Macht es einen Unterschied für die Entfernung der Farbe?
Aber ja.
Wie kann man herausfinden welche Art der Farbgebung verwendet wurde?
Häufig durch bloßes Ansehen der Oberfläche (ggf. unter Berücksichtigung des bisherigen Verwendungszwecks des Holzes).
Ich habe Holz welches eindeutig gefärbt ist
Bitte erkläre, was Du unter "gefärbt" verstehst. Ohne eine genauere Beschreibung dessen, was Du siehst bzw. ohne ein Foto des "gefärbten" Holzes kann Dir nicht leicht weitergeholfen werden.
Wenn Du tatsächlich das Holz sehen kannst, scheidet Lack (außer Klarlack) offensichtlich aus. Eine Lasur ist durchscheinend, so dass Du die natürliche Maserung des Holzes meist noch mehr oder weniger gut erkennen kannst (Dünnschichtlasuren dringen tiefer ins Holz ein und fühlen sich oft nicht lackartig an; Dickschichtlasuren liegen eher lackartig auf dem Holz auf). Eine Beize dringt in das Holz ein, färbt es, verändert aber kaum das natürliche Anfassgefühl (Farbstoffbeize färbt die weicheren Teile des Holzes stärker ein, so dass die im ungebeizten Zustand dunkleren Teile der Holzmaserung nach dem Beizen optisch weniger stark hervortreten; chemische Beize hingegen reagiert mit den natürlichen Gerbstoffen im Holz, welche sich vermehrt in den dunkleren Teilen der Maserung finden, so dass diese nach dem Beizen noch stärker betont sind). Desweiteren kommen Wachse und Öle in Frage, die unterschiedlich tief ins Holz eindringen, es fast gar nicht bis deutlich sichtbar eindunkeln, nach dem Auftragen poliert werden und sich dementsprechend anfühlen.
Was auf der Holzoberfläche aufliegt (insbesondere Lack), kann abgeschabt, abgeschliffen oder mittels eines geeigneten Lösemittels abgebeizt werden. Was in die Holzoberfläche eingedrungen ist, kann nur durch Abschleifen einer mehr oder weniger dicken Holzschicht entfernt werden. Vor allem beim Schleifen sollte grundsätzlich ein geeigneter Atemschutz getragen werden.
Hatte der Hund Hunger, oder war 'ne läufige Hündin in der Nähe ?
Also, du könntest es mal mit Lasur in Mahagonifarben versuchen (natürlich erst an unauffälliger Stelle testen).
Genauer kann ich das auf den Bilder leider nicht erkennen.
Aber auf jeden Fall ist es eine Lasur, weder gebeizt noch sonst irgend ein Farblack.
Tipps & Tricks für alle Wastels in Wolfgangs Bastelkeller , denn wie der Schreiner kann es keiner
Ich habe Probleme für alle Lösungen !!! .-- ....
Nein, kein Hund nur die Zusatzkette, die vom Vorbesitzer anscheinend verwendet wurde.
NUR ich will die Farbe nicht neu haben, sondern WEG! Mir ist das zu dunkel und ich will mehr Hell. Wenn ich recht verstehe, dann hilft nur Abrieb und keine nette chemische Keule, oder?
Ich frage nur wegen der schlefunfreundlichen Oberfläche.
Original geschrieben von We-Ha Ich muss gestehen, ich weiss nicht, ob Lasur mittels Chemie entfernbar ist ... den Fall hatte ich noch nie ... kommt eher selten bei Moebeln vor ...
Hallo,
ich vermute das die Türen mit 2Komponantenfarbe lackiert sind.
MfG
M.B
Vergiss nie die Heimat wo Deine Wiege stand Du findest in der Fremde keine zweites Heimatland!!
WeHa hat (natürlich) recht: das sieht nach Lasur aus (Farbton vermutlich Palisander); unabhängig vom Augenschein würde man auch angesichts des Anwendungsortes auf Holzschutzlasur tippen. "Unabschleifbar" tief scheint die nicht ins Holz Deiner Tür eingedrungen zu sein; Holzschutzlasuren sind ja oft auch nicht sehr wässrig eingestellt.
Mit dem Entfernen von Holzschutzlasur habe ich selbst noch keine Erfahrungen gemacht.
Weil viele Lasuren mehr oder weniger tief ins Holz einziehen und sich deshalb nicht einfach von der Holzoberfläche abschaben lassen, denkt man zuerst ans Abschleifen. Das macht natürlich etwas Mühe, wenn die Oberfläche sich stellenweise nur mit einem angepassten Schleifklotz von Hand bearbeiten lässt (wie Deine Tür in den Nuten).
Natronlauge (selbst hergestellt durch Auflösen von Natriumhydroxid in Wasser) soll sich fürs Abbeizen von Lasur eignen. Natürlich muss die aufgeweichte Lasur dann noch mechanisch entfernt werden. Im Anschluss an die Behandlung mit der Lauge soll das Holz mit einer Säure (etwa mit Essigwasser) neutralisiert werden, um einem u. U. starken oder ungleichmäßigen Nachdunkeln von hellem Holz durch eine Reaktion zwischen Lauge und Holzinhaltsstoffen vorzubeugen.
Es existieren starke alkalische Reiniger (z. B. Innoclean A von Owatrol), die u. a. als Lasurentferner verkauft werden. Damit der Reiniger eine intakte Lasur unterwandern kann, muss diese erst durchlässig gemacht werden; etwa durch Bearbeitung mit einer Stahlbürste. Für die Neutralisation des alkalischen Innoclean empfiehlt Owatrol den sauren Holzreiniger NET-TROL.
Durch das Ablaugen einer Lasur quellen sicherlich die Holzfasern auf, so dass einem vor dem Aufbringen eines neuen Oberflächenschutzes das Schleifen nicht gänzlich erspart bleiben wird.
Eine hölzerne Haustür kann im Idealfall atmen (eine Lackierung versiegelt hingegen dampfdicht) und braucht einen geeigneten Schutz gegen Feuchtigkeit, Nässe, Fäulnis, Insektenbefall sowie (auf der Südseite des Hauses) gegen UV-Strahlung, welche das Holz mit der Zeit vergrauen ließe (dunkle Lasuren bieten naturgemäß einen besseren UV-Schutz als schwach eingefärbte; auf der Schattenseite spielt die Pigmentierung jedoch keine große Rolle, so dass dort auch eine helle Lasur in Frage kommt).
Wenn Dir das Abschleifen der jetzigen, dunklen Lasur so gelänge, dass keine sichtbaren Reste davon im Holz verbleiben, könntest Du nach dem Schleifen direkt neu lasieren (ggf. einmal verdünnt als Grundierung, dann zweimal unverdünnt). Das wäre eine kostengünstige Lösung, weil sie die Holzreiniger erspart. (Das Holz ist ursprünglich sicher bereits gegen Fäulnis und Insekten imprägniert worden und die Imprägnierung wahrscheinlich so tief ins Holz eingedrungen, dass auch nach dem Schleifen eine erneute Imprägnierung, z. B. mit Borsalzlösung, nicht notwendig wäre. Ich bin jedoch kein Fachmann.)
Mal eine blöde frage:
Wie ist denn das Holz an der Tür befestigt? Läßt sich das evtl. zur besseren Bearbeitung von der Tür abbauen (ließe sich dann ja möglicherweise auch kplt. austauschen)?
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