Oh... Das ist der mit größte Irrglaube in der HiFi-Welt.
Besser ist es wenn der Verstärker mehr Leistung hat. Dann kann er nämlich auch große Dynamiksprünge sauber verstärken. Könnte er das nicht, läuft er Gefahr zu "Clippen" und so die Lautsprecher, meist die Hochtöner, zu zerstören.
Lies mal auf ein bischen auf www.HifiAktiv.at , im speziellen die Rubriken "Sachthemen" und "Diverses".
Dort finden sich jede Menge Informationen zu häufigen, jedoch leicht vermeidbaren (Anfänger)Fehlern.
Original geschrieben von Tester ... Oder ist das egal...
Jawohl, egal. Und zwar absolut und schonmal garnicht unter der folgenden Einschränkung:
Original geschrieben von Tester ... solange die Boxen mehr Watt wie der Verstärker haben?
Das hingegen ist nämlich falsch! Es ist absolut nicht notwendig, dass die angeschlossenen Boxen "mehr Watt haben" als der Verstärker. Genau gegenteiliges wird in der Regel empfohlen, da ein kräftiger Verstärker höhere Leistungen sauberer zu Verfügung stellt und dabei nicht verzerrt (klirrt). Klirr tötet Hochtöner sofort, wo hingegen ein Hochtöner, der (sauber!) an seine Leistungsgrenzen stösst, diese Grenze hörbar zur Kenntnis bringt und somit Chance zum Eingreifen (Lautstärke runter) lässt!
Gruß und viel Spass bei "Pimp my ALDI-Schnäppchen".
Danke schon mal für die Aufklärung. Nur wie bekomme ich dann raus, wieviel Watt der Verstäker hat? Impedanz verträgt das Teil bis 8 Ohm. Einzige Angabe in der Bedienugsanleitung ist "Power consumption: 52 W". Kann nicht allzu viel sein.
Grobe Schätzung:
Leistungsaufnahme: 52 W
Abgabeleistung = 52W * 40% = ca. 20W = ca. 2 x 10W
Das sollte doch wohl dicke reichen für eine Aria Light.
Außerdem: Es kann doch nicht sein, dass man, wenn man belastbarere Boxen hat, sich auf einmal einen dickeren Verstärker kaufen muss nur um die Boxen nicht zu überlasten.
Egal ob kleine Boxen an großem Verstärker oder große Boxen an kleinem Verstärker: Kaputt geht erst was wenn man zu laut hört - da muß man halt ein wenig sensibel sein.
Die Aria Light verlässt übrigens in der 4l-CB-Version rechnerisch bei ca. 2 Watt im Tiefbaß den linearen Bereich des W100S. Niemand wird mit so einer Box Dauerpegel größer 1..2 Watt hören, es sei denn, er wäre halb taub.
... und das ist auch keine Macke der Aria Light, kleine Boxen können nicht mehr, egal wieviel sie thermisch mit rosa Rauschen (so wird Belastbarkeit ermittelt) aushalten.
Boxsim ... wenn Lautsprechersimulation gelingen soll.
Nein, das sehe ich nicht so. Löse Dich am besten Gedanklich vom Zusammenhang zwischen der Wattangabe der Lautsprecher und der eines Verstärkers. So wie die Prospekte uns das glauben machen möchten, existiert der einfach nicht!
Soll heißen:
Du kannst problemlos an der vorhandenen Anlage jeden Lautsprecher betreiben. Du kannst Dir also schon heute Dein Sahnestückchen bauen und den Verstärkerkauf dann tätigen, wenn es halt besser passt.
Zwei Dinge können dabei IMHO passieren: Du killst den Hochtöner, wenn Du die kleine Möhre (gemeint ist die Anlage, nicht der LS!) überanstrengst. Solltest Du also lassen!
Zweitens werden die LS nicht so gut klingen, wie sie dies könnten. Das werden sie dann aber später mit neuem Verstärker.
Kritischer ist nach meiner Meinung die Angabe der minimalen Impedanz der angeschlossenen Lautsprecher. Die spricht für ein nicht ausreichend dimensioniertes Netzteil und kann zum Abschalten des Verstärkers bei erhöhter (nicht hoher! Soll heißen, dass das nerven kann) Lautstärke führen. Voraussetzung hierfür ist allerdings eine im Verstärker vorhandene Schutzschaltung. Ist die nicht vorhanden killt er wieder...
Persönliches Fazit:
Bau Dir ruhig schon jetzt die Lautsprecher. Wenn Du sowieso einen 8 Ohm-LS planst, umso besser. Grundsätzlich gillt, dass Du es halt nicht so krachen lassen solltest (Party) - das wäre aber auch schon alles. Normale Raumtemperatur ...ähh... Zimmerlautstärke wird dabei kein Problem sein. Für die LS nicht und den Verstärker auch nicht.
Gruß
EDIT: da war ich etwas langsam, aber genau das, was Uwe geschrieben hat, wollte ich auch zum Ausdruck bringen!
Noch eine weitere Rechnung zum Thema Angst um den Hochtöner:
Nehmen wir an, der Verstärker klippt mit 15 W so extrem, dass ein reines Rechtecksignal herauskommt. Bei welcher Frequenz kommt natürlich auf die Musik an, aber mit Sicherheit liegt sie (vermutlich sehr weit) unter 500 Hz. Die Grundwelle kriegt damit schon mal der Baß ab, die erste Oberwell liegt bei < 1000 Hz, die kriegt auch der Baß, erst die höheren Oberwellen, die dann zusammen maximal noch 2..3 Watt haben, die kriegt der Hochtöner und das auch noch über einen Spannungsteiler, der ihm mehr als 6dB Pegel nimmt. Zum Schluß ist das deutlich unter 1 Watt und alle Energie im normalen Übertragungsbereich, er hängt ja schließlich an einer Weiche. Resultat: Der macht das so lange mit, bis der kleine Verstärker zu Staub zerfällt oder die Membran des TTs irgendwann kaputtgeschossen ist, falls die Signalfrequenz niedrig genug ist.
Meiner Meinung nach kommt die Mär von den zerschossenen HTs aus der Zeit, als riesige 3- oder 4-Wegerische mit kleinen (Milticell-)Bändchenhochtönern ausgestattet wurden. Das war so ca. 1980 unter Selbstbaueren sehr in, weil angeblich das Non-plus-ultra der Hochtonwiedergabe sein sollten. Wenn nun die angeschlossene 70W-Endstufe klippt, dann ist die Restlebenddauer des kleinen Bändchens, dass wegen seines relativ schlechten Wikrungsgrads und des guten Wirkungsgrads der dicken Kisten ohne Vorwiderstand meist mit nur 12dB/8ve am Verstärker hing, extrem gering.
Boxsim ... wenn Lautsprechersimulation gelingen soll.
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