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D*appolia in Reihe - Gesamt QTC Box berechnen

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  • kasimir
    Registrierter Benutzer
    • 06.12.2005
    • 86

    D*appolia in Reihe - Gesamt QTC Box berechnen

    Moin,

    ich habe nun sehr viel recherchiert, aber eine plausible Info habe ich nicht gefunden.

    Nehmen wir mal an, d'Appolito und die Tiefmitteltöner in Reihenschaltung. Gut, soll man vielleicht nicht tun, aber interessieren tuts mich erstmal schon.

    Um die Gesamtgüte in BoxSim zu berechnen würde ich bei einem einzelnen augewählten Chassis die Funktion "Vorwiderstand berücksichtigen" wählen und hier den Spulenwiderstand eingeben.

    Bis hierhin verstanden, wie mache ich das bei zwei Chassis, insbesondere bei Reihenschaltung?

    Zusätzlich den Gleichstromwiderstand des anderen Chassis eingeben?

    Wenn das nämlich so ist, beerdige ich meine Idee der Reihenschaltung und baue doch paralell auf.
  • Chaomaniac
    Registrierter Benutzer
    • 01.08.2008
    • 2916

    #2
    Bei der Berechnung ist nur der frequenzunabhängige ohmsche Widerstand relevant, also die Tieftonspule und die Verkabelung. Die beiden Reihenchassis haben ja im Idealfall denselben Impedanzverlauf, weshalb eine frequenzunabhängige Pegelreduktion von 6dB am Einzelchassis festzustellen ist. Bei einem ohmschen Widerstand ist der Pegelabfall direkt vom Impedanzverlauf des Chassis abhängig. Dieser liegt an der Resonanzfrequenz viel höher als die Nennimpedanz.
    Als fiktives Beispiel:
    Nennimpedanz von 4Ω, Impedanzmaximum an der Resonanzfrequenz bei 35Ω, frequenzunabhängiger Vorwiderstand von 4Ω.
    In dem Frequenzbereich, in dem die Impedanz auf Nenn-Niveau verläuft, provoziert der Vorwiderstand einen Pegelabfall von 6dB, auf den Bereich um die Resonanzfrequenz hat dieser Widerstand bei weitem nicht diese dämpfende Wirkung (nur etwa 0,94dB Dämpfung*). Dieses frequenzabhängige Verhalten soll durch die Güteberechnung mit Vorwiderstand kompensiert werden.


    *Berechnung der Pegelreduktion am Lastwiderstand:
    20log{Lastwiderstand/(Vorwiderstand + Lastwidersatnd)}
    Gaaaanz viel Zeug zu verkaufen...

    Kommentar

    • kasimir
      Registrierter Benutzer
      • 06.12.2005
      • 86

      #3
      Also,

      wenn ich das jetzt richtig verstehe, setzte ich in BoxSim unter den Hilfsberechnungen den W100S (4 Ohm) ein und gebe den Widerstand der Spule an. nämlich den frequenzunabhängigen Widerstand der Spule.

      Jetzt schaue ich, wieviel Volumen (CB) ich bei einem QTS von - bestenfalls - 0,7 benötige.

      Das Ergebnis beträgt beispielsweise 7 Liter. Für jedes Lautsprecherchassis rechne ich jetzt logischerweise 7 Liter.

      Dann schalte ich in Reihe, die Spule, das erste Chassis und dann das zweite Chassis. (Die Induktivität der Spule ist natürlich auf ein 8-Ohm Chassis berechnet )

      Richtig - falsch - dicht dran?

      Kommentar

      • UweG
        Registrierter Benutzer
        • 29.07.2003
        • 5611

        #4
        Viel viel einfacher.

        Betrachten wir die Sache zunächst mal etwas idealisiert, also idealer Verstärker und ideale Kabel und zwei 100% identische Treiber in 100% identischen Gehäusen. In diesem Fall hat der einzelne Treiber das gleiche Qts wie zwei in Reihenschaltung und ebenfalls das gleiche wie zwei in Parallelschaltung.

        In der realen Welt hat der Verstärker einen (vernachlässigbaren) Ausgangswiderstand und die Kabel haben auch ein wenig mehr als 0 Ohm. Nehmen wir an, der gesamte Vorwiderstand betrage 1/10 der Impedanz eines einzelnen Chassis. In diesem Fall erhöht sich Qtc beim Einzelchassis um 10%, bei zwei Chassis parallel um 20% und bei zwei Chassis in Reihe nur um 5%. Die Werte sind etwas gerundet und ich ging immer noch idealisiert davon aus, dass Qec = Qtc. Am Prinzip ändert das aber nichts.

        Zusammenfassung: Zwei identische Chassis in Reihenschaltung haben die gleiche Resonanzgüte wie ein Einzelchassis, sind jedoch für Vorwiderstände nur halb so empfindlich.
        Der schlechte Ruf der Reihenschaltung kann so nicht begründet werden, sondern lediglich durch die größere Empfindlichkeit auf Toleranzen. Liegen die beiden Resonanzfrequenzen nenneswert auseinander, dann gibt es Frequenzbereiche um die Resonanzfrequenzen, bei denen die beiden Treiber sehr unterschiedlich viel Hub machen. Im Extremfall (zwei Treiber mit richtig weit auseinander liegender Resonanz) liegt der Maximalschalldruck mit den zweien kaum noch höher als der mit einem Einzelchassis. Das passiert aber eigentlich nur, wennn man gewollt unterschiedliche Treiber oder unterschiedlich eingebaute Treiber in Reihe schaltet.
        Boxsim ... wenn Lautsprechersimulation gelingen soll.

        Kommentar

        • kasimir
          Registrierter Benutzer
          • 06.12.2005
          • 86

          #5
          Danke für die Infos,
          dann kann ich heute wieder etwas klüger ins Bett gehen und mit meinen NoArias_2 beginnen.

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