Hier Recording.de gibts grad ne furchtbar interessante Diskussion (angezettelt von mir) über Direkt und Diffusschall.
Nur bin ich langsam mit meinem Latein am Ende; wie soll ich denen nur klarmachen welch hohen Stellenwert der Diffusschall (bzw das Abstrahlverhalten eines Lautsprechers ) hat ?
Es ist eine ziemlich verworrene Diskussion. Mir fällt da spontan mein Bericht ein, in dem ich dokumentierte, wie ich leidlich gelernt habe, wie wichtig Diffusschall ist.
Das Frequenzband, in dem der Lautsprecher rundstrahlt, wird am Hörplatz ja "doppelt" gehört, einmal direkt und einmal der Diffusschall (zeitversetzt). Bei ungleichmäßiger Bündelung kann sich das ganz furchtbar anhören, weil manche Frequenzbänder lauter (durch konstruktive Interferenz) und zeitlich versetzt am Hörplatz ankommen. Deswegen ist eine gleichmäßige Bündelung ganz wichtig, damit sich ein ausgeglichenes Ergebnis am Hörplatz ergibt.
Mehr fällt mir dazu nicht ein. Ich wünsche viel Glück.
wie soll ich denen nur klarmachen welch hohen Stellenwert der Diffusschall (bzw das Abstrahlverhalten eines Lautsprechers ) hat ?
Indem Du dich präziser ausdrückst, weniger pauschalisierst und immer schön klar machst, auf welchen Sachverhalt oder welche Situation (Studioabhöre/Hausgebrauch) Du dich gerade beziehst.
So wie Du dort agierst, musste es IMHO zu Missverständnissen kommen. Dass Deine Argumentation evtl. stichhaltiger ist, musst Du erst einmal rüberbringen.
Wenn Du deine Diskussionspartner echt fertig machen willst, diskutierst Du am besten hier raus - Hardcore!:
Coloration and binaural decoloration of sound due to reflections" von A. M. Salomons
Die zweite Quelle illustriert ein grundsätzliches Dilemma:
Die ursprünglichen und wegweisenden Untersuchungen von Haas zur Interaktion Lautsprecher-Raum verwendeten einfachste Signale (Klicken, Rauschen, Sinustöne) und einfachste Interaktionen (singuläre Reflexion an EINEM Punkt EINER Raumwand).
Die daraus gewonnenen Werte sind zwar richtig, aber treffen auf komplexere Situationen nicht mehr zu. Sobald statt einer isolierten Wand mit einer isolierten Reflexion der komplette Raum mit multiplen Reflexionen betrachtet wird, werden die Wahrnehmungsschwellen viel höher (im Sinne von weniger hörbar). Das gleiche gilt, wenn statt einfachster Signale Sprache oder Musik verwendet wird. Auch hier gibt es massive Verdeckungseffekte und damit andere Hörschwellen.
Man sollte aufpassen, dass man diese Diskussion nicht auf dem Ergebnisstand von 1960 führt.
Wenn Du deine Diskussionspartner echt fertig machen willst, diskutierst Du am besten hier raus - Hardcore!:
Coloration and binaural decoloration of sound due to reflections" von A. M. Salomons http://repository.tudelft.nl/assets/...s_19951220.PDF
Ja klar, bin froh wenn ich dass deutsche vollständig verstehe
Die zweite Quelle illustriert ein grundsätzliches Dilemma:
Es gibt keine neueren Untersuchungen dazu und mit zwei Schallquellen oder noch komplexeren Situationen schon mal garnicht!
Wie würdest du persönlich denn das Problem mit der unsteten Bündelung bzw Rauminteraktion beschreiben.
Wie wichtig ist ein "gutes" Bündelungsverhalten unter unterschiedlichen Bedingungen.
Was ist überhaupt ein "gutes" Bündelungsverhalten CD-Verhalten, konstant zunehmende Bündelung oder oder .....
Bei mir funktioniert es. Du kannst auch nach dem Titel googlen
Es gibt keine neueren Untersuchungen dazu und mit zwei Schallquellen oder noch komplexeren Situationen schon mal garnicht!
Für meinen Geschmack neigst Du etwas zur Rechthaberei. Keine freundliche Eigenschaft! Untersuchungen mit Musik gibt es von Barron (1971) und Barron+Marshall (1981) sowie Ando (1977). Mit zwei oder mehr Schallquellen wird es zu wahrscheinlich zu schwierig, sowas wissenschaflich sinnvoll auszuwerten.
Aus meiner Sicht macht man es sich ungebührlich schwer, wenn man über diese Thematik intensiver diskutieren will, ohne Floyd Toole's "Sound Reproduction" gelesen zu haben.
Wie würdest du persönlich denn das Problem mit der unsteten Bündelung bzw Rauminteraktion beschreiben.
Am wichtigsten ist der gerade Frequenzgang des Direktschalls im Raum. Wobei "gerade" nicht "horizontal" sein muss. Dann kommt die Resonanzfreiheit. Anschließend die "stetige" Bündelung. Die darf sich auch stetig ändern, aber eben kein "Tannenbaum". Konstant - also "stetig" ohne Änderung - wäre IMHO jedoch besser.
Das Verhalten des Raums sehe ich für Studio/Recording und "privates Hören" sehr unterschiedlich. Im ersten Fall sollte der Raum so wenig akustisches "Eigenleben" wie möglich haben. Im zweiten Fall sollte er so "natürlich/normal" wie möglich klingen. Also weder hallig noch dumpf, sondern einfach zum Wohlfühlen.
Für meinen Geschmack neigst Du etwas zur Rechthaberei.
Das war als Frage gemeint, meine Schuld.
Aus meiner Sicht macht man es sich ungebührlich schwer, wenn man über diese Thematik intensiver diskutieren will, ohne Floyd Toole's "Sound Reproduction" gelesen zu haben.
Gibts das auch auf Deutsch ?
Die darf sich auch stetig ändern, aber eben kein "Tannenbaum"
Tannenbaum wäre bei 20er plus 1er Kalotte (ohne WG) der Fall richtig ?
Im zweiten Fall sollte er so "natürlich/normal" wie möglich klingen. Also weder hallig noch dumpf, sondern einfach zum Wohlfühlen.
Folgt dieses "Wohlfühlen" irgendwelchen Regeln (bestimmte T60) ? oder ist es subjektiv?
Wobei "gerade" nicht "horizontal" sein muss.
Willst du damit auf den möglichen Zusammenhang mit T60 anspielen ?
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Zur Not kannst Du auch meine ähnlichen Betrachtungen unter www.dipolplus.de lesen. Die gleichen Effekte treffen auch auf normale Boxen zu - allerdings weniger ausgeprägt.
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