Wo ist denn jetzt das Problem? Was das Bündlungsmaß überhaupt ist?
Es ist die Differenz zwischen dem Schalldruck auf Achse und dem gemittelten Schalldruck um die ganze Box herum. In der Messung ist das wohl recht aufwendig. Der Admin meinte mal, man misst den Schalldruck über den gesamten Frequenzbereich an 20 verschiedenen Punkten um die Box herum, und die Werte werden dann gemittelt und in ein Diagramm eingetragen.
Wenn das Bündleungsmaß z.B. bei 500 Hz bei 12 dB liegt heißt das, dass die Box bei 500 Hz auf Achse 12dB lauter ist, als gemittelt in alle Richtungen. Je höher das Bündelungsmaß, desto geringer ist der Anteil des in andere Richtungen abgestrahlten Schalls bzw. des Diffusschalls und damit desto besser z.B. die Ortungsschärfe. Allerdings sollte das Bündelungsmaß möglichst linear sein bzw. zumindest konstant ansteigen, da das Diffusschallfeld zur Klangfarbe der Boxen im Raum beiträgt. Ein massiv hohes Bündelungsmaß bei einer bestimmten Frequenz heißt demnach auch, dass auch wenn die Box auf Achse linear abgestimmt ist, sie bei dieser Frequenz "rundrum" weniger Schallenergie abgibt, und der entsprechende Frequenzbereich dann im Diffusschallfeld (Box steht im Hörraum) auch weniger vorhanden ist. Was z.B. bei großen Kalottenhochtönern gerne zu einem "warmen" Klang führt, obwohl sie auf Achse völlig linear sind, oder zu dem von einigen hier oft kritisierten generell "dunklen" Klang von sehr schmalen HiFi-Boxen (speziell wenn sie wandnah aufgestellt werden).
Wg.Bündelungsmass:
wenn ich das richtig verstanden habe, taucht das so nix, weil das BM gleichmäßig ansteigen sollte; ohne zwischendurch wieder abzufallen....Simulier eine 1-Wege-Box mit dem B200, dann weisst Du was ich meine...
Beim Phasengang hast Du recht; wenn's optimal ist, laufen die Kurven übereinander...
je dichter die Kurven beieinander liegen und je gleichmäßiger sie sind; um so besser...
Ich wüsste nicht, warum ein Anstieg im Bündelungsmaß wünschenswert wäre. Es ist eher so, dass man den Anstieg nicht vermeiden kann.
Meiner Meinung nach ist ein möglichst gleichmäßiger Verlauf, besonders im Bereich oberhalb 250Hz wünschenswert im Sinne von möglichst realistischer Wiedergabe von Klangfarben.
Eine möglichst präsente Ortbarkeit wird andere Präferenzen haben.
Die obige Box finde ich so schlecht nicht, da gibt es viel Schlimmeres. Der Einweglautsprecher mit steifer Membran (also kein B200...) steigt gleichmäßig an, aber bis in absolut irrwitzige Bereiche. Eine realistische Reproduktion von Klangfarben geht damit nicht.
Vor der Beurteilung des Bündelungsmaßes der B200-Lautsprecher in Boxsim muss ich eindringlich warnen. Der B200 ist schon relativ bald kein Kolbenstrahler mehr und hat real zu hohen Frequenzen hin ein deutlich geringeres Bündelunsgmaß als in der Simulation.
Boxsim ... wenn Lautsprechersimulation gelingen soll.
wenn der Klang ok ist, dann ist es doch gut!!!!
Der Buckel zwischen 0,5 und 1 kHz ist der Übergang TT <->MT; der
bei 3 - 4 kHz wird der zwischen Mittel- zum Hochtöner sein; der Anstieg bei 7kHz ist konstruktionbedingt....
U.U. könntest Du versuchen, die Trennfrequenzen anders zu legen, aber dann wird es andere Probleme geben (Klirrverhalten, Belastbarkeit etc.) und solange Du vorwiegend auf Achse hörst ist das alles nicht so dramatisch...
PS: Leider konnte ich mich mit Boxsim noch nicht tiefergehend beschäftigen. Der erste Eindruck ist aber wirklich gut.
Als kritischer Mensch ziehe ich selten meinen Hut. UweG gebührt aber neben der Lüpfung der Kopfbedeckung noch eine tiefe Verneigung. Mit "Boxsim" hat er was Gutes abgeliefert.
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