Ich hab in einem CarHiFi-Forum gelesen, man solle mit den Angaben und Messwerten der Hobby-HiFi vorsichtig sein. Ist da was dran?
Mir kommt die Klang und Ton auch kompetenter vor, oder täuscht nur der Eindruck und die sind nur mathematischer?
Ich meinte ja auch nur, dass die KT IHMO schwerer zu lesen ist, weil die teilweise mit dem Formeln nur so um sich schmeissen und die Erklärungen dazu (ebenfalls IHMO) in der Hobby HiFi einfacher verständlich sind.
Allerdings hat sich die KT in den letzten Jahren etwas gebessert, Konkurrenz belebt tatsächlich das Geschäft... ;-)
Vorsichtiger war im Zuge eines Threads zu TangBand BB's. Da stand halt sowas wie: "Guck doch mal in die aktuelle HH. Auch wenn man mit den Werten bei HH immer vorsichtig sein sollte."
Auf meine Anfrage, was damit gemeint sei, wurde ich hierhin verwiesen.... *lach* Also ist nix dran?
Soweit ich das beurteilen kann, messen beide Zeitschriften ziemlich sorgfältig. Jedenfalls kann ich mich nicht an größere Diskrepanzen bei einem einzelnen Chassis erinnern. Gewisse Unterschiede liegen sicher immer in der verwendeten Umgebung / Software bzw. der Serienstreuung begründet. Dass die K&T schwerer zu lesen ist, liegt sicher auch am Layout - da wirkt die HH (auf mich jedenfalls) einfach wesentlich sauberer und professioneller.
Was ich nur etwas merkwürdig finde:
Bei der HH gibts keine Angaben der Autoren eines Artikels...
Und sowas wie Expertenwissen (die 'unlesbare' neue Reihe bei KT) hats auch noch nicht bei der HH gegeben.
Und IHMO sind die Klangbeschreibungen der HH etwas schwammiger. Aber die könnten selbst bei der KT besser sein...
für Lautsprecher sind doch immer vom Betrachter (Hörer) abhängig. Wie soll man denn da zu einem einheitlichen Ergebnis kommen? Wenn Hr. Timmermanns z.B. auf Quincy Jones steht, wird der Platten laufen lassen mit denen ich nichts anfangen kann. Die Voraussetzung für so eine allgemeine Klangbeschreibung wäre eine REFERENZSCHEIBE, auf der bestimmte Stücke unterschiedlicher Genren wiederzufinden sind, damit jeder was damit anfangen kann. Damit würde aber jeder der über so eine CD oder Platte hört, zum Kritiker.
Nachdem ich mich als Referenzscheibennichthörer geoutet habe, frage ich doch mal nach, ob es soetwas wie Referenzscheiben überhaupt gibt....
Ich meinte damit, dass Herr Timmermann (falls er den jeweiligen Artikel überhaupt schreibt!?!) nicht sowas in dieser Art schreibt:
"Tolle Auflösung, knackiger, tiefer Bass, tonal ausgewogen wenn auch manchmal etwas zu analytisch." oder "Toller BB, der zwar nicht mit einem echten Bämdchen mithalten kann, was die Auflösung angeht, dafür aber 'richtiger' klingt, die bekannte Stärke der BB's"
Die LS sind mir manchmal etwas zu gut und zu toll. Wie wäre es mit einem 'objektiven' Bewertungssystem. Z.B. mit Auflösung, Tonalität, Räumlichkeit, Seele als Kriterien, um jetzt mal ein paar ganz platte Begriffe zu wählen. Und das Ganze messen an den beispielsweise drei besten LS (jaja, die gibts nicht!), die dann zu schlagende Referenzen.
Anders gesagt: An den Klangbeschreibungen des Herrn Timmermann kann ich selten festmachen, ob die Box etwas für meinen Hör- und Musikgeschmack ist, das hat die KT in der Vergangenheit besser beherrscht. Wobei ich auch fairerweise sagen muss, dass sich der Timmermanns auch dort gebessert hat und ich auch finde, dass die HH, weil sie für mich leichter lesbar ist, die bessere Zeitung ist. Bevor ihr jetzt denkt, ich will dem lieben Bernd was Böses! :-))
Ich kann mir vorstellen, dass dieses "vorsichtig" auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass beide Zeitschriften immer wieder falsche Diagramme drucken. Mal wird für Visaton Focal abgedruckt, mal Hochtöner mit dem Mitteltöner verwechselt... usw. usf.
KT vergisst immer wieder darauf hinzuweisen, dass ihre Boxmessungen unterhalb von 150Hz keine Aussagekraft haben, weil in einer Turnhalle gemessen wird, deren Reflektionen das Bild verhunzen. Die langjährige Leser wissen es, wenn jemand das Heft zum ersten mal kauft, so wird er wohl blöd aus der Wäsche gucken.
Eine der VOXen traf es ja auch: da gab es eine ganz aufgeheizte Diskussion. Die "Monitor" haben sie überhaupt nicht messen können: da war Heiz Schmid gezwungen in den Messraum von Visaton zu fahren. Alleine diese zwei Beispiele lassen vermuten, dass es auch bei anderen Messungen nicht unbedingt 100% laufen kann.
Alle diese Probleme würden den Herrn Timmermanns aber genau so treffen: denn auch er hat keinen schalltoten Messraum.
P.S.: Die besagte bessere Lesbarkeit des HH relativiert sich für mich jedoch durch die sehr abenteuerliche Art des Herrn Timmermanns die Messergebnisse zu interpretieren, bzw. die Art Akzente zu setzen. Die KT-Artikel könnten vielleicht etwas einfacher geschrieben sein. Sie haben jedoch den Vorteil, das aktuelle Wissen korrekt zu vermitteln: ohne die Ausflüge in die Esotherik, die Timmermanns immer öfter unternimmt.
Aber jedem das Seine: was interessiert einen Voodoo-Priester das Ohmsche Gesetz?!
Zwei Tragödien gibt es im Leben: nicht zu bekommen, was das Herz wünscht, und die andere - es doch zu bekommen. (Oscar Wilde) Harry's kleine Leidenschaften
Dann frage mal drei (oder mehr) Leute über ihren Eindruck über die selbe Box ...
Du wirst dich wundern, was da für unterscheidliche Aussagen bei rauskommen (wenn sie sich nicht dabei gegenseitig 'abhören')
UNd vor allem, stelle die gleiche Box in unterschiedlichen Räumen auf und höre dieselbe ...
selbst im gleichen Raum, an einer anderen Position klingt sie unter Umständen (oder auch ganz bestimmt) ganz anders ...
Tipps & Tricks für alle Wastels in Wolfgangs Bastelkeller , denn wie der Schreiner kann es keiner
Ich habe Probleme für alle Lösungen !!! .-- ....
Original geschrieben von dermusicfreak Was ich nur etwas merkwürdig finde:
Bei der HH gibts keine Angaben der Autoren eines Artikels...
Ich glaube, das schreibt der gute Timmi alles selber
Und sowas wie Expertenwissen (die 'unlesbare' neue Reihe bei KT) hats auch noch nicht bei der HH gegeben.
Naja, die wirklich wichtigen Sachen wie Interner Helmholtz und Tiefpaßkondesator sind schon gut beschrieben worden.
IMHO ist dsa Expertenwissen bei KT nur durch die unübersichtliche Aufmachung und die vielen Formeln als solches deklariert
Und IHMO sind die Klangbeschreibungen der HH etwas schwammiger. Aber die könnten selbst bei der KT besser sein...
Das sitmmt allerding. Was mirt besonders fehlt sind mehrere Querchecks mit selbstentwickelten Boxen!
Z.B. der Vergleich "Corda - E-Motion - Triga - Cumulus " DAS wär mal was, besser als jede neue Box wieder als Referenz (ohne gescheite Begründung) abzustempeln.... Hatte deswegen auch schon mal an HH geschrieben, leider keine Reaktion
@harry:
Haben die jetzt nicht ein Messgerät, dass die zeitlich verzögerten Refelxionen direkt ausfiltert? Ich meine ich hätte sowas vor einiger Zeit gelesen, kann aber auch sein, dass es in der HH war....
Und was meinst du mit abenteuerlicher Interpretationen der Messergebnisse und Esotherik? Ich denke, dass wir uns langsam dem Kern nähern...! :-))
@We-Ha: Tja, diese Tests sollten dann natürlich in einem akustisch neutralem Raum geschehen und ich rede ja auch mehr von der Vergleichbarkeit unter gleichen Bedingungen, sonst kann man sich das Hören ja gleich schenken. :-)
@Tosti: der Herr Timmermanns belästigt nicht alle Leser mit Antworten auf ihre Leserbriefe. Es sei, Du schickst ihm eine richtige Lobeshymne auf seine Zeitschrift...
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Original geschrieben von dermusicfreak @harry:
Haben die jetzt nicht ein Messgerät, dass die zeitlich verzögerten Refelxionen direkt ausfiltert?
Kann sein, aber ich glaube auch dieses Gerät kann nicht unendlich tief gehen. Wo es aufhört, weiß ich nicht...
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