Matte Lötstellen können entstehen, wenn die Temperatur zu gering war ( passiert mir manchmal bei fetten Litzen)
oder wenn die Lötstelle zu schnell abkühlt: pusten oder Ähnliches, dann verläuft der Kristallisationsprozess falsch ab => kalte Lötstelle, die dann irgendwann zu Kontaktprobs führt.
Also immer schön fliessen lassen und dann glänst sie gut und ist dann OK.
Die Form der Lötstelle ist auch aufschlussreich. Eine gute Lötstelle auf einer Platine sieht von der Form her aus wie ein kleiner Vulkan, und oben guckt das Bauteilbeinchen raus. Wenn sie kugelig aussieht, ist sie schlecht, dann ist das Lot nicht ordentlich verlaufen.
Man kann das schlecht beschreiben - am besten lässt Du Dir das mal von einem Fachmann zeigen, das geht schneller.
Was IMHO auch hilft ist beide Teile zuvor leicht "vorverzinnen", dadurch wird zB ein 6mm² LS-Kabel zu einem "Block" der sich dann beim Anlöten viel leichter durchwärmen läßt als wenn die Litzen nur lose/verdrillt an den Lötkolben kommen.
Wichtig ist auch ein wirklich qualitatives Elektroniklot mit Kolofonium drinnen, Billigkram vom Conradovic und so bringts nicht.
Ich habe mir vor Jahren zum Glück ein geiles Teil von HANKOG organisiert: Spitze wie ein Bleistift, Leistung nominal 5W, bei Bedarf mittels Taste kurzfristig auf 25W zu erhöhen; einfach optimal das Ding; zum Vorverzinnen fetter Kabel oder dicker Kontaktstellen mal kurz mit den 25W darauf, zum Zusammenlöten reichen dann die 5W.
Leider ist das Fabrikat in Europa mehr zu bekommen, CE-Mark und so Sch...
Vielen Dank nach Brüssel...
regards
Hi Drachen. Du merkst vielleicht, das sich keiner von den "Dauerlötprofis" zu deiner Frage äußern möchte. Das Thema "Löten" ist nämlich komplexer als denkste. Darum nur dieses: Eine gute Lötstelle steht und fällt in erster Linie mit der Temperatur.
Deshalb habe ich exklusiv und nur für dich einen Lötspitzentemperaturtest entwickelt und durchgeführt. Die optimale Temperatur ist erreicht, wenn handelsübliches 40/60 Zinn mit Flußmittelseele und 1mm Durchmesser bei einer Länge von 50mm innerhalb von exakt 7 Sekunden sich in's Nichts transformiert. Die Spitze war bei diesem Test eine eher breite. So ca. 3mm, Schraubendreherförmig.
Eins noch: Wenn du mittels Löten Ding A mit Ding B verbinden möchtest, ist es meistens ratsam, beide Dinge erst großzügig zu verzinnen. Beim Verbindevorgang wird dann kein weiteres Zinn zugeführt. Außer, es muß. Ausnahme: Beim bestücken einer Platine wird nix vorverzinnt.
danke für den Test, da fühl ich mich doch gleich geschmeichelt Das werde ich doch dann mal testen. Das mit dem vorverzinnen habe ich bis jetzt immer gemacht. Na denn häppy lötening.....
KE´s rausgeschraubt --> Lötstation auf volle Pulle --> alles neu verzinnt --> mir die Finger beim sehr heiss löten verbrannt --> Lötstellen glänzen --> Drache glücklich
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