OT: Ohne Worte

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  • krabat
    Ein Gast antwortete
    Zitat von hreith
    Nicht dass ... Die Analyse der letzten 2 Sekunden steuert den Vorschub.
    nöh, das wäre dumm. das signal kann digital analysiert und zur vorschubsteuerung genutzt werden, ohne dass es zurückanalogisiert und in den lack geschnitten werden müsste.

    das signal ist in kopien zeitgleich mehrfach verwendbar. es kann jederzeit, also auch tage vor dem sticheln auf seinen inhalt geprüft werden, welche daten dann wiederum parallel oder mit vorlauf der maschine zugeführt werden könnten ;-)

    ps: womit ich aber nicht sagen will, es wäre wichtig. vielmehr nehme ich an, dass lps mitlerweile im mp3-format gespeichert werden - hört eh' keiner den unterschied ... im gegenteil, ermöglicht doch mp3, die hörbarkeit von bei vinyl notwendigen einschränkungen vorab einzuschätzen.

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  • hreith
    antwortet
    Nicht dass es besonders wichtig wäre - aber es gibt seit einigen Jahrzehnten keine "analogen" Platten mehr. Grund ist das Füllschriftverfahren bei dem man den Abstand der Rillenflanken von der Modulation abhängig macht. Das geht aber nur, wenn man schon vorher weis, wie stark die Modulation hinterher sein wird (bzw in der letzten 2 Sekunden war). Man benötigt für das Signal einen Speicher der min. 2 Sekunden aufheben kann - und genau dazu verwenden die Maschinen schon seit sehr, sehr langer Zeit digitale Speicher. Das Signal wird also digitalisiert, zwischengespeichert, wieder ins analoge gewandelt und steuert erst dann den Stichel an. Die Analyse der letzten 2 Sekunden steuert den Vorschub.

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  • krabat
    Ein Gast antwortete
    Zitat von Luzifer
    Bei mir spielt ein DIY Scheu mit einem 12 Classic Tonarm mit einem Ortofon OMB 40
    ... alles beides sein gutes.
    Letztendlich ist doch nur das hören wichtig.
    die steam-punk dampflok steht hier. ein denon mit dynamisch servo-aktiv gesteuertem tonarm und dl103 für den runden klang. analog kommt aus spass an der freud noch ein Leach prepre (1977?) dazu. die computer simulationen mit aufgereihten transistoren sehen einfach nur toll aus, und das design ist schlicht genial.

    platte hat vorteile

    - die dauern nicht so lang, also ist weniger mist drauf
    - der klang ist grottig, also muss die mukke an sich erstmal was taugen
    - die mukke taugt, also ist das hören interessant
    - die dynamik ist begrenzt, also kann auch nebenbei und in aller stille gehört werden
    - die cd rast rastlos, die sanften wellen der lp beruhigen schon beim auflegen das gemüt, also wird auf das zuhören eingestimmt
    - die technik ist auch für laien scheinbar sichtbar, also gibt es einen handfesten ankerpunkt für die glaubwürdigkeit der wiedergabe

    so ganz überschlägig hat sich die musikwiedergabe als kulturbestandteil doch sehr gewandelt. aus noten wurden nicht klänge, sondern zounds und beats. falsch! wenn damals bei disco, elektro etc der gedanke aufkam "soll ich das heilige ritual auch noch für diesen kram zelebrieren", dann ist die frage heute schnell beantwortet: mal eben einwerfen und boom/tschack. die leichtfertigkeit der konsumenten und die der produzenten geht hand in hand.

    was macht man eigentlich mit aussortierten lps?

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  • yoogie
    antwortet
    Macht gar nix, steht ja so schon im Titel.

    Zitat von walwal
    ...dann analog geschnitten.....
    Wenn Anna log, sagt Gertrude dann die Wahrheit?

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  • walwal
    antwortet






    Ist aber sooo was von OT

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  • zxlimited
    antwortet
    Zitat von harry_m
    Denke ich daran, wie reizend es wohl wäre, mit heutigen Mitteln eine Darmpflock zu bauen: so mit einem Kessel aus Edelstahl, mit automatischer Schaufel um Kohle in die Feuerbüchse zu befördern und Gestänge aus Karbon... Wäre denn das nicht toll...

    Schade nur, dass die daraus entstandene Lock es mit einer stinknormalen Diesel- oder Elektrolock von der Stange trotzdem wird nicht aufnehmen können: weil die Thermodynamik es einfach nicht hergibt... Nicht desto trotz: es lebe "Steam Punk"!

    ...

    Ein wirklich schönes Beispiel Harry! Das trifft es auf den Punkt (bis auf die Sache mit dem Darmpflock )

    Der Charme von antiker Technik ist unbestritten, und eine Dampflock ist ein wunderschönes Beispiel großartiger Ingenieurskunst - viel schöner anzusehen als ein ICE. Deshalb zu behaupten, dieser sei schlechter, wäre verwegen...

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  • walwal
    antwortet
    Da hast du Recht. Wenn jemand gerne mit dem Plattenhobel hört, ist das ok. Dass es gute und schlechte Aufnahmen auf beiden Tonträgern gibt, ist unbestritten. Aber ebenso auch, dass die digitale Speicherung in jeder Hinsicht besser ist.

    Keine Abnutzung, fast keine Limitierung der Dynamik. Sauberer Frequenzgang. usw.

    Bei der Platte gibt es schon hörbare Unterschiede zwischen der ersten und letzten Pressung von der "Mutterfolie" - und alles wird verkauft. Welche Qualität man dann hat, ist wie Lotto. Dazu kommt, dass es sehr viele unterschiedliche Entzerrungskurven beim Schneiden und Abspielen gibt - und keiner weiß mehr, was richtig ist, das know how ist weg, weil die Experten (und die Schneidgeräte) ausgestorben sind.

    Was also spricht gegen digital? Übrigens werden die heutigen Platten erst mal digital gespeichert, dann analog geschnitten.....

    Lesenswert:





    "...Innerhalb des Herstellungsprozesses der Schallplatte trägt der Schnitt die größte Verantwortung....Der Abtaster interpretiert dies als Verringerung der Rillentiefe, also als zusätzliche vertikale Modulation. Dem nur noch gedämpft nachvollzogenen Originalsignal mischt sich so ein dem Original fremdes Signal zu. Als Folge treten, besonders im Hochtonbereich, Verluste auf und die Wiedergabe klingt verzerrt....Die mögliche Originaltreue der Wiedergabe verändert sich im Verlauf der Wiedergabe einer Schallplattenseite, da die Modulation im Außenbereich der Schallplatte eine größere Wellenlänge erzeugt, als im Innenbereich.....Eine komplexe, höhenlastige oder einfach hochpegelige Modulation kann also zu Beginn einer Schallplattenseite eher originalgetreu abgetastet werden, als am Ende der Seite.....Die Rillenmodulation beaufschlagt die Abtastnadel mit einer derart hohen Beschleunigung, dass diese, bedingt durch ihre Masseträgheit oder durch zu gering gewählte Auflagekraft, zeitweise den Kontakt zu einer oder beiden Rillenflanken verliert und so deren Modulation nicht mehr akkurat nachvollzieht. Dieser Effekt wird vornehmlich durch intensive Mitten- und Höhensignale erzeugt, z.B. S- und F-Laute bei Sprache/Gesang, Becken und Hi-Hats, verzerrte Gitarren..."

    usw.

    Und das schreiben Fachleute.

    Dass eine Schallplatte trotz all dieser Mängel gut klingen kann zeigt nur, dass unser Gehör eben nicht so empfindlich ist, wie manche behaupten.
    Zuletzt geändert von walwal; 08.11.2013, 13:03.

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  • We-Ha
    antwortet
    Hehehe ,
    schon lustig, wieviel Worte in einem Thread mit dem Titel "Ohne Worte" zu finden sind !!!

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  • angelralle
    antwortet
    Im Osten gab es herausragende Platten und bis zur WV überhaupt keine CD. Ich hatte eine ansehnliche Plattensammlung, von der etwa noch ein Meter übrig geblieben ist. daraus suche ich mir manchmal was heraus und höre das auch gerne.

    Inzwischen habe ich auch CDs, darunter sind auch gute Aufnahmen, zum Beispiel die "The Dark Side OF The Moon" von EMI Records Ltd. 1993 Made in the UK oder die Queen Greatest Hits II von 1991 Made in Holland.
    Darunter sind auch grottenschlechte Aufnahmen, wie zum Beispiel Iron Butterfly "In-A-Gadda-Da-Vida" mit dem legendären Schlagzeugsolo, aber da klingt schon die Platte schlecht, wahrscheinlich ist es die einzige Aufnahme, die davon existiert.

    Was will ich damit sagen, es ist meine Musik, die höre ich gerne, mal Platte, mal CD und in letzter Zeit auch von SSD. Ich will dabei nicht sagen, was "besser" klingt, wichtig ist für mich die Musik.

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  • helli
    antwortet
    Zitat von harry_m
    wie reizend es wohl wäre, mit heutigen Mitteln eine Darmpflock zu bauen
    Einen DARM-PFLOCK aus Edelstahl, Harry?...

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  • Luzifer
    antwortet
    In welcher Preisklasse muß ein Abtastsystem sein, um so gegen eine CD gewinnen zu können?
    Kann ich dir nicht beantworten.

    Bei mir spielt ein DIY Scheu mit einem 12 Classic Tonarm mit einem Ortofon OMB 40
    CD ist ein Denon PMA 2000 AE.

    Natürlich gibts auch CD,s die ich lieber höre als Platte aber auch eben umgedreht.Hat eben alles beides sein gutes.
    Letztendlich ist doch nur das hören wichtig.

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  • yoogie
    antwortet
    In welcher Preisklasse muß ein Abtastsystem sein, um so gegen eine CD gewinnen zu können?

    Damals hat mein Wunschsystem mehr gekostet, als der gebraucht gekaufte Plattendreher. Wenigstens hatte ich das Glück, das es möglich war, also das System für den relativ schweren Arm geeignet ist.

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  • Luzifer
    antwortet
    Abgesehen davon halte ich es für sehr gewagt, aus der Tatsache, dass eine "Kraftwerk"-Schallplatte besser gefällt, als die CD den Schluss zu ziehen, dass die LP der CD generell überlegen ist. Dem ist nicht so.

    Ich habe nicht geschrieben das die LP der CD überlegen sondern das die Kraftwerk LP besser klingt als die CD.


    Es wird immer wieder davon erzählt, was für tolle LP-Aufnahmen es gab und gibt. Es gab allerdings auch eine Menge ganz miserabler LP-Aufnahmen, von denen niemand wirklich wagen würde zu schwärmen.

    Ich muß doch jetzt nicht schreiben wieviel CD,s es gibt die sich grottig anhören, und genau so viele wirds auch LP,s geben.


    Technisch ist CD der LP haushoch überlegen: und wenn man noch so viele schlechte CD-Aufnahmen präsentieren würde, es ändert nichts an der Tatsache, dass es herausragend gute CD-Aufnahmen gibt, vor denen auch die beste LP nur noch blass aussieht
    Mit dem blass ausehen halte ich mal für ein Gerücht.


    Warum muß mir eigentlich erklärt werden, das es nicht sein kann, das sich eine gute Schallplatte mit vorgesetzt gutem Platten Dreher nicht besser anhören kann wie eine CD.Es muß nicht der Dreher sein der oben abgebildet ist. Es gibt auch andere gute Plattenspieler
    Habt ihr denn schon die Kraftwerk CD(Tour de France) gegen die Kraftwerk LP(Tour de France) gehört ??

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  • yoogie
    antwortet
    Ja, eine Lok aus Edelstahl hätte was.
    Mach bitte ganz schnell noch den Tippfehler weg

    Aber ihr erinnert mich daran, endlich wieder meinen Quartzgeregelten Plattendreher anzuschließen.
    Zuletzt geändert von yoogie; 07.11.2013, 22:31.

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  • harry_m
    antwortet
    Wenn ich diese Gerätschaften sehe...

    Denke ich daran, wie reizend es wohl wäre, mit heutigen Mitteln eine Darmpflock zu bauen: so mit einem Kessel aus Edelstahl, mit automatischer Schaufel um Kohle in die Feuerbüchse zu befördern und Gestänge aus Karbon... Wäre denn das nicht toll...

    Schade nur, dass die daraus entstandene Lock es mit einer stinknormalen Diesel- oder Elektrolock von der Stange trotzdem wird nicht aufnehmen können: weil die Thermodynamik es einfach nicht hergibt... Nicht desto trotz: es lebe "Steam Punk"!

    Abgesehen davon halte ich es für sehr gewagt, aus der Tatsache, dass eine "Kraftwerk"-Schallplatte besser gefällt, als die CD den Schluss zu ziehen, dass die LP der CD generell überlegen ist. Dem ist nicht so.

    Es wird immer wieder davon erzählt, was für tolle LP-Aufnahmen es gab und gibt. Es gab allerdings auch eine Menge ganz miserabler LP-Aufnahmen, von denen niemand wirklich wagen würde zu schwärmen.

    Technisch ist CD der LP haushoch überlegen: und wenn man noch so viele schlechte CD-Aufnahmen präsentieren würde, es ändert nichts an der Tatsache, dass es herausragend gute CD-Aufnahmen gibt, vor denen auch die beste LP nur noch blass aussieht.

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