Stichwort: Serienstreuung!
da Lage und Betrag des Impeadanzmaximums (Resonanzfrequenz und Güte) für zwei "gleiche" Chassis nie exakt die selben werte haben, erhält man bei reihgenschaltung einen frequenzabhängigen spannungsteiler. dies ist bei chassis deren eigenfrequenz im übertragungsbereich liegt nach möglichkeit zu vermeiden! BR-abstimmungen verhalten sich aufgrund der zwei dicht beieinander leigenden Impedanzpeaks kritischer als geschlossene.
gruß
Che
Alle Datenpakete sind gleich,
aber manche sind gleicher.
wobei man aber 4 ohm chassis in meinen augen nicht sinnvoll parallel schalten kann
mit den unter 2 ohm impedanz hat doch so ziemlich jeder verstärker schwer zu kämpfen
was sich bei reihenschaltung von leicht unterschiedlichen chassis verändert, kann man schön in boxsim simulieren, mit der vielzahl an kleinen breitbändern aus dem visaton programm, z.b. mit frs8 und f8sc
Die Chance ohne Tippschein im Lotto zu gewinnen ist fast genauso hoch wie mit Tippschein.
leider kann Boxsim keine Serienstreuung simulieren..
Bei zwei identischen TMTs sähe es so aus:
Parallel:
Reihe:
Bei Reihenschaltung ist die Impedanzspitze ja tierisch nach oben geschossen, weniger Dämpfung also und die Basswiedergabe ist wahrscheinlich verändert.
Mit weniger Dämpfung hat das nichts zu tun. Setzt man voraus, dass die Chassis 100% identisch sind und auch identisch eingebaut sind (gleiches Volumen, ggf. gleiche Abstimmfrequenz), dann ist das Übertragungsverhalten auch 100% identisch, außer, dass es bei Parallelschaltung 6 dB mehr Pegel pro Spannung gibt, was aber mit 4-facher Stromaufnahme bezahlt werden muss. Der Wirkungsgrad ist nun mal gleich. Unterstellt man einen nicht idealen Verstärker bzw. berücksicht den Kabelwiderstand, dann hat die Parallelschaltung die schlechtere Dämpfung, weil der Vorwiderstand bei der niedrigeren Impedanz wesentlich viermal so stark wirkt.
Meine persönliche Meinung ist: Die "Sünde" zwei vermeintlich identische Chassis (in gleichen Gehäusen!) in Reihe zu schalten ist keinesfalls größer als die, die beiden in ein gemeinsames Gehäuse zu stecken. In beiden Fällen können Toleranzen der Chassis jedoch bewirken, dass frequenzabhängig sich die Last unter den Chassis unterschiedlich aufteilt. BR-Systeme sind hier etwas anfälliger als geschlossene Konstrukte, am anfälligsten jedoch nicht gegen unterschiedliche Chassisparameter, sondern gegen unterschiedliche Abstimmfrequenz.
Boxsim ... wenn Lautsprechersimulation gelingen soll.
@ Uwe ....bei Parallelschaltung wird es 6dB lauter, aber man braucht doch nur die doppelte Leistung, also auch Strom
3dB durch die doppelte Membran und 3dB durch die Halbierung der Impedanz ?!? .....
übliche Verstärker sind als Spannungsquelle gebaut, d.h. die Ausgangsspannung folgt der Eingangsspannung und sie liefert so viel Strom an die Last, wie die Last anfordert.
Lautsprecher dagegen sind Stromwandler, d.h. Ihr Ausgangssignal folgt dem Eingangsstrom und der Strom hängt von dem Widerstandsverlauf des LS ab.
Weiterhin gilt: Die Summe aller Ströme an einem Knotenpunkt ist Null, oder anders: Die Summe des hineinfliessenden Stromes ist genau gleich der Summe der herausfließenden Ströme. Iges fließt z.B. in den Knotenpunkt hinein und I1 und I2 fliessen dann heraus.
Betrachtet man in dem anhängenden Bild den Knotenpunkt Verstärker/LS1/LS2 bei der Parallelschaltung, dann sieht man, daß die beiden LS praktisch unabhängig voneinander sind, weil jeder LS vom Verstärker den Strom bekommt, den er verlangt. Die Ströme teilen sich automatisch und richtig auf die beiden LS auf. Der Gesamtstrom ist logischerweise bei gleichen Widerstandswerten der LS doppelt so hoch und nicht -hoppala- 4 mal
Bei der seriellen Verschaltung dagegen gibt es keinen Knoten, an dem sich der Strom aufteilen kann. Der Gesamtstrom Iges ist also genauso groß wie der Strom in LS3, wie in LS4. Bei identischen Widerstandsverläufen wäre dann der Gesamtstrom exakt halb so groß wie ein einzelner LS es verlangte (da der Widerstand der beiden LS zusammen exakt doppelt so groß wäre). Die beiden LS sind also elektrisch miteinander verkoppelt und wenn nicht beide in ihrem Widerstandsverlauf identisch sind bekommt der Stromverlauf einen anderen Verlauf und ist nicht mehr exakt die Hälfte dessen, was ein einzelner Treiber verlangte.
Daher ist es üblich die LS parallel zu schalten (wenn dadurch der Widerstandswert nicht zu niedrig für den Verstärker wird), weil sich die LS dadurch nicht beeinflussen.
@doctrin: Im Vergleich Paralllschlatung zu einem Einzelchassis hättest du recht. Ich verglich aber Parallelschaltung mit Serienschaltung. In diesem Vergleich nimmt die Parallelschaltung bei gleicher Spannung den vierfachen Strom.
Ein Serienwiderstand erhöht Qts(c). ... Ein Chassis ist ein Serienwiderstand eines Chassis.
Das ist so erstmal missverständlich. Qtc wird durch Reihenschaltung zweier identischer Chassis nicht erhöht. Wenn man einen ohmschen Widerstand in Reihe schalten würde, dann würde Qtc erhöht.
Boxsim ... wenn Lautsprechersimulation gelingen soll.
Das ist so erstmal missverständlich. Qtc wird durch Reihenschaltung zweier identischer Chassis nicht erhöht. Wenn man einen ohmschen Widerstand in Reihe schalten würde, dann würde Qtc erhöht.
susie q:
Ein Serienwiderstand erhöht Qts(c).
Serienschaltung:
Ein Chassis ist ein Serienwiderstand eines Chassis ...
Ja und was soll daran gut sein? Betrachte ich jedes Chassis einmal für sich selbst, dann ensteht bei Reihenschaltung durch die Schwingspule des jeweils anderen Chassis quasi ein 6-db Filter, oder?
Weshalb sind dann aber die simulierten Frequenzgänge (Chassis alleine vs. Chassis Reihe) gleich?
Außerdem: Die Impedansspitzen be Fo sind nicht linear "passend" Bei einem Chassis habe ich die Spitze bei 83 Ohm, bei parallel 2 Stück 110 Ohm, bei Reihe 2 Stück 65 Ohm.
Also ENT-dämpft Reihe und Parallel BE-dämpft ??
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