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"Petit Orgue" als Subwoofer

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    Zitat von markus7 Beitrag anzeigen
    ... Ripol ist ja nochmal eine andere Geschichte als Dipol. Das sind so etwas wie zwei verpolte TML-Oeffnungen.
    Na ja - TML ist nochmal was anderes. Du meinst zwei Pfeifen? Wenn Du mit AKABAK simulierst, dann berücksichtigst Du vieleicht nicht, dass die Pfeifen nicht nur an einem Ende angetrieben werden sondern - mit größerer Gewichtung auf der Mitte - über ihre ganze Länge. Ich bleibe bei meiner intuitiv ablehnenden Haltung. Ich bin mir insoweit sicher, dass ein gleich gutes und kleines Ergebnis mit Reflex/Geschlossen erreicht werden kann. Auch was die Raumakustik betrifft.

    Trotzdem: viel Erfolg!

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  • PeterG
    antwortet
    Hi markus7,

    wenn Du die Reso bei 300Hz weg bekommen willst, mach mal die Rückkammern kleiner! ( ein paar entsprechend ausgesägte Platten einleimen...)

    MfG
    Peter

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  • markus7
    antwortet
    Wer hat hier Treiber fuer tauglich erklaert? Es geht erstmal um eine Vorauswahl. Ob ein Treiber Luftgeraeusche verursacht werden wir Hobbyschreiner immer erst mit Hilfe eines Prototyps feststellen koennen.
    Und, Ripol ist ja nochmal eine andere Geschichte als Dipol. Das sind so etwas wie zwei verpolte TML-Oeffnungen.

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  • Timo
    antwortet
    bitte bitte bitte, Simulation und Realität sind ganz besonders bei Dipolen zwei paar Schuhe, ... soll heißen dass ich schon extrem gute Simulationen in Dipolen gesehen habe und dann später im Realversuch der Treiber ungeeignet war, weil er Luftgeräusche oder besser gesagt Luftpfeifen verursacht hat. man sollte den Treiber erst für tauglich abstempeln wenn man mal einen Realversuch gemacht hat, und zwar Maximalhub und dies über längere Zeit, dann hört man schon die Unterschiede.

    Etwas weicher aufgehängte PA-Treiber hatten sich bei meinen Realversuchen meist als sehr tauglich herausgestellt, habe einige 15 zoll Beymas getestet. Weich aufgehängte HIFI-Treiber mit Schlachsicken meist nicht. Muss aber jetzt bei deinem angesprochenen Treiber nicht so sein.

    Gruß Timo

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  • markus7
    antwortet
    Der SLS-830669 simuliert sich gut. Ups, falsches Forum
    Angehängte Dateien

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  • markus7
    antwortet
    Das ist schon ziemlich zielorientiert was ich hier tue. Erstmal fragen ob jemand Ahnung hat und wenn keiner "hier" schreit, dann bleibt halt nur noch selber machen.
    Kleiner als ein Ripol wird's nicht und Gehaeusegroesse ist ein Entwicklungsziel.
    Die Simulation laeuft in AkAbak.

    Deinen Hinweis auf Raummoden verstehe ich nicht. Die Verteilung im Raum ist immer gleich und nicht von der Art der Schallquelle abhaengig. Die Anregung von Moden ist allerdings von der Schallquellenart abhaengig.
    Die Aufstellung in Deinem Raum ist wohl groesstenteils auf aktive Absorption zurueckzufuehren (siehe DBA).

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    Zitat von markus7 Beitrag anzeigen
    Bei Visaton finde ich leider nix.
    Wie hast Du denn den Dipol simuliert? Ich habe auch einen "Dipol", der allerdings aus einem Paar Vollbereichslautsprecher zuzüglich gegenpasiger Subwoofer besteht. Die Verteilung der Eigen-Moden im Hörraum ist recht günstig. Die Tief(st)tonwiedergabe ist beeindruckend. Die Bassemissionen sind umweltverträglicher als mit gleichphasigen Subwoofern.

    Man muss aber viel experimentieren, und zwar mit Messunterstützung. Ich sehe im Moment keinen VOrteil eines "Ripol", wenn der einem nicht fertig geliefert werden würde und auch zufällig passte. Bei einer Eigenkonstruktion würde ich den Aufwand an Material und Unwägbarkeiten scheuen und zielorientierter vorgehen.

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  • markus7
    antwortet
    Die Frage nach dem passenden Chassis ist genau richtig. Bei Visaton finde ich leider nix.

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  • Rudolf
    antwortet
    Zitat von markus7 Beitrag anzeigen
    Anbei eine Simulation fuer den WS25E im "Petit Orgue"-Gehaeuse.
    Boah, du schreckst ja vor nix zurück.
    Das Chassis scheint dafuer ueberhaupt nicht geeignet zu sein, ...
    Ein parametrischer EQ auf dem Höcker (wenn er sich in der Praxis überhaupt so darstellt) sollte nicht sooo schwierig sein. Dann kannst Du zumindest einen "Ripol" bis 20 Hz testen. Vor allem darauf hin, ob der Hub von zwei WS25E die 20 Hz über die Hörschwelle bringt.
    Danach bleibt die Frage, wo es andere geeignete Chassis mit mehr Hub gibt.

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  • markus7
    antwortet
    Anbei eine Simulation fuer den WS25E im "Petit Orgue"-Gehaeuse. Das Chassis scheint dafuer ueberhaupt nicht geeignet zu sein, dafuer umso mehr als normaler Dipol-Treiber. Das hohe Q bewirkt dort zusammen mit dem Dipolabfall einen flachen Frequenzverlauf.
    Angehängte Dateien

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    Zitat von markus7 Beitrag anzeigen
    ... Offenlegungsschrift DE19830947A1:
    Patent erteilt?!? Es wird aus der Schrift mir jedenfalls nicht klar, worin die Erfindung im Eigentlichen bestehen soll. Die notwendige Erfindungshöhe würde meiner Ansicht nach hier zumindest eine technisch/wissenschaftliche Erläuterung der Wirkungsweise voraussetzen. Um sozusagen den am Muster beobachteten Effekt gegen andere Methoden mit dem gleichen Effekt abzugrenzen. Nicht zuletzt sind die Ausführungen zur grundsätzlich schlechten Einwirkung eines Gehäuses auf die Wiedergabe nach dem derzeitigen Stand der Technik reinweg - nun, unwahr?

    Man kann, vermute ich, die Lautsprechermembran auch einfach schwerer machen (einen anderen Treiber nehmen) und eine andere Dipol-Aufbau-Variante realisieren.

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  • markus7
    antwortet
    ...oder man verwendet einen Sub im Nahfeld. Die dadurch erreichbare starke Reduzierung von modalem Nachschwingen ist ansonsten nur mit aufwendigen, baulichen Massnahmen oder aber aktiver Absorption erreichbar.

    Sideshow, Deine Berechnung laesst die Kammeroeffnung ausser Betracht. Aus der Offenlegungsschrift DE19830947A1:

    "- Durch die Kammern, die nach dem Prinzip
    der gedeckten Pfeifen (einseitig offenes Rohr) arbeiten,
    werden die Lautsprechermembranen durch die Masse
    des eingeschlossenen Luft belastet. Das verursacht ein
    Absinken der Eigenresonanz des gesamten Systems.
    - Aufgrund der Einbauweise unterliegen die Lautsprecher
    zusaetzlich einer gegenseitigen Beeinflussung
    (Daempfung), die durch die Auslegung der Kammern
    konstruktiv so zu gestalten ist, dass sich eine optimale
    Einstellung der Parameter fuer die Wiedergabe tiefer
    Frequenzen ergibt."

    Aus DE10230669A1:

    "[0008] Die im Patentanspruch beschriebenen Kammern
    verursachen eine Umlenkung (Schallfuehrung) und gleichzeitig
    eine Kompression der in ihnen vorhandenen und
    durch die Membran(en) angeregten Luft.
    [0009] Dadurch erfaehrt/erfahren die Membran(en) eine
    dynamische Belastung, die die Eigenresonanz des/der Chassis
    senkt. Durch die niedrigere Eigenresonanz des/der eingebauten
    Chassis ist somit eine deutlich bessere Wiedergabe
    tiefer Frequenzen möglich. Gleichzeitig wird das Ein- und
    Ausschwingverhalten verbessert.
    [0010] Dies bezeichnen wir als: "dynamische Resonanzsenkung"."

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    Zitat von Sideshow Beitrag anzeigen
    Wenn man das Gewicht der Luft zur dynamisch bewegten Masse Mms hinzuaddiert ...
    Es war nur eine Vermutung, genauer die Idee einer Erinnerung, sowas darüber schon einmal gesagt bekommen zu haben. Mich haben Dipole bislang nicht interessiert. Ich halte es für ökonomischer, eine kleine Zahl Subwoofer im Raum zu verteilen. Damit lassern sich Raumresonanzen, die so oft zum Dröhnen führen gezielter und weitaus billiger angehen.

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  • Sideshow
    antwortet
    Wenn man das Gewicht der Luft zur dynamisch bewegten Masse Mms hinzuaddiert sollten sich die Parameter folgenderweise verändern:
    Die Volumina beinhalten eine Schätzung des Chassieigenvolumen.
    * = "neu"

    4,5 Liter Kammer hinten + 1/2 * 7 Liter Kammer-Zentral = Gesamt 8 Liter * 1200g Luft pro m³ geteilt durch 1000 = 9,6g

    Massefaktor M = (Mms + Mz)/Mms

    WS25E in Petit Orgue:

    M = (33g + 9,6g) / 33g
    M = 1,29

    fs* = fs / Wurzel M
    fs* = 34Hz / Wurzel 1,29
    fs* = 30 Hz

    Qts* = Qts * Wurzel M
    Qts* = 1,43 * Wurzel 1,29
    Qts* = 1,62

    "
    Qms = 2,82
    Qms* = 3,08

    "
    Qes = 2,29
    Qes* = 2,60

    Gibt man dann das Volumen der BB der mittleren Kammer hinzu, reduziert sich fs um ~ 0,5 Hz!

    Wenn ich ggfls. relevante Faktoren vernachlässigt habe, her damit.

    Mfg
    Zuletzt geändert von Sideshow; 27.10.2012, 15:41. Grund: Schreibfehler

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  • horr
    antwortet
    Zitat von krabat Beitrag anzeigen
    Der Clou an Patenten ist, dass sie eine Veröffentlichung der Idee darstellen. Erst durch die Veröffentlichung wird der patentrechtliche Schutz gewährt.

    Wenn also "aus patentrechtlichen Gründen die Schaltung nicht veröffentlicht werden kann", dann gibt es wohl gerade kein Patent, logisch? Ein Patent "knackt" man deshalb auch nicht. Lediglich die ausgesprochen gewerbliche Ausbeutung der fremden Idee könnte untersagt sein.

    Die Idee am "Ripol" ist wohl, dass die Luftmasse in den Tunneln zur Membranmasse addiert wird, und sich demnache ine tiefere untere Grenzfrequenz für den Übergang -6dB/Okt (Dipol) nach -18dB/Okt (Dipol + Chassis) ergibt. Mit antriebsschwachen Treibern (wasn' das ) wird auch wohl der -6dB/Okt-Verlauf des Dipols verbogen. Man kann auch einfach eine weiche Masse auf die Membran aufbringen.
    Stimmt, jedes Patent ist öffentlich.

    Und auch somit nichtgewerblich nutzbar.
    Meine Aussage mit dem Knacken somit Unsinn

    Ich kann mich nur noch an eine Diskussion hier erinnern, wo es um Rechteschutz bei der Orque und die Nichtveröffentlichung der Weiche ging, was ja sonst bei Visaton normal ist.

    Aber da man die Weiche ja nicht braucht, ist das auch egal.

    MFG

    Christoph

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