Bisher bin ich immer davon ausgegangen, daß eine TML auf 1/4 der Wellenlänge für die die Line ausgelegt ist resoniert. Allerdings habe ich jetzt gelesen, daß Röhrenresonatoren (z.Bsp. bei offenen Orgelpfeifen) immer auf der 1/2 Wellenlänge resonieren. Wie geht das jetzt übereinander, da TML und Orgelpfeife vom prinzip her recht ähnlich sind.
Gruß,
Raphael
There are 10 types of people: Those that understand Binary and those that don't.
Du sagst es : offene Pfeifen ...die resonieren bei 1/2 Wellenlänge; während TML's ja geschlossen sind; also auf einer Seite natürlich nur...
Die resonieren dann bei 1/4 Wellenlänge...
Pfeifen sind auch auf einer Seite geschlossen: Nämlich am Kernspalt bzw. Pfeifenkern und genau hier werden sie angeregt. Liest man nun die Veröffentlichung von Augspurger (habe leider nur einen Teil), dann sieht man, wenn ich den Pfeifenkern durch ein Chassis ersetze, dann habe ich eine TML in ihrer Grundform.
Also sind beide System an einer Seite offen und am anderen sitzt die Anregung.
Raphael
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Ja, dessen Aufsätze habe ich auch gelesen, er baut ja auf Augspurger auf, letztlich, aber warum es bei einer TML jetzt 1/4 sind, steht da keine Erklärung, sondern mehr so, ist halt so, zumal in einer beideseitig geschlossenen TML er 1/2 der Wellenlänge annimmt, das ist ein absoluter Gegensatz.
Raphael
There are 10 types of people: Those that understand Binary and those that don't.
Von Orgelpfeiffen hab ich keine ahnung, aber eine einseitig geschlossene TML resoniert bei 1/4 Wellenlänge. Daran gibts nix zu rütteln.
Wenn da zweifel besteht: Der Physikversuch dazu heißt "Kund'sches Rohr". Man kann feines Sägemehl in der Röhre verstreuen und sieht dann direkt die Knoten und Bäuche. Ganz davon abgsehen, dass man mit einem Mikro am offenen Ende sofort am Pegel die Resonanz messen kann. Hab den Versuch selbst vor ein paar Jahren durchgeführt.
Eine Orgelpfeife ist weit komplexer als eine simple TML.
Der SChall wird hauptsächlich vom Pfeifenschlitz abgestrahlt.
Unten wird Luft eingblasen. Ein Teil pfeift durch den SChlitz hinaus, ein Teil wandert ans obere Ende und wird dort reflektiert.(Impedanzsprung) Dann wandert er zurück und am Pfeifenschlitz ändert sich der Druck. Dies geschieht periodisch und so wechselt der Luftstrom am SChlitz ständig seine Richtung. Einmal bläst es hinaus und einmal hinein und dadurch wird die ganze Struktur der Pfeife angeregt.
Alles nicht so einfach und hat mit der TML nur das Nutzen einer Verzögerungsleitung gemeinsam.
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