habe gestern die Silbersand FM 501 gehört. Was neben wirklich superber Transparenz und Feinzeichnung auffiel: bei dem Teil waren die Hochtöner nicht eingefräst!
mir fällt einfach nicht mehr ein wo ich das gelesen habe:
es gab mal einen Workshop oder so, wo Altos gebaut wurden, die mit eingefrästen Chassis hatten einen leicht anderen Frequenzgang als die nicht versenkten, wurde aber bestätigt das kein Unterschied zu hören war. Vielleicht hat der Admin einen Link zu diesem Bericht?
Also ich denke dass diese Diskussion relativ unnötig ist, der Unterschied ist je nach Treiber gegeben. Bei mir selber und bei Hifi-Selbstbau habe ich nun genug Treiber gesehen die halt von Versenkungen profitiert haben und manche halt überhaupt nicht. Das ist halt immer von den verwendeten Treibern abhängig und da die Silbersand eh eckig wie ein Klotz ist...
Viel interessanter finde ich, dass bei Silbersand ja aktiv geregelte Lautsprecher gebaut wurden und anscheinend immer noch werden...sind auch teuer genug. Bei den 501ern scheint sogar der Hochtöner geregelt zu werden. Das ist wirklich interessanter als eingefräst oder nicht eingefräst.....ganz besonders da es nicht nur Silbersand sondern auch zB Quadral so macht.
bündiges Einfräsen verbessert den Amplitudenfrequenzgang bei kleinen Wellenlängen (hohe Frequenzen) meßbar. Es hängt von der Geometrie der Frontplatte ab, runde Frontplatten sind besonders ungünstig. Der Effekt dürfte aber nur schwer und im direkten Vergleich hörbar sein. Hohe Frequenzen sind für die Klangfarbe auch nicht so relevant, viel mehr der Bereich zwischen 200Hz und 3kHz.
Ich selber verzichte bei Selbstgestrickten auf´s Einfräsen der Hochtöner (verwende daher gerne KO10 mit rechteckigen Frontplatten). Wenn ich für andere Leute Boxen baue, lasse ich die Gehäuse furniert beim Tischler bauen, dann natürlich alle Chassis eingefräst (kostet nicht die Welt). Bei einem derart (über)teuren Produkt wie Silbersand würde ich das ebenfalls erwarten.
Bei Frontplatten bis 2mm wird der Unterschied nicht so gewaltig sein. zB: Dsm25ffl od. G20SC. Ab 3mm kann die Welligkeit schon gut und gerne +/- 2dB betragen. Eine Ke25Sc mit 5mm Frontplatte würde ich,wenns geht immer bündig einlassen.
Der Link, wo das ganze mal von Visaton getestet wurde, müßte noch irgendwo im Forum rumschwirren.
Es ist doch so, dass das Einfräsen von Chassis sehr wohl messbar ist. Klanglich spielt es allein betrachtet vielleicht keine so grosse Rolle. Erst die Summe der vielfältigen Einflüsse wird dann wahrnehmbar. Das ist hier alles Imho!
wie weiter oben schon erwähnt wurde, ist das Einfräsen je nach Hochtöner zu betrachten. Eine DT-25N von Monacor
profitiert durchaus davon. Jetzt hat dieser Hochtöner ein Miniwaveguide das Schlimmstes durch nicht einfräsen verhindert. Bei Kalotten die stark rundstrahlen wird das Einfräsen umso wichtiger. Bei einer KE25, die selbst unter 30° noch sehr rund abstrahlt,
ist ein Versenken der Frontplatte unbedingt von nöten.
Im HiFi-Forum gibt gerade einen Thread über fehlenden Feinschliff bei Selbstbaulautsprechern. Das Einfräsen des Hochtöners erspart in erheblichen Maße Frikeleien mit der Frequenzweiche und trägt damit zum besseren Gesamtergebnis bei. Daher zählt dieser Arbeitsschritt zum Feinschliff der nicht ausgelassen werden sollte. Nicht nötig ist es bei Bässen oder größeren Mitteltönern (IMHO).
Zum Schluss sei vielleicht noch folgendes bemerkt. Das Einfräsen macht wahrscheinlich nicht den Wahnsinnsschritt in Richtung Perfektion, aber hier ein Schritt und dort einer und dann da noch einer führen letztlich zum Ziel. Zudem müssen wir doch keine 1,50 Euro für diesen Arbeitsschritt vor der Wirtschaftsabteilung rechtfertigen.
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