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Die Mär vom neutralen Studiomonitor.

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  • spendormania
    Registrierter Benutzer
    • 25.07.2004
    • 439

    #16
    Naja, ich sehe den Artikel eher als Werbepamphlet für KS Digital - klar, dass da die Konkurrenz eher mau abschneidet...

    Da ich selbst mal die passive Tannoy Reveal hatte, kann ich sagen, dass nichts, aber auch gar nichts an deren Qualität im gegebenen Preisrahmen heranreichte, was im Hifibereich unterwegs war.

    Gruß
    Ludger

    P.S.: Wer mal miterlebt hat, wie eine Aufnahme über einen Fernseher (!) kontrolliert und abgemischt wurde, den wundert im übrigen gar nichts mehr....

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    • VISATON
      Administrator
      • 30.09.2000
      • 4507

      #17
      Bei dem obigen Artikel vermisse ich auch objektive Messungen wie ich z.B. von dem Geithain RL 906 veröffentlicht habe.

      Übrigens, was ich vor 4 Jahren über diesen allgemein anerkannten Monitor geschrieben habe, sehe ich heute etwas kritischer. Der Hochtonbereich ist doch etwas zu unruhig. Oder wie wäre euer Kommentar zu einem Visaton-Bauvorschlag mit diesem Frequenzgang? Zum Teufel würdet ihr mich jagen!
      Admin

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      • We-Ha
        Moderator
        • 26.09.2001
        • 12248

        #18
        Wer will schon Teufel, wenn man Visaton haben kann ?
        Tipps & Tricks für alle Wastels in Wolfgangs Bastelkeller , denn wie der Schreiner kann es keiner
        Ich habe Probleme für alle Lösungen !!! .-- ....

        Kommentar

        • VISATON
          Administrator
          • 30.09.2000
          • 4507

          #19
          @ We-Ha: An den Teufel in Berlin habe ich jetzt gar nicht gedacht.

          Die "WHY" hat doch einen glatteren Frequenzgang, oder?

          Auch fabis Monitor mit Wave Guide ist wesentlich besser bei 0° und unter 30°. Oder habe ich das falsch in Erinnerung?
          Admin

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          • broesel MKII
            Registrierter Benutzer
            • 18.08.2007
            • 72

            #20
            walwal du Schlingel, dein Artikel da oben ist NÜSCHT wert! Die Einleitung dient doch bloß als Einleitung zur Reklame für den Elekrtoschmump, der ein Stückchen weiter südlich angepriesen wird. Aber ein Körnchen steckt da schon drinne: es gibt auch dumme Studioklamotten.

            Aber was du unbedingt noch wissen musst: ein guter Tonmensch mischt dir deinen Quark notfalls auf nem Kofferradio zusammen. Und zwar so, das vom Ergebnis auch deine Sonja feuchte Höschen kricht. Ein guter Tonmensch hat nämlich Erfahrung, und weiß um die Schwächen seiner Monitore.

            Und selbst wenn nicht: das was aus dem Studio kommt, ist das "Original". Und sei es noch so Kacke.

            Meine zwo Hauptnichten ( die eine ist 14, die andere wird 17; beide sind Zielgruppe ) hören ihre Musik übrigens zu 93,7% mittels Handy. Das nur mal so am Rande.

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            • AH
              AH
              Registrierter Benutzer
              • 17.01.2003
              • 586

              #21
              Übrigens, was ich vor 4 Jahren über diesen allgemein anerkannten Monitor geschrieben habe, sehe ich heute etwas kritischer. Der Hochtonbereich ist doch etwas zu unruhig. Oder wie wäre euer Kommentar zu einem Visaton-Bauvorschlag mit diesem Frequenzgang?
              Hallo,

              Lautsprecherbau ist ein Kompromiß und der Freifeld-Frequenzgang ist nur einer der zu optimierenden Parameter.

              Immerhin werden durch die Bauweise von ME Geithain destruktive Interferenzen im Übernahmebereich verhindert (wie sie für nicht-koaxiale Systeme typisch sind) und zusätzlich konnte ein vergleichsweise hohes - wenn auch durch die geringe Größe bedingt leider nur mit zunehemder Frequenz steigendes, d.h. nicht frequenzlineares - Bündelungsmaß erzielt werden.
              Daher klingt der RL 906 im A/B Vergleich mit einem frequenzlinear bündelnden Lautsprecher (in einem Raum mit frequenzlinarer RT60 von 0,25s zwischen 30Hz und 16kHz) trotz des zu hohen Frequenzen steigenden Freifeld-Frequenzgangs zu dunkel.

              Dem Amplitudenfrequenzgang oberhalb ca. 3kHz sollte man kein extrem hohes Gewicht beimessen, da dieser Bereich für die Wahrnehmung von Klangfarbe wenig bedeutend ist (jeder Besitzer eines EQ kann sich davon überzeugen).

              Ich meine: Schön ist der Freifeldfrequenzgang des RL906 bei hohen Frequenzen nicht, aber in der Summe der Eigenschaften (von destruktiven Interferenzen freies Abstrahlverhalten, vergleichsweise hohes Bündelungsmaß) ist der Lautsprecher für seine geringe Größe kein schlechter Kompromiß.
              Würde man den Freifeld-Frequenzgang linearisieren (was mit einem EQ problemlos möglich ist), wäre der Diffusfeld-Frequenzgang im Eimer, was ich als problematischer ansähe.

              Das Problem einer unstetigen, gestörten Richtcharakteristik und eines zu geringen Bündelungsmaßes (SSF-01 schreibt 8dB +/- 2dB zwischen 250 Hz und 10kHz vor) ist m.W. bei fast allen Heimlautsprechern nach meiner Beobachtung weiterhin ungelöst, während die "besseren" Anbieter von Studio-Regielautsprechern (K+H, Genelec, ME Geithain) diesem Problem wesentlich mehr Aufmerksamkeit schenken. Leider bleiben diese Produkte daher immer noch die besseren - weil raumunabhängigeren - Heimlautsprecher.

              Gruß

              Andreas

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              • Moppel
                Registrierter Benutzer
                • 21.08.2005
                • 539

                #22
                das was aus dem Studio kommt, ist das "Original". Und sei es noch so Kacke
                Das ist aber eine merkwürdige Denke. Bei Pop mag das Original ja Kacke sein und Kacke klingen, weil das Original selbst schon künstlich ist.

                Bei echter Musik, gespielt von echten Musikern an echten Instrumenten, hat der Toningenieur den Originalklang originalgetreu festuzuhalten. Das ist seine einzige "Freiheit", alles andere wäre Murks.

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                • AH
                  AH
                  Registrierter Benutzer
                  • 17.01.2003
                  • 586

                  #23
                  Bei echter Musik, gespielt von echten Musikern an echten Instrumenten, hat der Toningenieur den Originalklang originalgetreu festuzuhalten. Das ist seine einzige "Freiheit", alles andere wäre Murks.
                  Hallo,

                  nach meiner Beobachtung ist diese Erwartungshaltung falsch.

                  Im Genre "Jazz" finden sich z.B. überwiegend vollkommen unoriginale, unnatürliche Klangbilder (bedingt durch die Nahaufnahme -> Themengebiet der "Mono-Hühner"). Wie diese Aufnahmeästhetik zustandekommt, bleibt für mich ein Rätsel, denn ich habe in vielen Versuchen bisher keinen Hörer gefunden, dem das Klangbild solcher Nahaufnahmen zusagt. Es wird regelmäßig als "unnatürlich" abgelehnt, was auf eine falsche Erwartungshaltung der Hörer hinweist. Jazz-Aufnahmen wollen unnatürlich klingen, warum auch immer (da müßte man mal Tontechniker und Musiker dieses Genres befragen).

                  Aber auch im Genre "Klassik" wird ein dokumentarisches Klangbild nach meiner Beobachtung seltener angestrebt, wenngleich dies das einzige Genre ist, wo die Aufnahmen noch i.d.R. so etwas wie "Natürlichkeit" besitzen, die auf der Verwendung eines Stereo-Hauptmikrofons beruht.
                  In diesem Genre stört mich z.Zt. eher der Trend zu einer überreichlichen und m.E. musikfeindlichen und nicht genre-gerechten Verhallung (sei der Hall "natürlich", z.B. Streichquartettaufnahmen aus Kirchen oder sei der Hall aus dem Hallgerät).

                  Gruß

                  Andreas

                  Kommentar

                  • fabi
                    Registrierter Benutzer
                    • 05.01.2008
                    • 1472

                    #24
                    Hallo.
                    SSF-01 schreibt 8dB +/- 2dB zwischen 250 Hz und 10kHz vor)
                    für die doofen: Welchem Abstrahlwinkel entspricht das denn? Ist nicht auch ein wenig von Bedeutung wie das Bündelungsmaß zu Stande kommt?

                    fabi

                    Kommentar

                    • albondiga
                      Registrierter Benutzer
                      • 18.06.2004
                      • 1111

                      #25
                      Original geschrieben von Moppel
                      Bei echter Musik, gespielt von echten Musikern an echten Instrumenten, hat der Toningenieur den Originalklang originalgetreu festuzuhalten. Das ist seine einzige "Freiheit", alles andere wäre Murks.
                      Dem wäre so, wenn wir mit den Ohren hörten.
                      Tun wir aber nicht, wir hören mit dem Hirn. Eine gelungene Aufnahme ist die, die ein möglichst ähnliches Empfinden der Musik beim Zuhörer auslöst, wie die live gespielte. Und das muss bei weitem nicht die physikalisch orginalgetreueste Aufnahme sein.
                      Kerze: "Wasser soll gefährlich sein!?!". Andere Kerze: "Kannste von ausgehen!"

                      Kommentar

                      • HCW
                        HCW
                        Registrierter Benutzer
                        • 05.01.2005
                        • 1857

                        #26
                        brösel! Wann schreibst Du mal was mit paar mehr Seiten?

                        *kaufen will*:-)

                        Gruß, Christian

                        Kommentar

                        • AH
                          AH
                          Registrierter Benutzer
                          • 17.01.2003
                          • 586

                          #27
                          Hallo Fabi,

                          ein Bündelungsmaß von 8dB bedeutet einen Richtfaktor von 6,4. Unter der Annahme, daß wir einen Lautsprecher haben, der rotationssymetrisch eine Fläche in Form einer Kugelkalotte durchstrahlt und außerhalb dieses Bereichs gar keinen Schall abgibt, suchen wir den Winkel für eine Kugelkalotte, deren Fläche 1/6,4 d.h. 15,6% der Kugeloberfläche beträgt.
                          Wenn ich mich nicht verrechnet habe, ist dies ein Öffnungswinkel (Zentriwinkel) von 65°, bzw. +/- 32,5° bezogen auf eine 0°-Achse.

                          Zum Vergleich: Eine ideale Nierencharakteristik hat ein Bündelungsmaß von 3dB, entsprechend einem Richtfaktor von 2. Das würde - umgerechnet auf das obige Modell - einem idealen Halbraumstrahler mit einem Öffnungswinkel von 180° bzw. +/- 90° bezogen auf eine 0°-Achse entsprechen.
                          Ein SSF-01 konformer Lautsprecher bündelt also 3,2 fach so stark, wie eine ideale Niere.

                          Das Bündelungsmaß sagt wie der Richtfaktor natürlich nichts über die Richtcharakteristik an sich aus.
                          Beispielsweise ist der Quad ESL 63 nach meiner Erinnerung in diesem Punkt SSF-01 konform und schafft (knapp, aber immerhin) ein Bündelungsmaß von 8dB +/- 2dB zwischen 250Hz und 10kHz. Aufgrund seiner Dipolcharakteristik ist der Quad dennoch kein unproblematischer Lautsprecher, was die Wechselwirkung mit dem Raum angeht.

                          Gruß

                          Andreas

                          Kommentar

                          • Moppel
                            Registrierter Benutzer
                            • 21.08.2005
                            • 539

                            #28
                            zitat:
                            --------------------------------------------------------------------------------
                            Bei echter Musik, gespielt von echten Musikern an echten Instrumenten, hat der Toningenieur den Originalklang originalgetreu festuzuhalten. Das ist seine einzige "Freiheit", alles andere wäre Murks.
                            --------------------------------------------------------------------------------



                            Hallo,

                            nach meiner Beobachtung ist diese Erwartungshaltung falsch.
                            Hallo AH,

                            Ein Erwartungshaltung kann nie falsch sein. Sie kann nicht erfüllbar sein, meinetwegen.

                            Meiner Erwartungshaltung an eine (den Unzulänglichkeiten des Mediums) "angepaßte" Wiedergabepraxis werden manche ältere Aufnahmen, wie z.B. der Firma Mercury, durchaus gerecht. Scheinbar haben die Tonmeister seinerzeit aus dem Verfügbaren das Maximale herausgeholt (wenige Mikrofone, teilweise nur drei für ein ganzes Orchester) während heute nur das Minimale aus einem Maximum an Technik(aufwand) gewonnen wird. Irgendwie paradox, das Ganze.

                            Gruß,
                            Moppel

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                            • broesel MKII
                              Registrierter Benutzer
                              • 18.08.2007
                              • 72

                              #29
                              Original geschrieben von HCW
                              Wann
                              Wenn mich die Muse küsst. Kann dauern.

                              Aber habsch grad ne Mail von Miles Davis gekricht. Echt jetzt. Stand jedenfalls so im Absender. Er wollte wissen, ob ich Probleme mit der Potenz habe, hat mich aber sofort mit einem "ab jetzt nicht mehr" vom drüber Nachdenken befreit.

                              Ein Glück.

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                              • fabi
                                Registrierter Benutzer
                                • 05.01.2008
                                • 1472

                                #30
                                AH,

                                Wenn ich mich nicht verrechnet habe, ist dies ein Öffnungswinkel (Zentriwinkel) von 65°
                                ...wenn er aussenrum garkeinen Schall abgibt.

                                Genau das ist insbesondere noch bei 100Hz ausgeschlossen. Die seitlich abgestrahlte Energie fällt immer mehr oder weniger nach einer gaußschen Glockenkurve ab. Letztlich würde es also auf einen Abstrahlwinkel von gerade einmal 45...50° hinauslaufen.

                                Lassen wir mal Dipole, Interferenzschleudern und sonstigen Unsinn beiseite, ist es praktisch ausgeschlossen diese Forderung von 100Hz an einzuhalten. Ich kenne keine einzige Box, die ab 100Hz konstant 50° aufweist. Das schaffen nichtmal äußerst eng abstrahlende Hornsysteme:
                                http://www.seeburg.net/TSE4030_Mess.pdf


                                Versteh mich nicht falsch, aber hier wird wiedermal einem Phantom hinterhergejagt, das es unter normalen Umständen einfach nicht geben kann. Natürlich kann man jetzt irgendwelche Wandeienbauten mit Hornfortsätzen anführen oder irgendwelche DSP gesteuerten Arrays...
                                Diese Forderung aber im Zusammenhang mit Hifi-Lautsprecher immer wieder zu bringen ist doch etwas fragwürdig.

                                Es wird mir auch immer ein Rätsel bleiben, warum das Abstrahlverhalten völlig unabhänig vom Raum betrachtet wird. GERADE im Studio mit Nachhallzeiten von Nullkommasonstnochwas ist ein weiter Abstrahlwinkel vor den elends breiten Pulten von Vorteil. Ein Diffusfeld gibt es praktisch nicht.

                                --> Lautsprecher sollen irgendwie gleichmäßig bündeln. Je nach Geschmack und je nach Raum kann der Nennabstrahlwinkel und die Zunahme über die Frequenz unterschiedlich ausfallen. Auch kein Geithain und kein Genelec und kein K+H kann bei 30cm Gehäusekantenlänge 100Hz mit 50° abstrahlen. Auch die "Wunderniere" ist bei genauerer Betrachtung eher ein Werbegag als ein tatsächliches, technisches Feature.

                                fabi

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