Folgendes Gedankenexperiment:
Ich stelle zwei identische Lautsprecherboxen nebeneinander. Beide Boxen habe jede einen eigenen Verstärker, die ebenfalls identisch sind. Beide Verstärker werden aber aus demselben Vorerstärker betrieben. Wie erhöht sich nun die Gesamtlautstärke, die ich höre/messen kann? +3dB oder +6dB?
Raphael
There are 10 types of people: Those that understand Binary and those that don't.
Das Thema ist gerade besprochen worden "Gaaanz kurze frage". Aber das kommt davon, wenn man im Betreff so völlig unpräzise Angaben macht.
Ich versuche, das Ergebnis der Diskussion noch mal einfacher darzustellen: Bei obigem Beispiel 1 wird der Schalldruckpegel um 6 dB erhöht. Aber warum? Man hört und liest doch immer, dass bei zwei Schallquellen sich der Pegel nur um 3 dB erhöht.
Beispiel 2: Ein Trompeter bläst einen Ton mit 500 Hz mit einer Stärke von 70 dB. Ein zweiter Trompeter kommt hinzu und bläst ebenfalls mit 70 dB die gleichen Ton. Der Schalldruck erhöht sich nur auf 73 dB.
Es gibt keine Erhöhung auf 76 dB, weil die Schallquellen nicht kohärent sind. Das heißt, sie haben zwar ungefähr dieselbe Frequenz aber nicht dieselbe Phasenlage. Die Wellenberge und -täler liegen nicht haargenau übereinander sondern ändern sich permanent. Es folgen ständig Auslöschungen und Additionen. In der Summe führt das zu einer Verstärkung um 3 dB.
Beispiel 3: Wenn der Trompeter auf Tonträger gespeichert ist und dann ein zweiter Lautsprecher dazu kommt (mit derselben Aufnahme - also 1. Beispiel), dann erhöht sich der Schalldruck um 6 dB.
Stimmt scheon, es gibt einen ähnlichen Thread. Dort ging es aber, soweit ich weiß, um eine Box mit zwei Bässen, die beide aus demgleichen Amp gespeist werden. Bei meinem "Experiment" ist ja alles getrennt=>sozusagen zwei Trompeter, deren Phasenlage geklärt werden müßte. Bei gleichen Amps würde ich nun also davon ausgehen, daß diese Bedingung erfüllt ist => Erhöhung um 6dB.
Danke für die Antworten.
Raphael
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Original geschrieben von VISATON
Beispiel 3: Wenn der Trompeter auf Tonträger gespeichert ist und dann ein zweiter Lautsprecher dazu kommt (mit derselben Aufnahme - also 1. Beispiel), dann erhöht sich der Schalldruck um 6 dB.
Das ist meines Wissens nicht so ganz richtig.
Es kommt auf die Entfernung zwischen den beiden Chassis an. Der >3db Schalldruck-Gewinn entsteht durch eine Vergrösserung des Strahlungswiderstands und tritt bei Entfernungen < lambda/2 auf.
Solange der Abstand Zwischen Hörer und den beiden Signalquellen gleich ist, stimmen die 6 dB. Wenn der Abstand der Signalquellen zueinander klein gegen Lambda ist, dann stimmen sie in jeder Richtung.
Boxsim ... wenn Lautsprechersimulation gelingen soll.
wir wissen jetzt, dass 2 kohärente Schallquellen (gleiche Amplitude und Phase) 6 dB lauter sind als eine allein. Nun aber zum 2. Teil der Frage: entspricht dies der "doppelten Lautstärke?"
Die Lautstärke wird als doppelt so hoch empfunden, wenn der Schalldruckpegel etwa 10 dB lauter ist. Das entspricht der 10-fachen Leistung! Daher wird ein 40 Watt Verstärker auch nicht wesentlich lauter empfunden als ein 50 Watt Verstärker (nur 1 dB mehr Leistung) . . .
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