden Ihre Musik, um ihre Geräte zu hören.“
Die Lage der interferenzbedingten Unregelmäßigkeiten auf der Frequenzskala und die Intensität sind richtungsabhängig. Soll heissen, lohnt nicht. Guck dir mal ein entsprechendes Boxsimulationsding an.
Beispiel AL130 mittig in 50x50cm^2 Schallwand. Alternativ die aussermittige Montage - und? Besser wird der Resonator wohl auch nicht werden.
oT: meine Güte, was man darüber früher hätte diskutieren müssen. Boxsim ist schon ziemlich o/k. Aber die Sache mit dem "Schallentstehungsort" ...
Ich habe mir zwei Zargenrahmen mit den Innenmaßen 1200 x 620 x 70 mm geschraubt, hinten Hartfaser aufgetackert, zwei Matten Mineralfaserwolle (à 40mm stark) hineingesteckt und mit dünner Malerfolie 'überspannt.
Diese habe ich dann hinter die Boxen an die Wand gehängt.
Ich habe keinerlei Messungen (in Ermanglung von Wissen und Hardware), was den Ein- oder Anderen natürlich wieder skeptisch kucken lässt, ab er der 'Sound' ist wesentlich trockener und direkter, der Bass wirkt auch 'präziser'.
Dies wirkt nun zwar nicht auf die Kanten- sondern auf die Wand-Reflexionen, meine 'Kisten' haben von vornherein stark verundete Kanten.
Jedoch ist die Wirkung schon eine erstaunliche. Ich wollte es vorher so nicht glauben, vor allem, da ja die Matten mit der Folie abgedeckt werden.
Tipps & Tricks für alle Wastels in Wolfgangs Bastelkeller , denn wie der Schreiner kann es keiner
Ich habe Probleme für alle Lösungen !!! .-- ....
Ist eine andere Baustelle aber ja, ich kann das absolut nachvollziehen. Absorber waren bisweilen die beste Investition die ich jemals gemacht habe. Die Solo20 stehen nur 70cm von den Seitenwänden entfernt. Die erste Reflexion über die Seiten verschmierte die Ortung dermaßen, ich konnte ständig Ereignisse außerhalb des Stereodreiecks lokalisieren, Phantomschallquellen sagt man glaub ich.
Mit den Absorbern war das dann vorbei. Eine punktgenaue Bühnenabbildung war das Resultat. Die Wirkung überraschte mich.
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