Wir haben in unserem Hörraum in jede Ecke der Stirnseite einen B 200 in ein Dreiecksgehäuse eingebaut. Die Schallwand ist sehr schmal (ca. 40 cm) und sehr hoch (ca. 2.30 cm). Damit kommt man auf 70 Liter netto. Das geschlossene Gehäuse schmiegt sich mit 45° in die Ecke und ist damit sehr unauffällig. Die Ecke wirkt also im Bassbereich als Hornverstärkung. Trotzdem hatten wir noch eine leichte Mitten- Höhenbetonung. Deshalb haben wir in Reihe eine Spule mit 1,0 mH und parallel zur Spule einen Widerstand mit 4,7 Ohm geschaltet. Dadurch wird der gesamte Mittel- Hochtonbereich ganz sanft abgesenkt.
Das Ganze klingt für unsere Ohren so erstaunlich gut, dass wir auch die Meinung Anderer hören wollen. Bis auf die Discolautstärke fehlt eigentlich nichts. Vor allem der "Hochtöner" kann begeistern. Liebhaber und Gegner des Breitbandprinzips sind herzlich zum Hörtest bei uns eingeladen. Vielleicht können sich hier ein paar Leute verabreden und mit mir einen Termin ausmachen. Aber auch Einzeltermine sind möglich.
Falls jemand dort vorbeischaut und bei Würzburg vorbeikommt, kann er sich ja mal bei mir melden. Extra deswegen noch mal 700 kM fahren wäre mir zuviel, aber interessieren würde es mich schon.
Das sind kleine Halogenstrahler, mit denen wir die Boxen anstrahlen, die gerade von der Umschaltanlage angesteuert werden (damit man weiß, was spielt).
Eine sehr interessante Idee, das mit den Eckenstehern. Quasi unendliche Schallwände mit (parabolischer?) Hornunterstützung durch die Raumwände. Und daß die Aufstellungsbedingungen durch das Konzept praktisch vorgegeben sind, gefällt mir auch. Würde ich sehr gerne mal reinhören.
Was mich aber fast noch mehr interessiert: Was ist eigentlich aus den Hornexperimenten geworden?
@all:
Falls jemand über Hannover nach Haan fährt, bitte Bescheid sagen. (Werde auch versuchen, nicht allzu sehr über die Vox zu lästern...)
@ Blaubart: Unsere Hornexperimente sind aus Zeitgründen aufgeschoben aber nicht aufgehoben. Ich habe aber auch mal eine Frage: Mit welchem Simu-Programm wurden die Resonanzen der VOX simuliert? (gehört in den anderen Thread, wo ich dann auch weiter machen werde).
Bei dem B 200 in der Ecke hat man den sehr interessanten Effekt, dass man quasi im Horn sitzt (etwas übertrieben). Dadurch gibt es sehr wenig Reflexionen an den Wänden. Wenn ein Chassis verpolt ist, hört man das überdeutlich, was ja bei frei stehenden Boxen und großem Hörabstand nicht so einfach zu erkennen ist. Die Eckboxen arbeiten nach dem genau gegenteiligen Prinzip wie die Rundstrahler (Fontana). Dort beruht alles auf dem reflektierten Schall. Interessant ist der Vergleich beider Prinzipien.
@ MrWoofa: Wir können auch einen Wochenendtermin ausmachen. Allerdings möchte ich nicht den ganzen Sonntag opfern. Aber zwei Stunden müssten drin sein.
Klingt sehr interessant - ich wäre auch gerne dabei.
Allerdings könnte ich hier dieses Gehäuse nicht aufstellen, mangels zweier Raumecken. Hier denkbar wäre alternativ ein eher breites, flaches Gehäuse, das direkt an die Wand gestellt würde. Der B200 interessiert mich ja schon, seitdem ich auf dem Forumstreffen ein Exemplar in Händen hielt...
wenn die Teile parallel zu Wand stehen, kriegt der Hörer zu wenig Höhen ab. Schau dir mal den off-axis-FG an (in HH war auch die 30°-Messung). Außerdem gibt's wohl zuwenig "boost" für die unteren Oktaven.
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