Für mich Sieht es aus wie eine Verpolung da die denkbare Summierung im Übergangsbereich MT zu HT schon passen könnte.
Der frühzeitige Abfall im Bassbereich ab ca. 150 Hz kommt natürlich allen zu gute welche sich eine große Box mit 2 Bässen in ein Normalzimmer stellen und wie die meisten es von uns machen müssen, direkt vor die Wand.
Der immer wieder vorgeschlagenen Wandabstand von ca 1m ist in der Praxis bei den wenigsten anzutreffen.
Einerseits kann ich eure Kritik nachvollziehen; aus rein technischer Sicht ist dieser Lautsprecher eine Fehlkonstruktion, keine Frage. Aber B&W entwickelt zum verkaufen für wahrscheinlich eher gut Betuchte, bietet meiner Meinung ein tolles Design und Verarbeitung.
Und ganz ehrlich: seitdem ich Arta benutze weiß ich, dass für meinen Geschmack linear einfach unerträglich ist. Meine Classic hab ich nach Gehör und mit Absicht ebenso wie die B&W mit einer, wenn auch deutlich kleineren Senke im Präsenzbereich abgestimmt. Vom Subwoofer mal ganz zu schweigen. Vielleicht liegt ja ein Messfehler vor, aber ich habe von 15-80Hz 10dB "zu viel". Wenn es weniger ist, klingt es nach meinem Geschmack zu asketisch.
Ich würde es genau so machen wie B&W, gute komponenten Verbauen und dann so sounden, dass man sagt "das klingt ja geil". Ob dann ein Strich im Messdiagramm erscheint oder nicht, das wäre mir egal. Ich erinnere nur an ein Post von fabi, in dem er mal geschrieben hat, dass auf Livekonzerten mit +20dB im Bass abgemischt wird. Das ist selbst mir zu viel, aber linear fand ich furchtbar.
@Quaschdl,
ja die hauptsache ist das es gefählt...
aber ein genereler schluss kann man nicht vollziehen, es hängt auch von den treiber ab und nicht nur vom f-gang.
die ct230 ist ganz anders abgestimmt und hat ein grosser "succés" bekommen und gefiehl enorm vieler leute die sagten : "musik macht mit ihr viel spass"
• ’’Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen. ‘‘ George Orwell
• „Niemand ist frei, der nicht über sich selbst Herr ist. ‘‘ Matthias Claudius. deutsch ohne "sz" ABER mit fehler, tchüss! Jean-Marc.
Vom Subwoofer mal ganz zu schweigen. Vielleicht liegt ja ein Messfehler vor, aber ich habe von 15-80Hz 10dB "zu viel". Wenn es weniger ist, klingt es nach meinem Geschmack zu asketisch.
Eine Box, die in der Freifeldmessung keine Überhöhung im Bass hat, hat bei einer Messung im Hörraum üblicher Größe ganz oft 10 dB zuviel. Das ist völlig in Ordnung so, das braucht man. Andernfalls klingt es nicht satt sondern zu kühl.
Fast alle B&Ws (auch die hochpreisige 802 Diamond etc.) haben einen relativ unruhigen Frequenzgang, vor allem beim Übergang vom Mitteltöner zum Hochtöner (ca.2,5 KHz).
Die oben aufsitzenden Diamandhochtöner strahlen sehr weiträumig, der in einer Schallwand integrierte Kevlar-Mitteltöner bündelt hingegen wesentlich stärker. Trotzdem klingen die B&Ws insgesamt recht harmonisch und gut, was auch die Masse der Käufer so sieht.
Ich habe schon stundenlang Frequenzweichen nach meinem persönlichen Hörgeschmack optimiert, d.h. trockener Bass, prägnante Stimmen, schöne Durchzeichnung und Brillanz im Hochtonbereich.
Jedesmal wenn ich dann anschließend den Frequenzgang gemessen habe, war eine klassische "Badewannen-Abstimmung" erkennbar.
Die Erkenntnis, die ich daraus gezogen habe lautet einfach:
Ein schnurgerader Frequenzgang muss im häuslichen Wohnzimmer nicht immer super toll klingen.
Der riesengroße Vorteil beim LS-Selbstbau ist, dass man die Boxen wirklich nach seinem persönlichen Vorlieben und Hörgewohnheiten konstruieren und abstimmen kann.
Die Frequenzen im Präsenzbereich werden ja allgemein in den heutigen kahlen Wohnräumen zu schrill wiedergegeben, da kann es schon gut sein, dass dies so besser klingt.
Aber richtiger wird es dadurch nicht.
Gruss
Andi
Gruss
Andi
"Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum" (Friedrich Nietzsche) "You can blow out a candle, but you can't blow out a fire" (aus "Biko" v. Peter Gabriel)
So ganz blöd sind die ja bei B&W auch nicht. Gebaut und verkauft wird am Ende das, was gefällt.
Und es scheint ja zu gefallen, weil die verkaufen mächtig viel von dem Zeugs
Aha, welchen Schluss ziehen wir bei Visaton daraus? Wir verpolen in Zukunft die Hochtöner und schaffen eine tiefe Senke im Frequenzgang. Aber ich fürchte, gute Tests werden wir damit nicht bekommen.
Aha, welchen Schluss ziehen wir bei Visaton daraus? Wir verpolen in Zukunft die Hochtöner und schaffen eine tiefe Senke im Frequenzgang. Aber ich fürchte, gute Tests werden wir damit nicht bekommen.
Ein oder zwei Seiten Hochglanz-Werbung in STEREO & Co könnten helfen
Ich finde die Hochglanzboxen durchaus ganz schön. Wer nicht die Möglichkeiten oder die Lust zum Selbstbau hat, kann sich auf diese Art ein paar schicke Teile ins Wohnzimmer stellen.
Alleine das perfekte Finish würde ja noch einen gewissen Aufpreis zu einem Bausatz rechtfertigen - wenn denn die Technik noch einigermaßen mithalten könnte. Dass sie das so gar nicht tut, finde ich echt erschreckend.
Ein Hersteller, der so lange im Geschäft ist, so einen großen Namen hat und (unter anderem) so teure Boxen verkauft, sollte doch wenigstens ein paar Grundsätze solider Lautsprecherentwicklung kennen und umsetzen können.
Eine minimale Impedanz von knapp über 2 Ohm und ein riesiger Einbruch von 10 dB können ja beim ersten Schuss ins Blaue mal vorkommen, aber dann sollte man sich doch bitte nochmal auf den Hosenboden setzen und seine Hausaufgaben machen. So einen Frequenzgang würden wir selbst bei einer Aria Light oder einem Nano Sat ohne eine Sekunde Zögern verwerfen.
Ein Testfazit "Überragend" bei solchen Messwerten empfinde ich immer wieder als blanken Hohn
Zuletzt geändert von zxlimited; 09.06.2011, 13:48.
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