Wenn ich einen Subwoofer baue, diesen direkt an die Wand zum Nebenraum stelle, ein Loch von mindestens der Lautsprecherfläche in diese mache und Lautsprecher und Wand luftdicht miteinander verbinde, hätte ich doch ein recht grosses Gehäuse und die Resofrequenz dieses Systems wäre in der Nähe der Res.-F. des nicht eingebauten Lautsprechers.
Das normale Gehäuse verschiebt nicht nur die Resonanz Frequenz nach oben, sondern beschert den Tieftöner auch eine erheblich höhere mechanische Belastbarkeit! Ohne Gehäuse oder mit riesigem Gehäuse ist die mechanische Belastbarkeit nicht einmal die hälfte der angegebenen Nennbelastbarkeit! Weich aufgehangene Tieftöner sind mechanisch schneller überfordert als hart augehangene.
Mein nickname hat nichts mit Galileo Galilei zutun.
das Gehäuse ist (im Normalfall) dem Chassis zu groß.
Was Du allerdings machen kannst, ist einen Flieswiderstand
einzubringen. Eine sog. aperiodische Membran.
Dies "paßt quasi das Chassis an das zu große Gehäuse an".
Praktisch sieht das so aus, daß man dies nur probieren kann.
Zwischen zwei Gittern deren Öffnungsfläche etwa 1/5-1/3 der Membranfläche beträgt und dazwischen ein Filz o.ä.
Fließwiderstand? Nein, der ist für Treiber mit zu schwachem Antrieb und damit zu schwacher Resonanzbedämpfung in zu kleinem Gehäuse. Wenn die Auslenkung bei tiefen Frequenzen kleiner werden soll hilft nur Gehäuse kleiner machen - diese Argumentation verkennt aber die Möglichkeiten, die in dem Konzept stecken.
Die Sache funktioniert super, aaaaber: Wie du schon schreibst, Resonanzfrequenz und -güte liegen im Bereich der Freiluftwerte. Ich könnte mir das z. B. mit dem W300 (ohne "S") prima vorstellen. Bei dessen Preis ist sogar eine 4-fach-Bestückung nicht mal so teuer und schlägt hinsichtlich Wirkungsgrad und Tiefgang so manchen viel teureren Sub. f3 = ca. 33Hz bei ca. 96 dB/W/m, das ist schon was! Problem ist nur: Wer soll im Nachbarzimmer wohnen?
Boxsim ... wenn Lautsprechersimulation gelingen soll.
eine sehr weit abgesenkte Resonanzfrequenz bringt nicht unbedingt mehr (was auch immer das dann ist?!) Bass.
Im Prinzip ist die Idee mit einem Wandeinbau gar nicht schlecht, da man ein sehr großes Gehäuse simuliert und ein sehr lockeres Ansprechen der Membran bekommt. Probleme: mechanische Belastung des Treibers, rückwärtiger Schall wandert durch Nebenraum eventuell zeitverzögert in den Hörraum (-> Dröhn), starke Anregung von Raumresonanzen.
Man kann allerdings mit vielen Chassis arbeiten, die im einzelnen nicht sonderlich teuer sein müssen. Damit bekommt man ausreichend viel Membranfläche, um tiefe Frequenzen überhaupt Übertragen zu können. Man braucht aber relativ viel Verstärkerleistung.
Was man nicht vergessen sollte sind die Verhältnisse zwischen Sub und Hauptlautsprechern. Sind die Main-Speaker zu klein gibts nur "Wuuuup" aber kein "Buummmm".
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