Hallo,
ich plane gerade 2 Monosubs.
In jeden sollen 2 Subchassis mit 4+4 Doppelschwingspule in Reihenschaltung eingebaut werden.
Die Gesamtimpedanz beträgt dann ja 4 Ohm.
Angetrieben wird das ganze dann von einem Plateamp FA 251 von Hypex.
Ich habe das Ganze über WinISD simuliert und habe eine Impedanzspitze von 130 Ohm bei der Resonanzfrequenz.
Kann mir jemand hier im Forum sagen was diese hohe Impedanzspitze aussagt?
Die Impedanz ist der Wechselstromwiderstand der Box bei der jeweiligen Frequenz. Wenn man die Box mit einem Transistorverstärker, wie so einem Plateamp, der ja eine konstante Ausgangsspannung an die Box bringt, betreibt, wird der Strom bei dieser Frequenz eben ziemlich klein. Das ist für einen Verstärker kein Problem, anders als eine zu tiefe Impedanz, bei der dann die Stromlieferfähigkeit des Verstärkers Probleme machen kann.
Resonanz bedeutet ja, dass die Membran fast von allein schwingt. 130 Ohm bei 4 Ohm Nennimpedanz erscheint mir aber auch recht viel. Ich hatte mal einen WS300S in 60 Liter Bassreflex gemessen. Da lagen die beiden Spitzen so bei gut 30 Ohm.
Wie ist der QTS der Lautsprecher, betreibst Du das Konstrukt als geschlossene Box? Ohne genauere Informationen über die Treiber und deren Einbau kann man nur Mutmassungen anstellen.
Wenn Du 2 Stück davon verbauen willst, brauchst Du nach Herstellervorgaben pro Lautsprecher 22,5 Liter. Beide zusammen also 45 Liter. WinISD habe ich nicht. Wir sind ja hier im Visatonforum. Für Visaton-Chassis habe ich nur mit Boxsim gespielt. Ein zu kleines Volumen ergibt aber immer eine noch oben verschobene Resonanzfrequenz mit zu hoher Einbaugüte. Könnte das das Problem sein?
Hallo Bernd,
Danke für Deine Antwort. Dass ich im Visaton Forum bin, weiss ich. Schäm.
Aber wie kommst Du auf 2
2,5 ltr. ? Der Hersteller empfiehlt 0,3 Kubikfuss pro Chassis on CB. Das sind 8,49 Liter. Nochmal. Es handelt sich um Epique E180E-44 mit Doppeschwingspule.
Gruss
Bassreflexport: 30cm Länge mit 5cm Durchmesser (rund)
Du willst die Lautsprecher also geschlossen in dann 2 x 8,4 Liter mit F3 62 Hz betreiben? Walwal hat ja schon geschrieben, dass man dann enorm entzerren, also den Bass anheben müsste, um überhaupt Bass abzustrahlen. Besser wäre dann doch 45 Liter mit einem Bassreflexport von 30cm Länge mit 1.41 x 5cm Durchmesser (rund).
Das könnte gehen. Die geschlossene Variante ist wohl eher als Mitteltöner gedacht.
Ich habe einfach die Werte aus dem Datenblatt in die Daten in Boxsim eingetragen. Ist dann natürlich nicht so gut wie die gemessenen von Visaton und die Simulation nimmt nur die geometrischen Daten als Basis für die Abstrahlung. Im Bass ist das aber nicht so schlimm, da Lautsprecher da ohnehin fast kugelförmig abstrahlen. Man sieht aber bei der geschlossenen Variante den deutlichen Bassabfall, der aktiv nur schwer zu korrigieren ist und den Lautsprecher schnell an seine Belastungsgrenze bringen dürfte.
Bei 30 Hz ist die geschlossene Variante schon um ca. 15 dB abgefallen, Bassreflex nur um 5 dB. Diese 10 dB auszugleichen braucht 10-fache Leistung! Hält das der Lautsprecher aus, wenn es mal ein wenig lauter sein soll? Ist auf jeden Fall recht problematisch.
Damit ist die Frage (wieso anheben) beantwortet. Erschwerend kommt hinzu, dass die Dayton nur geringen Kennschalldruck haben, um so mehr muss der Verstärker liefern. Ist aber abhängig vom Pegel, der erreicht werden soll. BR scheint mir geeigneter.
„Audiophile verwenden ihre Geräte nicht, um Ihre Musik zu hören. Audiophile verwenden Ihre Musik, um ihre Geräte zu hören.“
Ich kann ja nicht alle Plots hier hochladen. Bei Interesse müsste man selbst Boxsim bemühen. Der Maxpegel der geschlossenen Variante erreicht bei 30 Hz aber gerade mal 92 db, wenn man hier Boxsim glauben will und dafür darf noch nicht einmal die maximale Leistung (ich habe sehr optimistisch mal 400 Watt eingegeben) auf die Box gegeben werden, weil sonst der maximale Hub überschritten würde. Wie der Lautsprecher das vertrüge, ob nur mit Verzerrungen oder Anschlagen der Membran, Abreissen der Schwingspulenanschlüsse oder was auch immer, keine Ahnung.
Man darf eines niemals vergessen: Bei einer bestimmten Frequenz ist Schalldruck bei einer geschlossenen Box immer Membranfläche x Hub. Dazu kommen noch ein paar Konstanten aus der Physik, die aber für alle Lautsprecher gleich sind. Die Physik lässt sich nicht austricksen. Bassreflex nutzt eben noch den passiven akustischen Resonator und strahlt aus der Bassrefexöffnung ab. Daß das Chassis selbst bei der Resonanz wenig abstrahlt und der Gesamtschalldruck auch über den Port erzeugt wird, kann man in Boxsim ja sehen, wenn man den Schalldruck der Einzelchassis anschaut.
Aber nochmal die Frage, weil ich es wirklich nicht genau verstanden habe: Es sollen vier der Dayton-Chassis, jeweils als 8 Ohm verschaltet in zwei Boxen verbaut und in der Box parallel verschaltet werden?
Die sollen dann in Reihe an einen Hypex gehängt werden?
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