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Alt 01.08.2020, 13:57   #1
-mannimmond
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Gute Wiedergabekette für LaBelle Stereo

Hallo zusammen,

jetzt mach ich damit hier doch noch einen Thread auf. Ich betreibe meine beiden LaBell im Arbeitszimmer zum Musik hören. Wichtig ist mir nicht nur viel Pegel, sondern es soll auch sauber und gut sein. Besonders empfindlich bin ich bei der Stimmwiedergabe.

Aktuell besteht die Wiedergabekette aus einem Yamaha RX-V1067, der über ein kleines Yamaha Mischpult (eigentlich nur zur Pegelwandlung RCA->XLR) an einer Yamaha PA Endstufe P3500S die LaBelle befeuert. Auf dem Weg hab ich derzeit Zugriff auf alle möglichen Quellen. Wirklich zufrieden bin ich mit dem Setup nicht. Der Pegel reicht gerade so aus, wenn die Quelle ein DVD Player über HDM ist, bei USB und erst recht analogen Quellgeräten oder gar dem Tuner (na gut - die Qualität lässt zu wünschen übrig) reicht er nicht. Ich rede dabei von dem Punkt, an dem die Endstufe Clipping signalisiert, ich gehe daher davon aus, dass der AVR nicht wirklich in der Lage ist, die Endstufe auszusteuern. Dafür ist mir das Grundrauschen auch etwas zu hoch, wenn die Endstufe um weniger als ca 6db abgesenkt ist (sie hat Pegelregler) Ausserdem hätte ich gerne bessere Netzwerk Mediaplayer Fähigkeiten. Wir nutzen ansonsten MusicCast von Yamaha (muss hier nicht zwingend verwendet werden).

Soo... doch jetzt was tun? Geld für eine eierlegende Wollmilchsau von der HiFi Akademie wäre zwar prinzipiell loszueisen, lieber wäre mir allerdings, wenn es nicht so teuer wird.

So stellt sich mal grundsätzlich die Frage - gewinne ich nennenswert Qualität oder Pegel, wenn ich die Endstufe ersetze? Rein von den Leistungsdaten her scheint mir die HiFi Akademie P6 400w Endstufe hier keinen wirklichen Vorteil gegenüber der Yamaha zu bringen.

Und danach die Preisfrage - was mache ich mit der restlichen Kette? Ich denke das Mischpult muss weg - ich brauch etwas mit Vorverstärker und symetrischen XLR Ausgängen. In Frage käme ntürlich ein DAC mit passenden Ausgängen. AV Reciever haben leider nur selten XLR Ausgänge, und wenn sind es die Geräte am oberen Ende der Skala. Netzwerkplayer mit DAC und XLR wären hier natürlich die All in one Lösung, sind aber nach spätestens 10 Jahren völlig veraltet, so dass man den DAC dann völlig unnötig entsorgt. Ich denke daher, getrennte (oder modular aufgebaute) Geräte wären sinnvoll.

Ideal wäre natürlich ein HDMI Eingang am DAC, doch dafür müsste es vermutlich doch ein AVR sein.

Ich schweife ab - ich dreh mich im Kreis. Was meint ihr? Welche Kiste ist sinnvoll und geeignet?

Ein Stram5 oder Stream6 von HiFi Akademie würde glaube ich alle Anforderungen erfüllen, doch für das Geld würde ich mir eigentlich lieber noch ein paar LaBelle, oder eventuell doch noch ein Paar Havofast von Quint kaufen...

Dank euch
-mannimmond ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.08.2020, 14:14   #2
Whoofmax
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Hi, meine Holzhammervariante für die leistungshungrigen Belles:

Raus mit den Passivweichen und rein damit

https://www.soundimports.eu/de/hypex-fa503.html

Hoffe ich werd jetzt nicht gesteinigt, ohne zu Messen sicher nicht ideal.

Bei der Preis/Leistungsrechnung exzellent wenn man jetzt den Preis der standart Weichen noch abzieht nahezu unschlagbar...
__________________
2 legit 2 quit
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Alt 02.08.2020, 16:34   #3
kboe
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Zitat:
Zitat von -mannimmond Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,
Der Pegel reicht gerade so aus........... reicht er nicht. Ich rede dabei von dem Punkt, an dem die Endstufe Clipping signalisiert,
Also wenn du mich fragst, ist die Endstufe voll ausgesteuert, wenn sie Clipping anzeigt. Punkt.
Zitat:

ich gehe daher davon aus, dass der AVR nicht wirklich in der Lage ist, die Endstufe auszusteuern.
Siehe oben....
Zitat:

Dafür ist mir das Grundrauschen auch etwas zu hoch, wenn die Endstufe um weniger als ca 6db abgesenkt ist (sie hat Pegelregler)
Also wenn du mich fragst, hast du hier 2 Probleme:

Du schaffst es tatsächlich, deine Endstufe ins Clipping zu treiben. Damit ist sie ganz einfach zu schwach!
Und sie scheint dir auch zu viel zu rauschen.
Meiner bescheidenen Meinung nach brauchst du eine stärkere ( ich würde unbedingt zur 10-fachen! Leistung raten ) und weniger rauschende Endstufe.
So einfach ist das ( und ebenso kompliziert )

Kleines Rechenbeispiel:
Die Belle ist ein 4 Ohm Lautsprecher und liefert bei 2,83 V 80 dB Schalldruck.
Mit 450 W an 4 Ohm schaffst du 104 dB, dann clippt dein Amp.
104 dB sind jetzt nicht unbedingt nix, aber da du deinen Amp ins Clippen bringst, scheint dir das zu wenig zu sein. ( was ich verstehen kann! )
Wenn du jetzt eine halbwegs komfortable Reserve von weiteren 10 dB haben möchtest ( wäre vernünftig ), brauchst du halt 4500 W an 4 Ohm. Das hält die Belle wohl nur Sekundenbruchteile lang aus, wäre aber aus rein technischer Sicht die richtige Herangehensweise.

Und nun das dicke Ende :
Ein Leisesprecher wie die Belle wird deine Pegelansprüche auf Dauer wahrscheinlich nicht befriedigen können! Bau dir was, mit mindestens 90 dB / 2,83 V und du kommst mit deinen vorhandenen 450 W schon bis 114 dB. Und 114 dB sind schon eine ganz andere Hausnummer!
Meine übliche Empfehlung: Atlas compact!

Das ganze andere von dir beschriebene Gedöns macht erst dann Sinn, wenn du dein Pegelproblem gelöst hast!!

Gruß
Bernhard
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Alt 02.08.2020, 19:51   #4
mechanic
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Zitat:
Zitat von kboe Beitrag anzeigen
Das hält die Belle wohl nur Sekundenbruchteile lang aus, wäre aber aus rein technischer Sicht die richtige Herangehensweise.
Beruflich entwickelst du hoffentlich keine Flugzeuge, AKW´s, Herzschrittmacher o.ä.
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Gruß Klaus
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Alt 02.08.2020, 20:36   #5
kboe
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Was würdest du empfehlen?
Selbstverständlich wird der TE sein Pegelproblem nur über empfindlichere Boxen dauerhaft lösen können.
Aber um das darzustellen, wird man wohl ein Rechenbeispiel mit den dazugehörigen Konsequenzen bringen können?
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Alt 02.08.2020, 22:50   #6
mechanic
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Sachlich hast du ja völlig recht - nur der Ansatz: "... ist halt alles verbrannt, aber richtig war die Vorgehensweise aus technischer Sicht schon ..." macht etwas Angst

Die Belle passt richtig gut für Heimkino mit vier Stück, Querbelle, diversen CR´s und idealerweise noch´n Paar Luftverschiebern, das ganze an einem Rack mit fetten Endstufen - die Masse machts
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Gruß Klaus
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Alt 02.08.2020, 23:35   #7
ubix
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Beiträge: 2.397
Ich sage da nur,

1-2 Stück https://www.visaton.de/de/produkte/h...xen/sub-pa-240

Sowie 2x https://www.visaton.de/de/produkte/h...boxen/pa-110-h

Elektronische Weiche oder DSP .
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Mit Freundlichem Gruß,

Ubix
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Spielt der Bass zu tief, kommt der Nachbar und droht mit Krieg.
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Alt 02.08.2020, 23:37   #8
ubix
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Zitat:
Zitat von mechanic Beitrag anzeigen
Beruflich entwickelst du hoffentlich keine Flugzeuge, AKW´s, Herzschrittmacher o.ä.
Man muss auch mal an`s Limit gehen können
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Mit Freundlichem Gruß,

Ubix
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Spielt der Bass zu tief, kommt der Nachbar und droht mit Krieg.
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Alt 02.08.2020, 23:42   #9
kboe
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Ich hab mich mit den Belles jetzt nicht so intensiv auseinandergesetzt.
Aber es müsste doch möglich sein, aus 2 TIW 200 parallel mehr als 80 dB Empfindlichkeit rauszuholen?
Der B200 und die KE sind da sicherlich nicht der limitierende Faktor. Obwohl ich dem B200 auch nicht gerade berauschenden Maximalpegel zutraue.
Müsste man mal simulieren und dann eine neue Box draus konstruieren. Dann isses halt keine Belle mehr.....
Oder man lebt mit dem gebotenen Maximalpegel.
Sicher nicht die beste aller Möglichkeiten

Mir gings halt hauptsächlich darum, dem TE zu veranschaulichen, dass ICH an seiner Stelle auf keinen Fall in irgendwelche abgehobene Elektronik investieren würde, solange das Hauptproblem des mangelnden Maximalpegels ( zumindest interpretiere ich seinen Eröffnungspost in diese Richtung ) nicht gelöst ist.
Da 4,5 kW nicht wirklich gangbar erscheinen, müsste man sich ebend über empfindlichere LS ernsthaft (!) Gedanken machen.

Problemlose 110 dB schaffen ohnehin nur wenige HiFi Lautsprecher.
Ich treib ja meine Atlas compact auch hin und wieder an ihre Grenzen und denke genau dann über was Pegelfesteres nach. Nicht oft, aber doch..
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Alt 03.08.2020, 15:56   #10
Tosti
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Hi,

dann nimm' doch die P7000S, die hat genügend Dampf und schiebt auch mächtig im Bass. Und man kann ja auch unsymmetrisch rein gehen, d.h. den Yamaha Musiccast-Player direkt anschließen. Das sollte vom Dampf reichen!

(Ich hatte/habe die P7000S und P2500S, die rauschen echt von sich aus, wenn man den Regler an der Endstufe ganz aufdreht. Ziemlich un-"professionell" )

Schönen Gruß

Tosti
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Endlich !!! wieder im Wohnzimmer: The Final Mein Voxkino Eckhörnchen 4x Studio1 CB als Surrounds
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Alt 03.08.2020, 21:14   #11
laguna 0294
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Ich muss immer etwas schmunzeln,wenn ich hier wieder die hohen Wattzahlen
lese,mit denen hier rumgeworfen wird.Ich hab nur 2 mal 75 Watt und fahre
diese selten aus an meinen umgebauten Voxen .Bei voll aufgedrehtem Volume
regler hab ich gefühlte Discotheken Pegel,das kann ich nur kurz hören,sonst
hab ich Angst um mein Gehör.
Die Belle hab ich bei Visaton schon öfter gehört unter normalen Bedingungen.
Klang war ok,aber das geht auch mit weniger Aufwand,die Weiche frisst natürlich
viel Leistung.
Visaton gibt die Belastung mit 200 Watt Sinus an,was braucht man da noch
stärkere Endstufen mit 400 oder noch mehr Leistung?
Viel Erfolg beim Suchen nach den richtigen Boxen.
Gruß
laguna 0294 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.08.2020, 12:02   #12
FLIP
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Beiträge: 50
Ich kann da leider gar nicht schmunzeln
Ich habe ja das selbe Problem schon mal in einem anderen Thread besprochen. Bei mir gibt es allerdings beim Hören von Musik gar keine Probleme.
Da die Belle aber von Visaton klar als Heimkinosystem angepriesen wird, war es schon verblüffend, wie schnell die Kette trotz Befeuerung mit 2X250W von Hifiakademie im Tiefton an die Grenze stößt. Nachvollziehbare Lösung ist die Unterstützung durch wirklich potente Subs nach unten.

Frage an den Thread Ersteller: Ist das ein generelles Problem, oder hast Du bestimmte Stücke, bie denen Du besonders unzufrieden bist?
FLIP ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.08.2020, 14:15   #13
walwal
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Beiträge: 24.541
Zu einem Heimkino gehört immer (mindestens) ein aktiver Sub.
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Alt 04.08.2020, 16:11   #14
yoogie
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Ort: Solingen
Beiträge: 5.125
Am besten richtig groß...
__________________
Viele Grüße aus dem Bergischen Land
Jörg

Ab jetzt auch wieder Yamaha, ohne Kickstarter und breitem Lenker
yoogie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.08.2020, 22:00   #15
kboe
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@ laguna 0294:
Der TE schrob doch schon im Eröffnungspost, dass der Pegel grade so nicht reicht. Und er seine Endstufe bis ins Clipping treibt.
Seine Endstufe bringt lt. Datenblatt im www 2*450 W an 4 Ohm.
Bei Yamaha würd ich mal davon ausgehen, dass die die Prospektdaten auch einhält.
Von daher stimmt meine Rechnung doch.
Rechnen wir nicht mit 114 dB sondern mit 110, dann sind dafür immer noch 2 kW nötig.
Da beisst die Maus keinen Faden ab.

Hätten die LS eine Empfindlichkeit von 90 dB, würden 200 W reichen.

Aber ich glaub, ich hab den TE eh schon nachhaltig vergrault.....

Gruß
Bernhard
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