Soll die Impulstreue höher sein, so erzeugt er in einem geschlossenen 60 bis 100 Liter-Gehäuse einen straffen Bass, jedoch erst ab ca 35 Hz (-8dB). Diesen kann man verstärken, indem man einen Vorwiderstand von 2 Ohm in Reihe schaltet (dann 100 Liter-Gehäuse verwenden) und so erreicht er wieder knapp unter 30 Hz.
Hä?
Hab das ganze mal mit LSPCad simuliert:
Das einzige, was sich frequenzgangtechnisch geändert hat war der Oberbass-Bereich, der nun nicht ab 100hz abfällt, sondern von 100hz-65hz um ca. 1db leicht ansteigt und danach sogar etwas steiler abfällt.
Wie soll ich also diese Widerstand-Geschichte bewerten?
kein Hä, denn es ist schon korrekt, was da gesagt wird.
Ich habe aucb mal simuliert und kann bestätigend sagen:
TIW400 in 100l geschlossen stark gestopft bringt es auf 28,5 Hz bei -8dB und eine f3 von ~42 Hz.
Optimal wären 124 Liter (Qtc bei 0,707), dann sinkt f3 auf 39,5 Hz und bei -8dB sind wir auf 26,5 Hz runter.
Wie funktionierts?
Der Serien-Vorwiderstand Rs vergrößert Qes und damit Qts. Dadurch nun wird für eine flache Abstimmung ein größeres Gehäuse benötigt, der Wirkungsgrad sinkt und der Tiefgang vergrößert sich.
Qts zeigt an, um wieviel das Chassis auf seiner Resonanzfrequenz bedämpft ist (dB=20*Log10(Qts) Je größer Qts, desto kleiner die Bedämpfung auf der Resonanzfrequenz.
Beschäftige Dich ein wenig mit der Theorie des Lautsprecherbaus, und Du wirst schnell verstehen, wo der Hase lang läuft.
Hmm, aber wie kommste auf 124l bei Qtc 0,707?
Alle(!) Programme spucken bei mir ca. 96l aus für die 0,707-Güte, nach diesen Vorgaben habe ich meinen Sub auch gebaut.
124l wären ca. 0,65 (grob überschlagen)
Die Theorie dahinter ist mir schon so einigermassen klar
Diesen kann man verstärken, indem man einen Vorwiderstand von 2 Ohm in Reihe schaltet (dann 100 Liter-Gehäuse verwenden) und so erreicht er wieder knapp unter 30 Hz.
Das irreführende bei dem Zitat (oder kann ich kein Deutsch mehr?) ist für mich aber:
a) Tiw in 100l
b) Tiw in 100l mit 2 Ohm Widerstand
Das ist meine Interpretation des Zitats.
Dass b) tiefer geht als a) war und ist für mich nicht klar. 30hz knackt er ja locker in a).
alle Programme...?
Oh nein, nicht alle Programme...!
SpeakerPro errechnet für den TIW400 mit 2 Ohm Serienwiderstand ein nötiges ungefülltes Volumen von 218 Litern für die Güte 0,707.
Meine Simulation errechnet mit den gleichen Parametern, unter zusützlicher Berücksichtigung der Gehäuseleckagen, 204 Liter für Q=0,707.
Mit 200% Befüllung kommen dann 124 Liter dabei heraus. (Bei SpeakerPro mit 100% Befüllung entsprechend 182 Liter.)
Ganz ohne Serienwiderstand rechnet sich das zu leer 89 Litern und gestopft (200%) 56 Litern aus.
Ach ja, und 30Hz 'knackt' er gerade mal so bei -10dB in weniger als 100 Litern ohne Serienwiderstand.
Ach ja, und 30Hz 'knackt' er gerade mal so bei -10dB in weniger als 100 Litern ohne Serienwiderstand.
Diesen kann man verstärken, indem man einen Vorwiderstand von 2 Ohm in Reihe schaltet (dann 100 Liter-Gehäuse verwenden) und so erreicht er wieder knapp unter 30 Hz.
Fällt dir was auf? Im Prinzip dieselbe Aussage einmal mit und einmal ohne Widerstand.
Er ist ein ein guter Tieftöner für Tiefbass. Mit 23 Hz Resonanzfrequenz erzeugt er in 200 Liter als Bassreflexbox Tiefen ab ca. 23 Hz (-8dB).
Soll die Impulstreue höher sein, so erzeugt er in einem geschlossenen 60 bis 100 Liter-Gehäuse einen straffen Bass, jedoch erst ab ca 35 Hz (-8dB). Diesen kann man verstärken, indem man einen Vorwiderstand von 2 Ohm in Reihe schaltet (dann 100 Liter-Gehäuse verwenden) und so erreicht er wieder knapp unter 30 Hz.
Also ich sehe da absolut keinerlei Unlogik drin.
200 Liter ==> 23 Hz bei -8dB;
60-100 Liter (leer oder gestopft), ca. 35 Hz bei -8dB;
100 Liter + 2 Ohm ==> <30 Hz bei -8dB.
Wenn ich mal außen vor alsse, dass Q im letzteren Falle etwas oberhalb 0,707 liegt, sagen die doch nur, dass mit Rs im etwa halb so großen Gehäuse ebenfalls der -8dB Punkt unterhalb 30 Hz zu liegen kommt.
(Ich gehe dagegen von -10dB aus, also der gehörmäßigen Lautstärkehalbierung.)
Also ich habe jetzt nochmal etwas genauer mit SpeakerPro untersucht. Lustig ist jedenfalls, dass mit LspCad 5.22(mit dem ich eigentlich immer rechne) eine ganz andere Kurve (in 96l ohne Dämmung gerechnet) herauskommt als mit SpeakerPro
Ohne R sind beide Kurven gleich, LSPCad ist ca. 1db lauter.
30hz:
SpeakerPro(Ql=7): 82,5 db
LSPCad(Ql,Qa=7): ca. 83,5 db
Passt soweit ja.
Mit R (bei LSPCad per einfachem R-Filter berechnet, bei Speaker bei Verlustwiderstand eingegeben):
Kuve insgesamt bei LSPCad wieder ca. 1db lauter.
bei 30hz folgendes Bild:
SpeakerPro: 84 db
LSPCad: 82,5 db
Das ist natürlich ein kleiner Unterschied und führt zu einer anderen Interpretation des ganzen Gewusels, auch wenns nicht viel ist. So kommen auch unterschiedliche f10-f8-f3-was-auch-immer-für-f`s zustande.
Vielleicht hab ich auch irgendetwas nicht beachtet bei dem Ganzen.
Was braucht man da für einen Widerstand, der dies Leistungsmäßig "verdauen" kann?
In Reihe zu einem potenten Bass-Lautsprecher geschalten zu werden verkraftet vermutlich nicht jeder.
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