Muß für meinen kleinen Bruder eine Box für seine Gitarre bauen.
Suche noch nach einer geeigneten Box ,hatte als erstes an MB208/H gedacht.
Hatt die schon mal einer gebaut und wie klingt die.
Sie soll an einen 30W Gitarrenverstärker laufen.
Sollte natürlich auch nicht so viel kosten.
Verstärker ist selbstbau, Verzerrung und Effekt ist mit dran.
Solte zum Üben aber auch für kleinere Veranstaltungen sein.
Habe jetzt ganz normale alte Boxen dran die sind aber bei normalen Pegel schon überfordert.
n Hochtonhorn brauchts zum üben eingetlich in den seltensten fällen. (was ich so gehört hab, bin ja kein Gitarrist).
Mit nem BG20 (und abgeschnippeltem Konus, hehe) sollteste schon gut dabei sein. Evtl zwei so diagonal einbauen. Kost ja nix das Ding. Kiste hinten halb offen lassen.
Sonst evtl mal bei Monacor gucken. Da gibs so speziell mit versilberter Dustcap. Das sieht mehr nach gitarre aus und es gibt auch 30er die etwas lauter sind.
da ich seit ca. 25 Jahren E-Gitarre spiele, erlaube ich mir mal auf deine Anfrage zu antworten.
Es klingt zunächst ein bisschen paradox, aber zu gute Lautsprecher mit einem großen Frequenzumfang sind für Gitarrenverstärker untauglich.
Es gibt keine professionelle Konstruktion, die mir bekannt wäre, bei der Breitbänder verwendet werden. Gänzlich ungeeignet ist auch eine Zweiwegekonstruktion mit Hochtonhorn o.ä., es sei denn, es geht ausschließlich um die Verstärkung akustischer Gitarren.
Spielt man mit einer E-Gitarre, wird eine Box mit Hochtöner oder zu großem Frequenzumfang einen fürchterlichen Klang erzeugen, sobald man mit - gewünschten! - Verzerrungen und der Übersteuerung des Verstärkers arbeiten will.
Lange Rede, kurzer Sinn: Ob Visaton etwas Geeignetes anzubieten hat, weiß ich nicht, aber seit Menschheitsgedenken sind die Lautsprecher der Firma Celestion für alles, was Gitarristen Lautsprechern antun, eine gute Lösung. Die Teile werden beispielsweise von Marshall oder Vox verwendet, die absolute Klassiker sind.
Man braucht nichts weiter als mindestens einen 12-Zoll-Speaker und eine offene oder geschlossene Box - das ist alles. 10-Zoll-Speker kann man auch nehmen, aber ein einzelner 10-Zoller lässt es schon etwas an Klangvolumen fehlen.
Bei den Boxen wird nichts gedämpft und nichts per Frequenzweiche geglättet. Es geht nicht um Hi-Fi oder High-End. Das Motto lautet: Anschließen und wohlfühlen.
Ich würde eine Kiste bauen, die den Anschein macht, das sich der Lautsprecher darin wohlfühlt, und diese hinten zu 1/3 offen lassen. Nix Reflex. Ist Gitarre, nicht Bass.
Ich kann Parmenides nur zustimmen : Das einzige, was für Gitarre taugt, ist ein 12" Celestion. So einer war schon früher in meinem Marshall Combo, sitzt jetzt in meinem Mesa/Boogie Mark III und auch in der 2x12er Box meines Rectifier-Nachbaus. Das Problem dabei ist einfach, dass der charakteristische Klang eines 12" Celestion in Verbindung mit einem übersteuerten Röhrenamp über Jahrzehnte DEN Gitarrensound geprägt hat. Man kann theoretisch auch irgendwas anderes nehmen, es wird sich aber dann nie wie Deep Purple o.ä. anhören, sondern mehr wie Kreissäge.
Original geschrieben von Guido Man kann theoretisch auch irgendwas anderes nehmen, es wird sich aber dann nie wie Deep Purple o.ä. anhören, sondern mehr wie Kreissäge.
es wäre jetzt albern, wenn ich Guido zustimmte, da er meinen Beitrag bestätigt hat, aber es ist tatsächlich so: Celestion hat einen Standard in Sachen Hörerwartung gesetzt, der für sehr viele Gitarrensounds gilt.
Zum Thema Bassreflex stimme ich Brösel zu: So etwas gibt es normalerweise im Bereich Gitarrenverstärkung nicht, mit einer Bassreflexkonstruktion würde ein Frequenzspektrum betont, das für Gitarrensounds nicht sinnvoll ist. Zudem könnte ich mir vorstellen, dass teiloffene Konstruktionen (Hintere Wand 1/2 bis 1/3 geöffnet) auch für eine schnelle Lautsprecheransprache dienlich sind.
Zum Thema Visaton-Lautsprecher: Ich halte viel von Visaton-Hi-Fi-Lautsprechern. Als Gitarrist würde ich allerdings keinen Visaton-Lautsprecher verwenden, wenn ich ihn nicht vorher gehört hätte. Warum auch? Celestion ist einfach tausendfach bewährt, robust und preislich erschwinglich.
Noch ein Tipp zum Schluss: Bevor hier die Hi-End-Spezialisten hin und her überlegen: Man sollte die Angelegenheit nicht zu verkopft angehen: Eine Gitarrenbox ist extrem einfach zu bauen. Weniger einfach ist es, einen guten Gitarrenverstärker zu bekommen. Es ist nämlich in diesem Bereich genau umgekehrt wie im High-End-Bereich: Der Verstärker ist entscheidend für den Sound. Aber das ist ein anderes Thema....
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