Ich hatte ja hier schon einmal über diese "Tapped Hörner" berichtet.
Mir ist aber irgendwie immer noch nicht richtig klar welche Chassis für "Tapped Hörner" geeignet sind.
Mir ist nur aufgefallen, daß anscheinend Treiber mit starkem Antrieb einen nicht so welligen Frequenzgang hervorrufen.
Ich kann mich aber auch irren.
Wenn jemand mehr weiß, möge er doch bitte berichten.
Welche Thiele-Small Parameter müssen die Treiber haben?
Hallo,
ich beschäftige mich mit den TH's seit über einem Jahr. So richtig vorhersehen läßt es sich meiner Meinung nach nicht, was ein Treiber in einem Tapped Horn kann. Einfach mal die Parameter in Hornresp eingeben und ein bischen herumspielen. Mit dem TH Wizzard ist das ja inzwischen sehr einfach geworden.
Die einzige Faustregel die ich Dir geben kann ist, dass die untere Grenzfrequenz des TH ca. 50% über der Freiluftresonanz des Teiber liegen sollte. Die Betonung liegt aber hier bei "sollte".
Als Startwerte in Hornresp nehme ich immer 1/2 SD für S2 und SD für S4. Ein ein bischen schieberei an den Reglern zeigt sich schnell ob der Treiber "was kann".
Also einfach mal bauen und sich wundern, was dieses Tolle Prinzip zu leisten vermag.
Ich habe gestern der Technik-Abteilung von Visaton bezüglich der "Tapped Hörnern" geschrieben.
Ich bat diese Tapped Hörner anzuschauen und eventuell nachzubauen und durchzumessen.
Die haben mir auch schon zurückgeschrieben und wollten aber erstmal den Plan meines zunächst nur errechneten und gezeichneten Horns haben.
Mal schauen, vielleicht bauen die wirklich mein Horn mit dem TIW 300 nach und wir würden endlich mal objektive Messungen erhalten, da Visaton dafür die perfekten Bedingungen hat.
Das wäre tatsächlich sehr interessant. Vielleicht klärt sich durch eine genauere untersuchung auch, welches Funktionsprinzip beim TH überwiegt, das Horn im klassischen Sinn oder die Resonanzeffekte. Auf die Impulsmessung sowie den Wasserfall bin ich gespannt.
es geht auch mit Hifi-Chassis. Ich habe ja hier mit dem TIW 300 simuliert und einen Wirkgungsgrad von 92 dB erreicht. Das Gehäuse hat dabei ein Nettovolumen von 230 Litern (also ohne Holz) und hat den gleichen Tiefgang wie der TL-Sub (500 Liter!) und hat dabei einen etwas höheren Maximalpegel mit nur einem Chassis anstelle von zwei Chassis!!!!
Das 2007 angemeldete Patent hat Danley wohl erhalten. Von daher wird Visaton wohl eine Lizenz benötigen, falls die an einer komerziellen Variante interesiert sind.
Hallo nochmal,
her sich nicht von meinem Englisch nicht abschrecken läßt,
kann auf meiner Seite zwei kleine TH's ansehen (nebst Plänen),
die mit günstigen kleinen 6,5" Tangbands bestückt sind und billig
gebaut werden können (als Einstiegsdroge sozusagen).
38 bzw. 3oHz untere Grenzfrequenz stehen zur Auswahl.
Besonders das letztere ist ein anständiger Subwoofer der
auch ganz gut für Kino taugt (echte 30Hz) für einen 6.5er
unglaublichen Pegel kann und dabei immer lässig bleibt.
Genug der Lobhudelei. Aber wie Ihr merkt: Ich finde das Prinzip
unglaublich gut - war nur leider nicht meine Idee.
Apropo Ideen.
Vor ca 5 Jahren habe ich mir mal Basshörner angeschaut habe, und mir ist aufgefallen, daß das rückwärtige Volumen doch recht klein ist und nur die Funktion eines Subsonicfilters hat.
Ich habe mich da gefragt, ob man die rückwärtig abgestrahlte Schall-Energie nicht auch nutzen könnte. Mir ist da auch aufgefallen, daß der Schall im Basshorn eine relativ weite Strecke zurücklegt. Ich dachte mir auch schon da, irgendwie müsste man dem rückwärtigen Schall auch eine Schallführung geben, dessen Strecke genau eine Phasenverschiebung von 180 Grad ergibt bzw. der rückwärtig abgestrahlte Schall genau phasengleich mit den frontseitig abgestrahlten am Mund ist.
Aber ich habe da einfach nicht noch weiter gedacht und hatte eigentlich von den mathematischen Modellen keine Ahnung.
Ich habe mir auch gesagt, dass es eine wirklich kompakte gute Lösung für so eine Idee nicht gibt, und wenn, wäre jemand anderer, der mehr Ahnung hat, auch schon darauf gekommen.
Auf die wirklich gute und kompakte Idee die Rückseite in das gleiche Horn bzw. Transmissionsline am Anfang am Mund strahlen zu lassen um die ankommende Welle noch passend (phasengleich) zu modellieren besser gesagt zu verstärken bin ich auch nicht gekommen.
Selbstverständlich werden wir die Messungen veröffentlichen. Würde ich die Ankündigung machen und dann mit dem Ergebnis hinter dem Berg halten?
Also hier schon mal der Amplitudenfrequenzgang mit dem TIW 300, gemessen mit 1 W/1m (siehe unten). Wenn eine Simulation mehr Pegel zeigt, dann könnte das daran liegen, dass dort Halbraumbedingungen vorausgesetzt werden. Wir haben wie immer im Freifeld gemessen. Der Unterschied im Bass beträgt 6 dB.
Der Subwoofer muss unbedingt ganz steil bei spätestens 80 Hz getrennt werden. Die Frequenzanteile darüber schwingen unglaublich lange nach. Das hört man schon bei der Messung. Es röhrt wie der Hirsch auf der Lichtung.
Wir wollen dieses Gehäuseprinzip noch genau untersuchen. Ohne Frontwand haben wir schon mal gemessen (ohne Abbildung). Dann hat man ja eigentlich eine TL. Der Tiefbass bei 30 Hz ist dann nicht mehr so stark. Die Frage ist, wie würde sich im Vergleich eine "hundsgemeine" BR-Box gleicher Größe verhalten (Frequenzgang, max. Schalldruck, Ausschwingverhalten)? Das werden wir auch noch untersuchen.
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