Wenn man euch hört, hat man den Eindruck, ich würde gerade abheben. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass das nicht so ist. Wir müssten nur mal einen versierten Elektronikentwickler finden, der sich mit sowas auskennt und grob die Kosten abschätzt.
Die Chips die man dazu braucht, sind definitiv nicht mehr teuer. Da hat sich in den letzten Jahren viel getan. A/D-Wandler sind z. T. schon in Mikrocontrollern integriert und die haben nicht nur ein paar Bit Auflösung wie noch vor 10 Jahren.
Stellt euch vor, das ginge mit einem einzigen Mikrocontroller, einem xxxROM und ein paar Analogschaltkreisen. So ein Platinchen vielleicht 10x10cm plus Netzteil. Das kann nicht die Welt kosten. Die Entwicklungskosten und der relativ kleine Markt sind es, die die potenziellen Hersteller abhalten.
Jede Lösung mit Soundkarten im PC wird mit jeder neuen Betriebssystemversion und jeder neuen Soundkarte auf dem Markt neue Echtzeitprobleme haben. Ein Windows-PC ist nun mal keine Echtzeitsteuerung.
Andere Idee: Kann man eine Industriesteuerung als Basis nehmen? Die haben z.T. analoge I/Os mit A/D- und D/A-Wandlern ... Siemens S7 und Konsorten sind aber wahrscheinlich zu teuer.
Boxsim ... wenn Lautsprechersimulation gelingen soll.
Also, für 200-300 euro bekommt man schon ganz hervorragende, professionelle Soundkarten, z.B. von terratec oder ESI. Die funktionieren dann auch mit etwas langsameren Rechnern.
Ich hab selbst vor kurzem mit einen DSP experimentiert. Das würde schon funktionieren. Allerdings liegt die Hardware dann sicher auch in dem Euro-Bereich.
Ein brauchbares Mikro incl. Vorverstärker wird sicher auch eher um 100 € liegen.
Ich bin mir nicht sicher, ab das der Hobbymarkt hergibt. Nur um ab und zu mal ein wenig damit zu spielen.
Ich denke mal, 16 Bit Auflösung der A/D- und D/A-Wandler sollten wohl ausreichen. 48kHz Samplingsfrequenz auch und der eingebaute Leistungsverstärker müsste 1W an 2-16 Ohm (also 5W) können.
Das würde doch ausreichen, oder?
Boxsim ... wenn Lautsprechersimulation gelingen soll.
Nur wenn ich an den Aufwand denke, dann wirds mir gruselig. Allein die Programmierung der Signalerzeugung und Auswertung....
Vielleicht finden sich ja die richtigen Leute - wäre super!
Zum Thema SPS:
Dazu kann ich wirklich was sagen, weil ich aus dieser Ecke komme.
Beispiel:
Eine kleine S7-200 kostet etwa 200 Euro aufwärts. Da sind aber noch keine analogen E/As dabei - die müssen extra gekauft werden. Im Normalfall arbeitet eine SPS das Anwenderprogramm, welches in der Regel digitale Signale verarbeitet, zyklisch ab - deshalb auch SpeicherProgrammierbareSTEUERUNG.
Analogwertverarbeitung ist auf den normalen Programmablauf bezogen eher eine 'Ausnahme'. Das bedeutet, dass das Anwenderprogramm unterbrochen wird und die analogen Werte von den entsprechenden E/A-Baugruppen gelesen bzw. geschrieben werden. Das passiert dann Interrupt(z.B. Zeit)-gesteuert.
Kurz und knapp: die analoge Verarbeitung ist verhältnismäßig langsam. Will man z.B. eine schnelle Reglung, dann muss man auf andere Hardware zurückgreifen.
Auch die Quantisierungsstufen sind bei max. 12bit und den großen Messbereichen (z.B. 10V) unakzeptabel.
SPSen anderer Hersteller (mir bekannte) arbeiten nach vergleichbarem Prinzip.
Es spricht also alles gegen eine SPS - die sind eher fürs digitale.
Im Falle des Falles würde es also auf einen Microcontroller hinauslaufen. Leider habe ich auf dem Gebiet nicht so die Ahnung. Zum Programmieren des C-Control 1 (vom Anspruch her nicht vergleichbar) hats aber gereicht.
Welches Ding ich mal ganz interessant fand: den C-Control 2 von Conrad. Ich kann jetzt aber nicht abschätzen, ob der passend wäre.
nochmal @UweG: (hab ein bissl zum schreiben gebraucht und nicht mitbekommen, dass es schon weiter geht)
HobbyBox misst schon mit 96kHz und 24/32 bit
Ich denke mal dass sollte so eine Kiste, wenn sie denn zukunftsträchtig sein soll, auch können.
Interessant ist die hohe Abtastrate z.B. für Messung akustischer Zentren etc. (obwohl ich davon noch keine Ahnung habe, bin aber dran)
Noch was anderes:
Wie willst du auswerten: 'Fenstertechnik' -> dann bräuchtest du Display+Tasten an dem Teil -> dann macht sich auch eine hohe Abtastrate gut, weil mehr Messpunkte vorhanden sind.
oder Messung mit Reflektionen des Raumes?
Edit: kannst natürlich auch am PC die Daten verarbeiten (Philosophiefrage)
Leisting brauchts nicht viel. Ich hab ne etwas ältere Soundblaster 128 bei der ein Kleiner TDA 2XXX (weiß nichtmehr genau) drauf ist. Der reicht für alle Messungen locker aus!
Oscar Wilde: "My taste is very simple, I am always satisfied with the best."
Also SPS scheidet auch aus meiner Sicht aus. Das ist dafür nicht geeignet.
Ein DSP, evtl mit usb, wäre geeigneter.
Der könnte die Signalverarbeitung und das füttern des DA-Wandlers übernehmen.
hm, ich schau mal was das kosten würde.
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