Wenn Du den LS passiv mit der originalen Weiche aufbaust ist er halt wie er ist. Du hast dann kaum noch Möglichkeiten den Klang an Deine Bedürfnisse und vor allem an Deinen Raum anzupassen.
Aktiv mit DSP hast du einerseits wesentlich mehr Flexibilität, andererseits kannst du eben nicht auf eine fertige Abstimmung zurückgreifen.
Meine Persönliche Erfahrung ist allerdings, wenn man den LS in Boxsim aktiv simuliert kommt man in der Realität schon zu sehr guten Ergebnissen.
Besser ist dann schon, wenn man auch Nachmessen kann.
Ich muss aber auch sagen, dass aktiv nicht per Definition besser klingt als passiv. Ich hatte anfangs bei meiner Concorde eine knackfreie Umschaltmöglichkeit zw. passiv (Originalweiche) und aktiv. Der Frequenzgang war in der Sim nahezu identisch, im direkten A/B-Vergleich war nicht der geringste Unterschied zw. aktiv und passiv hörbar.
Ich war allerdings mit dem "originalen" Klangbild sehr unzufrieden (ja selbst Schuld wenn man kauft ohne Probehören). Im Laufe der Zeit habe ich mir dann ein für meinen Geschmack deutlich besseres Klangbild hin optimiert. Dabei kam mir auch die Erkenntnis, kein Mensch will einen linearen (konstanten) Frequenzgang, mindestens ein Abfall von 5db von 100Hz bis 10khz braucht es schon !
Was braucht man zur Aktivierung:
z.B.
2x MiniDSP 2x4 (ca. 2x 120Euro)
1x alten Denon AVR (ca. 100-150Euro), muss ggf. umgebaut werden um den Eingang des 6. Kanal raus zu führen.
1x viel Geduld, Kenntnisse in Elektronik, Simulation, Messtechnik
Der Rauschabstand ist mit Lautstärkeregelung vor dem DSP gerade eben so noch akzeptabel.
Wenn man es professionell macht, braucht man 3 Stereoendstufen, ab ca 120 Euro x 3
(oder eine kräftige Stereoendstufe, + eine Vierkanalendstufe, gutes Material kommt auf ab 700 Euro, Beispiele findet man bei Thomann.de) )
Einen digitalen DSP (wie zB den DSM-260 von Monacor, 500 Euro, der rauscht dafür auch nicht): https://www.hifi-selbstbau.de/compon...-img-stageline
Meine Chassis haben eine Empfindlichkeit von 96 (TT, MT) bis 102 dB/W/m (HT), da rauscht trotzdem nichts
Wenn man es noch professioneller haben will, kommt zw. Endstufen und Weiche ein 6-Kanal Monitorcontroller (kostet leider nochmals 500 Euro und kann natürlich Gleichlaufprobleme verursachen...), dann kann die Weiche immer mit großen Zahlen rechnen und rauscht noch weniger. Außerdem kann man dann digital in die Weiche rein und ist praktisch bis fast zu den Endstufen durchgängig digital. Ob es sich lohnt, frag mich nicht, ist halt Hobby.....
Wenn man messen kann, dann besteht natürlich auch die Möglichkeit den Lautsprecher passiv an den Raum und Hörgewohnheiten anzupassen, mittels Boxsim simulieren und einfach ein paar Bauteile einlöten und messen / hören, ist zwar etwas aufwendiger aber kostengünstiger, mit einem minidsp kann auch der Frequenzgang angepasst werden. eine Kurve programmieren, hören und wenn es gefällt die passivweiche anpassen.
Bringt eine Aktivlösung wirklich soviel mehr, als wenn man nur den gesamten Frequenzgang vor der Passivweiche per DSP ändert?! Wäre zumindest wesentlich billiger und einfacher.
Was ich schreibe, ist nur meine Meinung. Denn wessen Meinung soll es sonst sein?
ist halt die Frage ob eine Passivlösung mit DSP wirklich so viel günstiger ist, für ein Paar Weichen zahlt man auch so 200Euro, für den Betrag bekommt man ggf. schon die zusätzlich benötigten Endstufen.
In der Variante Weiche passiv und dann per DSP entzerren hat man keinen Einfluß auf die Grenzfrequenzen und somit auf das Bündelungsverhalten. Bei der Auslegung einer passiven Weiche geht man m.E. immer den Kompromis zw. möglichst linearem Frequenzgang und optimaler Anbindung in Bezug auf Bündelung, Klirr, etc. Daher müssen die Chassis auch bei passiver Weiche in vielerlei Hinsicht gut zueinander passen. Das ist aktiv wesentlich unkritischer, z.B. unterschiedliche Wirkungsgrade sind passiv ein riesen Problem, aktiv überhaupt keins. Die Atlantis z.B. könnte man aktiv auch nur mit einem AL170 bauen, würde genau so klingen, nur weniger Maximalpegel.
Meine Meinung: wenn schon DSP dann vollaktiv.
Noch einen praktischen Aspekt: wo schleift man einen DSP bei einer passiven Lösung ein wenn man einen AVR oder Vollverstärker verwendet ?
Hallo
Ich habe die Quintett vollaktiv mit dem DSM 260 von Img Stage line.Hab ich mir
letztes Jahr auch aufgrund des Tests von Hifi Selbstbau zugelegt.Das Problem mit
der Lautstärkeregelung habe ich mit einem AV Receiver gelöst von Ebay für 270 Euro.
Vorraussetzung Analoger 6 Kanaleingang und ein alter Stereoverstärker für die Quellen
wahl.Nach mehreren Hörversuchen habe ich die Trennfrequezen etwas anders als in der
Passivversion gelegt.Die Einstellmöglichkeiten mit dieser Weiche sind enorm.Der Klang
gewinn wächst mit der Lautstärke gegenüber der Passivbox.Wal Wal schrieb ja hier im
Forum, wer die Passivweiche aktiv nachbildet verschenkt Klangpotenzial.Muß ich ihm
recht geben.Grundsätzlich ein empfehlenswertes Gerät.
Gruß Laguna 0294
Könntest du vielleicht Genauer erläutern wie du die quintett verbunden hast.
Ich will ja schließlich nicht nur ein reines Stereo Paar haben dazu kommt ja noch ein center und noch 2 rears später auch Auro3D.
Wenn ich das Richtig verstanden habe ist es bei dir so:
StereoAVR -> AVR von ebay -> DSM260 -> Lautsprecher
Heimkino richtung ist das überhaupt möglich ?
Nur die LR Aktiv zu betreiben und den rest Normal über den AVR ?
Hallo
Ja, kann ich dir sagen.Es gibt kleine Einschränkungen mit denen
man leben muß.Also für Heimkino ist ein Blu Ray Player mit eingebautem
Wandler Pflicht , da der AV dafür nicht mehr gebraucht werden kann.
Als AV Gerät sollte es mindestens ein 7 Kanal sein, dann hast du noch eine
Endstufe für den Center, die anderen 6 gehen ganz für die QUINTETT drauf.
Als erstes kommt der Stereoverstärker, der die anderen Geräte aufnimmt
und gleichzeitig mit seinen 2 Endstufen die Surround Kanäle beliefert.
Beispiel:Analogausgang Blu Ray in den Stereoverstärker, der gibt das Signal mit
vollem Pegel in die Weiche und von da 6 mal in den AV.Dann noch mal analog Blu Ray in Stereoverstärker für die Rear Boxen.
Das Signal für die Frontkanäle schleift der Stereo Verstärker nur durch zur Weiche und
das für die Rearboxen geht durch seine eigenen Endstufen.Zum reinen Stereo gehe ich
vom Blu Ray direkt digital in die Weiche.Für spätere Anwendungen wie Dolby Atmos
wird es schwierig, aber für mich noch kein Thema.Auch Dolby Digital vom TV geht
natürlich nicht, ist für mich aber nicht so wichtig.Center mußt du natürlich passiv bauen.
Wenn noch Fragen sind, dann frag.
Gruß Laguna0294
Irgendwo habe ich in einem Thread gelesen, wo die Aussage getätigt wurde dass die Couple KE Wg passiv kaum zu verbessern sei (ohne Acourate und Aktivierung) , also ich versuche es sinngemäß wieder zu geben (meine die Aussage wurde von walwal zitiert und wurde von Pansen getätigt..)
VG
Ich betreibe ja auch die Concorde mit WG "nur" teilaktiv, die Trennung MT-HT ist passiv. Die Trennung TT-MT ist aktiv.
Diese Version wurde schon oft nachgebaut und von allen, die es machten, begeistert kommentiert.
Pansen hatte gemeinsam mit mir die Couplet WG gebaut und fand, dass er noch nichts besseres als 2-Weger gehört hat. Auch Dawa baute die Couplet WG nach meinen Vorschlägen in sein Heimkino ein und war voll des Lobes.
Ich meine daher, wenn man teilaktiv TT-MT trennt, reicht das.
Zumindest, wenn die MT-HT Sektion gut ist. Bei der Kombination Al 130 + KE + WG ist das der Fall, da ist eine Verbesserung schwierig, ohne intensive Messungen unmöglich.
Die Atlantis ist gut, teilaktiv kann sie besser werden (vor allem, weil sie an den Raum angepasst werden kann im Bass), perfekt wird sie aber erst mit der Ke im Waveguide. Dazu gibt es aber keinen Bauvorschlag.
Ohne Messeinrichtung wird es schwierig. Und umsonst ist das auch nicht.
Für Heimkino halte ich Vollbereichsboxen wie die Atlantis für überkandidelt bis falsch. 3 x die Couplet WG plus 2 Subwoofer ist die bessere Wahl für die Front. Preiswerter und platzsparend.
„Audiophile verwenden ihre Geräte nicht, um Ihre Musik zu hören. Audiophile verwenden Ihre Musik, um ihre Geräte zu hören.“
Die Atlantis ist gut, teilaktiv kann sie besser werden (vor allem, weil sie an den Raum angepasst werden kann im Bass), perfekt wird sie aber erst mit der Ke im Waveguide. Dazu gibt es aber keinen Bauvorschlag.
Ohne Messeinrichtung wird es schwierig. Und umsonst ist das auch nicht.
Es soll ja nicht als reines Heimkino dienen sondern auch als Stereo Paar für Musik Abende wo man sich zurücklehnen kann mit Jazz,Pink Floyd,Guns N' Roses und viele andere .
Das bedeutet wenn ich die AL170 Aktiv betreiben lasse wäre sie gut, besser natürlich dann mit Waveguide also als erstes würde ich sie Teil aktiv bauen und dann später als Waveguide.
(Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg)
Wenn das nötige kleingeld da ist .
Was würdet ihr empfehlen welche geräte was sind so eure Erfahrungs werte ?
Etwas groß sind die schon doch das nehme ich in kauf für Luxus jedoch etwas kleiner als die Concorde und ein wenig günstiger.
Die Atlantis auch passiv gut. Wir reden von geringen Verbesserungen. Im Heimkino ist ein guter AVR entscheidend und ein passender Center. Mache dort auch die Atlantis. Egal, wie.
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