Hab bei RS ein richtig schickes Teil gefunden.
Es ist ein Funktionsgenerator im Multimetergehäuse, macht 20Hz-150kHz, Sinus und Rechteck, hat ein Sinc. Ausgang fürs Oszi., Ausgang selbst hat 600 Ohm und Pegelsteller gibt es auch noch.
Kostet grade mal schlappe 55 Euronen.
Das Ding wird glaub mein Lieblingstool.
Die Best.Nr ist 205 968
Der große Vorteil ist halt, man kann das Teil mit in den Werkzeugkoffer packen, der sinc Ausgang für'n Oszi is auch geschickt.
Zum Fehlersuchen bei Verstärkern ist es halt auch praktischer als PC mit Software.
Bisher lag der Preis für Funktionsgeneratoren eben einfach zu hoch um über einen Kauf nachzudenken.
Stimmt, zum einfachen und unkomplizierten Durchpiepsen reicht das Teil schon.
Aber um damit zu messen, also z.B. Impedanzkurven aufzunehmen oder Raummoden zu finden, taugt es mit seinen 46 Schritten imho eher weniger.
Keine Frage, für aufwendige Messungen ist es eine Nummer zu klein.
Mit einer Säulenbohrmaschine werden die Löcher auch viel schöner als mit nem Accuschrauber, trotzdem arbeitet man mit dem Accuschrauber öfters.
Für mein Teil hab ich mir jedenfalls das Gerätchen zugelegt, hab schon eine ganze Weile nach so einem kleinen handlichen und preiswerten Funktionsgenerator Ausschau gehalten.
Hab's halt mal reingestellt weil ich denke nach so einem praktischen Gerät haben andere Bastler auch schon gesucht.
Schaut bei Agilent vorbei. Niedliches Einstiegsmodell 50MHz mit Bursterzeugung, FM, AM, PC Interface und allem, was man üblicherweise so braucht. Leistungsstarke Firmware, bequem am Gerät programmierbar. Damit testen wir Schaltnetzteile (Generator ersetzt PWM Quelle, simuliert Ströme und Spannungen im leistungsteil für die Steuerung), Sensoren und alles mögliche. Ausgangsimpedanz einstellbar auf 50 Ohm. Habe ich neulich versehentlich 60V draufgegeben (zu testende Schaltstufe verklemmt). Keine Schäden. Macht das mal mit einem Billigteil!
Billig Signalerzeuger sind seit Entwicklung des Universalchips durch Xircor überall zu finden. Nur kann man mit diesem Müll nicht arbeiten. In der Tat ist das nicht besser als eine Soundkarte. Klirr ist mit typ. 1% so hoch, daß man an Verstärkern garnicht mit Messungen anfangen braucht. Passende ergänzung zum 10$ Analogmultimeter und Labornetzteil Typ Märklin mit Gleichrichter am Ausgang.
Gute Laborgeräte mögen nichtr billig sein - gebraucht sind sie aber durchaus preiswert! Und dank der Konzeption für industriellen Dauereinsatz halten sie im Hobbykeller Jahrzehnte!
Von ELV halte ich GARNICHTS. Exotische Konzepte, halb zu Ende gedacht. Egal, welche Schaltung es ist, nach spätestens 10 Minuten hat man min. 3 gravierende Fehler gefunden. Ein Teil schlimmer als das Andere.
Beispiele:
1. der Pseudo-400W-Verstärker. Basierend auf dem TDA2030 in exotoscher Beschaltung mit externen Transistoren zur Stromverstärkung. Die TDA werden außerhalb ihrer Spezifikation betrieben und Übernahmeverzerrungen sind meßbar.
2. Tischmultimeter: Stümperhafte Absicherung und wackelige Drucktaster. Wegen unkompensierter Quelle nur Schätzwerte im Ohmbereich. Scharfkantige Platine und sprödes gehäuse verursachen Verletzungen, wenn das unbrauchbare Gerät gewaltsam verschrottet wird.
3. Opto-Isolator. Soll laut Datenblatt im KV Bereich trennen. Auf der Platine sind auch fein die Kriechstrecken eingehalten worden. Ein gutes Produkt? NEIN! Der Schwachpunkt ist zwar versteckt, aber doch auffindbar. Es ist der Trafo, dessen 2 Selundärwicklungen zur speisung der beiden zu trennenden Teile benutzt werden. Laut Trafohersteller sind die wicklungen gegeneinender nur bis etwa 150Vs zuverlässig isoliert. Folge: auch die optisch getreennten Schaltungsteile sind nur bis 150Vs getrennt. Ich habe ELV direkt darüber informiert und auch die Info des trafoherstellers weitergeleitet. Am Pfusch hat sich nichts geändert.
Könnte die Geschichte endlos fortsetzen! Einfacher ist es jedoch, dem Pfusch grundsätzlich auszuweichen. Alternativen gibt es ja genug.
Was Bausätze angeht, sind die SmartKit teile vom Conrad wirklich bessere Qualität.
Na das ist ja Äpfel mit Birnen verglichen, das eine ist ein Tool für 55 Euro um mal schnell eben zu schauen wie weit das Signal überhaupt kommt, oder um zu testen obs die Weiche macht, oder ma fix die Symetrie bei einem PP einzustellen.
Das Ganze steckt in einem Gehäuse etwas kleiner als Multimeter.
Das andere ist ein Profigerät für xxxx Euro und braucht einen eigenen Koffer.
Wäre schlimm wenn der große Brocken nicht mehr drauf hätte.
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