Im Audiotreff-Forum gab es mal einen Thread, in dem etliche Nutzer behaupteten, man könne mit einer normalen Oberfräse und HM-Fräsern Alu fräsen. Bevorzugt war anscheinend trocken und mit recht hoher Drehzahl, wegen Wärmeabfuhr.
Ich habe mal gefragt, wie es mit Sicherheit und Standzeit von billigen und Marken-HM-Fräsern aussieht, aber der Thread war wohl schon zu alt, als daß Antworten gekommen wären (rutscht dort nicht automatisch bei neuem Eintrag nach vorn).
Es gibt eigene Fräsköpfe für Alu. Die Zähne sind viel kleiner und die Zahnteilung ebenfalls.
Das geht ganz gut. Ich hab freihand und trocken Kurbelgehäuse und Zylinder bearbeitet.
mfg Stefan
Es geht, aber tue Dir und deiner Fräse den Gefallen und nimm spezielle "Leichtmetall-Fräser", die haben eine höhere Zahnteilung als "normale (Holz)HM-Fräser.
Für eine bessere Oberfläche der gefrästen Fläche empfiehlt sich der Einsatz von Kühl-Schmiermittel ( Alu-n), oder wie das zeug heist. Habe es selber probiert und es geht hervorragend.
bei der Drehzahl solltest Du Dich an die Vorgaben des Fräsers halten sonst schmiert das Alu. Eine Emulsion (Wasser +Öl) zum kühlen und schmieren ist auch Pflicht. Dafür gibt es spezielles Schneidöl, das mit dem Wasser eine Emulsion bildet. Das ganze sieht dann nachher aus wie Milch. Normales Öl würde sich ja nicht mit dem Wasser verbinden.
ein "normaler" Walzenstirnfräser geht auch gut für Alu, auch mit nem hartmetallbestücken Messerkopf gibts keine Probleme. Das Hartmetall an den Fräsern für Handbetrieb ist nicht gar so hart (mehr Cobalt) um es für wechselnde Vorschübe, Belastungen und Wärmeunterschiede nicht ganz so anfällig zu machen, das sollte für Alu aber ohne Probleme gehen. Bei Werkzeugstahl wär ich skeptischer.
Bei Hartmetall immer vorher entscheiden: Entweder nen Satten Strahl Bohrwasser drauf, oder garnicht kühlen. Mal eben ein wenig drauf und dann wieder warten bis es verdampft ist schädigt den Fräser in kürzester Zeit.
Bei Alu kann man kräftig zustellen, Bohrwasser in rauhen Mengen ist Pflicht, sonst kriegt man Aufbauschneiden und ne beschissene Fläche.
Eigentlich sind richtig(!) scharfe HSS-Fräser bzw Meißel noch besser, der Span "läuft" schöner und man kann sie nachschleifen, mit den heutigen HM Wendeplatten mit TiN-Beschichtung kann man das vergessen...
nochwas: Alu NICHT nicht mit geringer Drehzahl fräsen. Ruhig ordentlich, 4000-5000U/min dürfen es gut sein. Langsamer Vorschub, dann wird die Fläche schön. Wichtig ist ordentlich kühlen, auch Spiritus funktioniert. Wichtig ist eine Spritzflasche mit der eine Hilfsperson nen ordentlichen Strahl draufsetzen kann. Bei HSS niemals ohne KSS fräsen.
ääh, Kühlschmierstoff. In aller Regel Bohrwasser, Bohrmilch, Schneidöl, Spiritus (bei selbstschneiden Schrauben nimmt man das oft), Tiefziehöl, alles was kühlt und schmiert eben.
Ich habe heute aus meinem PC-Gehäuse (OT!) die eingestanzten Lüftergitter herausgefräst. Das waren 1,1mm Stahlblech, fast immer aus dem Vollen Material und es hat einwandfrei funktioniert. Gemacht habe ich das ganze mit ner ganz billigen Baumarktfräse und nem ganz billigen Baumarktfräser. Lediglich das eintauchen war etwas hakelig. Man konnte ungefähr halb so schnell durchfahren wie bei Holz. Weder der Fräser noch das Material wurde wärmer als handwarm (ohne KSS). Nach dem Fräsen waren nur minimale Macken am Fräser erkennbar die aber auch von anderen Projekten kommen konnten. Drehzalh war ganz niedrig.
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