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Warnung: niemals Schaumstoff, der nicht brandhemmend ist, für Innenräume!

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  • walwal
    Registrierter Benutzer
    • 08.01.2003
    • 28689

    Warnung: niemals Schaumstoff, der nicht brandhemmend ist, für Innenräume!

    Aus gegebenem, sehr traurigen Anlass:

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: brand.jpg
Ansichten: 228
Größe: 151,7 KB
ID: 733666
    „Audiophile verwenden ihre Geräte nicht, um Ihre Musik zu hören. Audiophile verwenden Ihre Musik, um ihre Geräte zu hören.“

    Alan Parsons
  • Opelfreak
    Registrierter Benutzer
    • 10.01.2010
    • 442

    #2
    Genau das Gleiche habe ich auch gedacht als ich dieses Bild gesehen habe.
    Mit Basotect wäre das nicht passiert.

    Kommentar

    • kboe
      Registrierter Benutzer
      • 28.09.2003
      • 1912

      #3
      Es gibt durchaus schwer entflammbare bzw. brandhemmende Schaumstoffe. Die gibts halt nicht geschenkt.
      Mir kommt kein HiRes in die Anlage. Ich brauch meine Hochtöner noch länger.

      Kommentar

      • walwal
        Registrierter Benutzer
        • 08.01.2003
        • 28689

        #4
        OK. Geändert

        Warnung: niemals Schaumstoff, der nicht brandhemmend ist, für Innenräume!
        „Audiophile verwenden ihre Geräte nicht, um Ihre Musik zu hören. Audiophile verwenden Ihre Musik, um ihre Geräte zu hören.“

        Alan Parsons

        Kommentar

        • kboe
          Registrierter Benutzer
          • 28.09.2003
          • 1912

          #5
          Das war jetzt nicht besserwisserisch gemeint.
          Ich hab mal für meinen Arbeitgeber Schaumstoff bestellt. Da gibts verschiedenste Brandklassen.
          Da das damals für Wärmedämmung gedacht war, hab ich aber auf akustische Eigenschaften nicht geachtet, so sie denn überhaupt angegeben waren.
          Mit Basotect macht man sicher nix verkehrt. Und ob man mit anderen Materialien im Endeffekt ein paar € sparen kann?
          Mir kommt kein HiRes in die Anlage. Ich brauch meine Hochtöner noch länger.

          Kommentar

          • walwal
            Registrierter Benutzer
            • 08.01.2003
            • 28689

            #6
            Ist schon ok, habe das nicht als besserwisserisch empfunden.
            „Audiophile verwenden ihre Geräte nicht, um Ihre Musik zu hören. Audiophile verwenden Ihre Musik, um ihre Geräte zu hören.“

            Alan Parsons

            Kommentar

            • OldSchool
              Registrierter Benutzer
              • 13.08.2016
              • 14

              #7
              Guten n'Abend,

              Aufgrund der Tragödie in der Schweiz (Bild von walwal) eine kleine Zusammenfassung, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat und auch nicht rechtsverbindlichen ist, noch den Anspruch auf Richtigkeit hat.

              Es sollen Wirkprinzipien aufgezeigt werden und Beispiele aus dem täglichen Leben, die jeder kennt, dessen sich aber viele nicht bewußt sind. Ist man zu Haus mit Familie und es brennt, geht man raus. Wenn aber zu Haus eine Party im EG einschließlich Keller und im Garten statt findet, mit mehr als 30-80 Personen, sieht es sofort ganz anders aus.

              Vielleicht regt es den einen oder anderen ja an, Dinge zu verbessern oder Setups zu prüfen oder mal einfach tiefer in die Materie einzusteigen. Da man mit Visaton auch PA-Anlagen bauen kann, auch etwas zu Party-Keller oder Scheune.


              1.) Brände entstehen durch Zündquellen (Energie), die genügend Energie für einen Brand zur Verfügung stellen (Kombination: Flamm-Temperatur und Einwirk-Zeit) wie:

              - offenes Feuer (Zündquellen wie Kerzen, Feuerzeuge, Innen-Glas-Ethanol-Kamine, Holz-Kamin mit Funkenschlag, Feuerzangenbowle, Fondue mit Spiritusbrenner, etc.)
              - elektrische Kurzschlüsse (Mehrfachsteckdosen, Hausinstallation selbst, Heizstab ohne Wasser, Toaster, Roaster, Elektro-Grill, Heizlüfter, Föhn, etc. )
              - Energiequellen, die durchgehen (z.B. LiPolymer-Akkus wie z.B. Akkus im Handy / Laptop, 230V AC, Hochvolt-Kondensatoren, usw.)
              - Weihnachtsbaum mit Kerzen (trocken)
              - Wunderkerzen
              - Pyrotechnik: Im Bild oben Sprüh-Fontainen


              2.) und den dazu gehörigen brennbaren Stoffen, also Gegenstände die schnell in Brand geraten können in Räumen wie:

              - Partykellern
              - Proberäumen
              - Heimkinos

              mit Materialien wie:

              - Akustikdämmstoffe
              - Schaumstoff
              - Sofas und Holzmöbel
              - Materialien aus Papier zum schmücken
              - Papier, Zeitungen, Zeitschritensammlungen, Bücherregale, etc.
              - Teppiche, Vorhänge, etc.
              - Polyester, Polyamid, Kunststoffe, etc.

              hier sind Materialien mit großen, luftigen Oberflächen und niedrigem Zündpunkt besonders für Brände prädestiniert - z.B. Tischdeko.

              3.) beides 1.)+2.) im Zusammenhang mit Brandbeschleunigern (Additive)

              - Spiritusflasche am Grill
              - Öllampe aus Glas mit etwas größerem Reservoir und voll befüllt
              - Große Kerzen (2-3 kg Wachs)
              - Kunststoffe ohne Flamm-Hemmende Chemikalien
              - Luftige Polyester Vorhänge (statt Baumwolle)
              - trockener Tannenbaum setzt die Wohnungseinrichtung um ein "vielfaches schneller" in Brand inkl. schneller Hitze und Rauchentwicklung
              - Haarspray-Dose oder Lack-Dosen oder Lacke auf Lösemittelbasis usw.
              - Sägestaub / Schleifstaub kann zu Staubexpolsion in geschlossenen, engen Kellerräumen führen

              Alle obigen Punkte führen aber nicht automatisch zu einer Katastrophe.


              Zur Schweiz (Bild WalWal) - Es müssen immer mehrere Punkte zusammen kommen (siehe Bilder und Berichte aus den Medien):

              - es wurde brennbarer Akustikschaumstoff ohne flammhemmende Chemikalien verbaut
              - es wurde die gesamte Decke damit ausgestattet in einer größeren Dicke (hohe Brandlast)
              - Da Kunststoff ohne Flammhemmer -> es können brennbare Rauchgase entstehen.
              - Im Keller konnten die Rauchgase nicht abfließen. Zündquelle und Brand sind die Decke selbst -> Somit Ansammlung der Rauchgase unter der Decke -> Hitzestau unter der Decke -> Durchzünden
              - Fehlende Prüfung der Brandschutzverodrdnung durch die Gemeinde (es hätte keine Freigabe geben dürfen für diese Bar), da Materialliste Schall-Dämmstoff ohne Flammhemmung aufweist.
              - keine zwei Fluchtwege (1 Fluchtweg war mechanisch versperrt)
              - Fluchtweg zu eng für Personenzahl
              - falsche Fluchtweg-Kennzeichnung

              - wenn der Betreiber schon brennbares Dämmaterial einsetzt, fehlende Schulung des Bedienpersonals, das kein offenes Feuer erlaubt ist und somit auch keine Pyrotechnik (Verbot von offener Flamme/Pyrotechnik)
              - wenn Pyrotechnik, dann zu mindest nicht, das die Bedienung die Arme nach oben ausstreckt oder gar die Bedienung noch auf den Schultern getragen wird, was den Abstand zur Decke noch weiter verringert (Einwirkzeit verlängert und Hitze am Schaumstoff erhöht).

              - Brand unter der Decke mit Hitzestau und brennbarem Rauchgas aufgrund des brennende Materials
              - keine Rauchmelder
              - keine (automatische) Aufforderung zur Evakuierung
              - kein Zuschalten von Rauchabzügen mit hoher Leistung

              - Aufgrund der Bauart mit brennbarem Schaumstoff: VERBOT von offenem Feuer und VERBOT von Pyrotechnik (Sprühfontaine).

              - zu viele Personen in den Räumlichkeiten (Überfüllung), sonst wären keine 40 Personen verstorben und über 100 mit z.T. schwersten Verbrennungen. Kein Fluchtmöglichkeit für die Personenanzahl (vgl. Love-Parade). Also > 140 Personen.

              Frage: Warum gibt es Dämm und Akustik Material aus Steinwolle ???

              Stand 06.01.2025 - Medien: Die Gemeinde hat 2017 / 2018 / 2019 die Brandschutzkontrolle durchgeführt. Dann bis heute nicht mehr. Es kann also sein, das man den Betrieb anfangs "zugelassen" hat, das später der Brandschutzbeauftragte gewechselt hat und der NEUE, dann die Bar nicht mehr freigeben wollte. Daher wurde die Prüfung seitens der Gemeinde eingestellt. Man will ja die Gemeindesteuer trotzdem erhalten.


              Nun zu typischen Beispielen - wer kennt sie nicht:

              - Mehrfachsteckdose aus China mit GS-Zeichen, wo die Erdungskontakte (Dünnblech) reingedrückt sind. Es müssen also 16A fließen bis die SI fliegt, da der FI keinen Kontakt hat. HEUTE geht die BG durch Büros und prüft Kabel, Mehrfachsteckdosen, Trafos, Kaffeemaschinen genau aus diesem Grund. (Nur: Warum macht man deutsche Firmen kaputt, die Qualität liefern und handelt sich damit Brände ein, die dann zu jährlichen BG Prüfungen führen = Kindergarten).

              - Mehrfachsteckdose auf der Party mit 2 Warmhalteplatten und einem Waffeleisen auf einem Tisch mit Papiertischdecke und Stapel von Servietten und das im Partykeller. Wenn Waffeleisen und beide Warmhalteplatten gleichzeitig heizen, fliegt die Sicherung und der Party-Keller ist dunkel. Panik, Gerempel, Glas zerblicht, Verletzungen. IDEE: Man kann auch mehrere FI's oder FI's in Party-Keller / Heimkeller nutzen, damit immer Licht vorhanden ist zur Flucht.

              - Tisch mit Papiertischdecke und Stapel von Servietten mit Kerzen im Partykeller und Papier-Girlanden, Früchten aus Papier an der ganzen Decke

              - Fete bei Bauer im Schuppen. Alles mit Heuballen zum Sitzen und einer PA mit Starkstromanschluss ohne Schutzleiter und Kabeln mit Isolationsschäden liegt im Stroh. Viel Spaß beim Löschen mit Wasser ohen FI.

              - Kerze fällt aus Kerzenständer (3er Kerzenhalter) und dann in das schöne Trockengesteck auf dem Tisch, das dann aufflammt, weil das Kind an der Tischdecke gezogen hat im Restaurant.

              - usw. usw.

              Vieles wurde verbessert:

              - Kerzen: Darum gibt es T-Lichter (Kerze mit der geringsten Brandgefahr/Risiko)

              - Kabeltrommeln mit Temperatur Sicherung (Kabeltrommel ist dann die Zündquelle für Brand und Rauchentwicklung im Raum).

              - Siemens Brandschutzschalter FI+LS (tolle Lösung!, aber teuer)

              - Elektrische Tannenbaumkerzen: erst 230V, dann 24V DC

              - gekapselte, vergossene Trafos mit Temperatur- und Überlast-Abschaltung

              - Brandschutztüren mit Dichtungen, die den Rauch im Brandraum halten (also nicht schmilzen, wenn die Temperatur im brennende steigt)

              - Chemikalien, die Plastik nicht brennen lassen: Früher waren schon die Kunststoffgehäuse von C64, Amiga, Atari mit flammhemmenden Chemikalien vesetzt.

              - usw.

              Nun die gegenteilige Betrachtung:

              - Ein Proberaum mit 3-5 Musikern mit 2 Wänden voller Eierkartons, die im Keller anfangen zu brennen, sind weniger gefährlich, da die 5 Personen den Raum einfach verlassen können und der Betonraum nur die Musikinstrumente beinhaltet (nur die Eierkartons sind die Brandlast = vereinfacht). Wenn der Keller eine Stahlkellertüre hat, ist ist auch der Brand eingesperrt. Brennt hingegen Schaumstoff, dann entstehen giftige Dämpfe/Rauch, so daß auch der Fluchtweg betroffen sein kann, wenn die Türe nicht dicht ist.

              - Bei Parties im Keller sollte immer auch die Raumgröße und Fluchtwege berücksichtigt werden. Also eine Maximalzahl. Mit 6 Leuten Pizza-Essen mit Kerzen ist ok, da alle schnell fliehen können. Mit 20 Mann und Kerzen hingegen nicht, da eine Kellertüre und eine Kellertreppe zum Grab werden können. Somit sollte die Anzahl begrenzt sein.

              - Ein alter Partykeller mit Holz und brennbaren Vorhängen somit kein Spiritus-Fondue oder Kerzen, aber elektrisches Fondue.

              - usw.

              Am Ende hängt alles von den Umständen ab und was wie zusammen kommt. Wenn man aber vorab über obiges nachdenkt, kann man vieles vor ab vermeiden.

              Denn jeder hat brennbare Möbel, Vorhänge oder Stoffsessel (alte mit brennbarem Schaumstoff) in der Wohnung, Betten mit alten brennbaren Schaumstoffmatratzen oder Lacke und Lösemittel im Keller. Partykeller / Kino mit Holzverkleidungen und Stoffvorhängen und Dämmmaterial. Man muss sich halt den Gefahren bewußt sein und sich vorher überlegen, was passieren kann und was man dann macht.

              Rauchmelder, Feuerlöscher, Löschdecke und Erste Hilfekasten im Haus sind auch nicht schlecht.

              Bei der Feuerwehr kann man sich auch immer informieren. Vielleicht machen die ja mit den neuen Azubis eine Schulung zu Brandlasten und Optimierungen von Partykeller oder Heimkino.


              Es ist immer eine Risikoabwägung. Am besten ist es, Feuer/Energie-Quellen zu vermeiden oder zu minimieren (keine LiPo Akkus oder in der Größe begrenzen - vgl. Laptops im Handgepack kleiner 100W im Flugzeug).

              Akku im Elektofahrrad nicht zu vergessen, die Wohnung beim Laden in Brand setzt. Ein herausnehmbarer Akkus kann man in Brand mit Decke aus dem Fenster werfen. Ein Fahrrad vor der Eingebaut ist nicht.


              Man sieht also, das mit zunehmender Technisierung die Quellen für Brand sich vollkommen ändern können.


              PS:

              Ich habe mal einen Partykeller gesehen, in dem der Hauptanschluss war mit PV-Analge und LiPo-Akku 20 kWh. Auch keine gute Kombi. Dann lieber LiFe. Auch Kühlschränke, Gefrierschränke, Wärmepumpen haben Propan. Klimanlagen werden auch schon mit Propan ausgeliefert, kann also in den Wohn-Raum strömen (siehe Installationsanleitung: Kühlleistung vs. Raumgröße wgn. Propan-Menge - untere EX-Grenze). Einen 15-25 kW-Propan-Mono-Block würde ich auch nicht an ein Mehrfamilienhaus stellen mit einer Styropor-Außen-Dämmung. Warum haben Ingenierure nicht brennbare Verdichtergase und flammhemmende Chemikalien für Plastik entwickelt, wenn die Politik/Beamte meinen, das alles ja so schädlich für die Umwelt ist.

              Einen Brand einer Styropor-Dämmung hatte man vor Jahren auch im Fernsehn sehen können - von einem ganzen Mietskomplex in Flammen. Dort waren zusätzlich PVC Balkonverkleidungen wieder zugelassen worden. (Vereinfachung der Brandschutzverordnung / vgl. Schweiz, die dies auch gerade beraten). Im Mehrfamilenhaus haben die Brandwände auch nicht funktioniert u.a., da die Brände über die Balkonverkleidungen übergesprungen sind. (Kein Fluchtweg über Balkon oder Fenster / keine Zuwegung Feuerwehr mittels Leitern oder Drehleitern zu den Personen.)

              Leider ist es so, das heut zu Tage Papier geduldig ist, Beamte und Verantwortliche keine Ahnung haben oder kein Rückgrad und politische Entscheider kein Wissen zu Auswirkungen von Brandschäden und Personenschäden mehr haben. Daher stehen dann wirtschaftliche Interssen im Vordergrund und/oder halt die Ideologie.

              Vieles von oben kann man sich auf Youtube anschauen.
              Zuletzt geändert von OldSchool; 06.01.2026, 14:18.

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