Alt 14.07.2020, 10:11   #1
We-Ha
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Audiokassetten digitalisieren

Hallo Leuts,
ich benötige mal euer Schwarmwissen.

Ich habe "alte selfmade-Musik Kassetten" wieder gefunden.
Da die mittlerweile schon 35 Jahre alt sind, möchte ich die digitalisieren.
Kann mir da jemand eine Vorgehensweise erläutern, die praktikabel ist ?

Ich habe noch ein Kassettenplayer mit entsprechendem Verstärker-Zugang (Amp-out).
Am PC/Laptop ist ein MIC in. Ich denke, dass der Level zu stark dafür sein wird.
Welche Möglichkeit gibt es da ohne groß einen Spannungsteiler oder ähnliches aufzubauen ?
Kann ich am PC den Input wählen ?

Gibt es Software, die die Spielpausen erkennt und die einzelnen Stücke separiert, oder ist Handarbeit angesagt ?
Wenn es so etwas nicht geben sollte, welche Audiosoft wäre geeignet ?

Wird eigentlich immer noch nach MPEG "reduziert", oder was ist Stand der Technik ?
Und wenn ja, welch Bitrate wäre die effektivste zwischen "Platz sparen und Wiedergabequalität" ?

Danke schon einmal für die Hilfe.
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Alt 14.07.2020, 10:55   #2
mechanic
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Leider ist bei den meisten mobilen PC´s der Line-Eingang mittlerweile weg-rationalisiert. Ich würde dieses Teil nehmen (ELV-Zeugs funktioniert i.d.R. ), da ist auch die Pausen-Erkennung mit drin.

https://de.elv.com/elv-audio-digital...?fs=2740127939

Die MP3-Dateien (hohe Qualität wählen) kannst du dann per Software konvertieren, ich verwende das Rip- und Konvertierungsprogramm "CD goes MP3".
__________________
Gruß Klaus
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Alt 14.07.2020, 10:57   #3
yoogie
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Am besten wäre natürlich ein "Line In" Eingang an der Soundkarte. Normale Rechner haben das, Notebook nur manchmal.
Audacity ist eine Audiosoftware, dazu free.
https://www.audacity.de
Nachteil bleibt natürlich überspielen in echtzeit.

Die Aufnahmen kann man natürlich als Wave behalten oder in MP3 umwandeln, da gibt es variable Bitrate, das ist ein guter Kompromiss zuwischen Qualität und Speicherplatz.
Unter 128 bit sollte man bei fester Bitrate nie gehen, bis 320 hoch geht es allerdings auch.
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Viele Grüße aus dem Bergischen Land
Jörg

Ab jetzt auch wieder Yamaha, ohne Kickstarter und breitem Lenker
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Alt 14.07.2020, 12:13   #4
We-Ha
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Zitat:
Zitat von mechanic Beitrag anzeigen
Leider ist bei den meisten mobilen PC´s der Line-Eingang mittlerweile weg-rationalisiert. Ich würde dieses Teil nehmen (ELV-Zeugs funktioniert i.d.R. ), da ist auch die Pausen-Erkennung mit drin.

https://de.elv.com/elv-audio-digital...?fs=2740127939
Jau, TNX.
Habe mir das Teil mal bestellt, wenn es das macht, was beschrieben ist, ist es im Prinzip ja genau das, was ich suchte.
Ich habe nämlich nicht so wirklich Lust, mir 5 Std+ Musik anzuhören und entsprechend Start und Stopp zu drücken.
Wäre ja so wie früher am Radio !
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Alt 14.07.2020, 12:15   #5
Chaomaniac
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Ich würde auch Audacity empfehlen. Damit kann man auch stark verrauschte Aufnahmen etwas "säubern".
Ein Tutorial gibt es hier:
https://www.tutonaut.de/anleitung-sc...l-1-schneiden/
Abweichend vom dort erwähnten Kompressionslevel für den FLAC-Export von 8 würde ich aber die standardmäßigen 5 eingestellt lassen. 8 erhöht nur den Rechenaufwand massiv, ohne die Dateien wirklich merkbar kleiner zu bekommen. Für Archivierungszwecke ist FLAC sehr gut geeignet. Der Codec arbeitet verlustfrei, ist freie Software (also zukunftssicher), bietet durchaus einige Speicherplatzersparnis im Vergelich zu unkomprimierten Wav-Dateien und lässt sich im Gegensatz zu diesen auch taggen.
Als "Nutzdateien" für die Wiedergabe nehme ich als Fan von freien Standards immer das Format Ogg-Vorbis. Aber das liest wieder nicht jedes Gerät. Die Industrie hat irgendwas gegen freie Standards…
__________________
Gaaaanz viel Zeug zu verkaufen...
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Alt 16.07.2020, 16:51   #6
We-Ha
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So, das Teil ist da und im Test. So wie es ausschaut, macht es tatsächlich genau dass, was beschrieben ist !

Audacity nehme ich dann zum Beschneiden der Start- und Endsequenzen.

Also Danke nochmal.
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Alt 16.07.2020, 20:23   #7
ubix
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Zitat:
Zitat von mechanic Beitrag anzeigen
Leider ist bei den meisten mobilen PC´s der Line-Eingang mittlerweile weg-rationalisiert. Ich würde dieses Teil nehmen (ELV-Zeugs funktioniert i.d.R. ), da ist auch die Pausen-Erkennung mit drin.

https://de.elv.com/elv-audio-digital...?fs=2740127939

Die MP3-Dateien (hohe Qualität wählen) kannst du dann per Software konvertieren, ich verwende das Rip- und Konvertierungsprogramm "CD goes MP3".
Das Gerät von ELV ist im Prinzip nicht schlecht, hat aber nur eine feste Bitrate MP3 128kb. Eine nachträgliche Konvertierung in höherwertige Bitraten funktioniert nicht. Funktioniert schon, ergibt aber keine höhere Wiedergabequalität.
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Mit Freundlichem Gruß,

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Alt 16.07.2020, 20:39   #8
ubix
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Ich wundere mich jetzt etwas, das am PC/Laptop, was von beiden? kein Lineeingang ist.

Wenn Dir die Kasetten musikalisch am Herz liegen, und es hochwertige Aufnahmen sind, würde ich in einer externen Soundkarte investieren. Wenn Du sie einfach nur retten willst, geht es auch mit den bis jetzt genannten Vorschlägen.

Ich persönlich hatte mir das Magix SOUND FORGE Audio Cleaning Lab 2 Programm gekauft, die älteren Versionen hatten noch Hardware dabei, mit RIAA Verstärker etc, zum Aufnehmen am PC etc. Haben Sie wohl eingespart
Gibt`s übrigens auch als Testversion
https://www.magix.com/de/musik/sound...-cleaning-lab/

Die Bedienung ist Anfangs nicht ganz einfach , aber auch nicht so schwer, wie es in der Werbung erst einmal aussieht.
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Alt 16.07.2020, 22:06   #9
mechanic
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Zitat:
Zitat von ubix Beitrag anzeigen
Das Gerät von ELV ist im Prinzip nicht schlecht, hat aber nur eine feste Bitrate MP3 128kb. Eine nachträgliche Konvertierung in höherwertige Bitraten funktioniert nicht. Funktioniert schon, ergibt aber keine höhere Wiedergabequalität.
Wir reden von AUDIO-CASSETTE! Das war MP3-Qualität mit Rauschen bevor MP3 erfunden wurde! Schallplatten auf einem guten Spieler würde ich nicht als MP3 aufnehmen ...
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Gruß Klaus
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Alt 16.07.2020, 23:59   #10
ubix
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Zitat:
Zitat von mechanic Beitrag anzeigen
Wir reden von AUDIO-CASSETTE! Das war MP3-Qualität mit Rauschen bevor MP3 erfunden wurde! Schallplatten auf einem guten Spieler würde ich nicht als MP3 aufnehmen ...
Es waren durchaus sehr hochwertige Aufnahmen auf Audio-Kasetten möglich mit entsprechenden Geräten. Z.B. https://www.studerundrevox.de/revox/...ie/revox-b215/

Wog mal eben 10kg, dafür 30-18000 Hz +2/-3db
War aber auch nicht ganz billig.

Oder das Nakimichi 1000 ZXL , wobei ich das vom äußeren gar nicht mal so schön finde.
https://www.hifi-wiki.de/index.php/Nakamichi_1000_ZXL

Das sind natürlich eher Extrembeispiele, aber MP3 mit 128kb hat, außer das es nicht rauscht, auch seine kleinen Macken. Technisch hochwertige Bandaufnahmen würde ich mit 256KB oder auch 320KB /sek. oder besser einem noch höherwertigem Audioformat aufnehmen. Der Speicherbedarf dafür dürfte ja eher eine untergeordnete Rolle spielen. Und man hat das bestmögliche aus seinen alten Aufnahmen rausgeholt.
Natürlich sollte der Tonkopf vor der Aufnahme immer sauber sein.
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Alt 17.07.2020, 04:32   #11
ubix
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Es ist nicht einfach, aber ich bin auch recht müde.

http://mp3ornot.com/
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Alt 17.07.2020, 06:33   #12
Mikee
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Zitat:
Zitat von ubix Beitrag anzeigen
Es waren durchaus sehr hochwertige Aufnahmen auf Audio-Kasetten möglich mit entsprechenden Geräten. Z.B. https://www.studerundrevox.de/revox/...ie/revox-b215/

Wog mal eben 10kg, dafür 30-18000 Hz +2/-3db
War aber auch nicht ganz billig.
Hallo,

wobei diese Werte allein ja noch nicht mal gut sind. Da ging deutlich mehr, z.B. mein altes Denon DRM-24HX.
Mit Chromband gemessen wurden locker 20kHz erreicht und nach unten ging es bis 8Hz bei +0dB/-3dB.
Die Mechanik war unverwüstlich. Und ich habe meine Geräte gequält.

Mikee
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Alt 17.07.2020, 14:15   #13
We-Ha
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Zitat:
Zitat von mechanic Beitrag anzeigen
Wir reden von AUDIO-CASSETTE! Das war MP3-Qualität mit Rauschen bevor MP3 erfunden wurde![...] ...
Genauso, sieht es aus ...
Ihr könnt auch ruhig weiter diskutieren, es ändert nichts daran, dass die alten Kassetten schon durchgelaufen sind.
Die Aufnahmen sind von 1985 und Kopien eines 4Kanal-Tonband Mitschnittes, ich bin froh, dass die sich überhaupt noch spielen lassen (nach 35 Jahren).
Und die damalige Mitschnitt-Technik (life on Stage) ist auf keinen Fall mit der heutigen zu vergleichen.
Kabel vom Mixer (Voices, Keyboards, Sax) ins Tonband, Drums und Baß sowie Gitarre kamen "irgendwie" mit drauf, fertig.
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Alt 18.07.2020, 03:30   #14
ubix
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Zitat:
Zitat von We-Ha Beitrag anzeigen
Genauso, sieht es aus ...
Ihr könnt auch ruhig weiter diskutieren, es ändert nichts daran, dass die alten Kassetten schon durchgelaufen sind.
Die Aufnahmen sind von 1985 und Kopien eines 4Kanal-Tonband Mitschnittes, ich bin froh, dass die sich überhaupt noch spielen lassen (nach 35 Jahren).
Und die damalige Mitschnitt-Technik (life on Stage) ist auf keinen Fall mit der heutigen zu vergleichen.
Kabel vom Mixer (Voices, Keyboards, Sax) ins Tonband, Drums und Baß sowie Gitarre kamen "irgendwie" mit drauf, fertig.
Ok, ich hatte noch alte Studioaufnahmen, die allerdings auch nicht mehr so berauschend waren, nur gerade deswegen wollte ich sie nicht noch schlechter machen, als sie schon waren. Bzw. sie technisch auch ein bißchen bearbeiten. Gerade, wenn man sie später noch auf CD, etc. brennen will, gibt es dann noch mehr Verluste. Unsere ganz alten Aufnahmen unserer Band geschahen immer mit 2 Mikros, die dann eben "alles" aufnahmen. Obwohl dies auch nicht so ganz schlecht war.
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Alt 18.07.2020, 04:04   #15
ubix
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Zitat:
Zitat von Mikee Beitrag anzeigen
Hallo,

wobei diese Werte allein ja noch nicht mal gut sind. Da ging deutlich mehr, z.B. mein altes Denon DRM-24HX.
Mit Chromband gemessen wurden locker 20kHz erreicht und nach unten ging es bis 8Hz bei +0dB/-3dB.
Die Mechanik war unverwüstlich. Und ich habe meine Geräte gequält.

Mikee
Auch kein schlechtes Gerät, ich habe auch noch ein Kassettendeck, ein Onkyo TA 2940 HX Pro. https://www.hifi-wiki.de/index.php/Onkyo_TA-2940

Allerdings steht bei Deinem Gerät in der HiFi Wiki 25-20000 Hz mit Metalbandkassete. https://www.hifi-wiki.de/index.php/Denon_DR-M_24_HX

Meintest Du vielleicht 18 Hz anstatt 8 Hz ?
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