hat eine versetzte Montage des Hochtöners eigentlich irgendwelchen handfesten Vorteile? VISATON macht das eigentlich fast nie, mir ist es bei der MORION aus Hobby Hifi mit VISATON Chassis aufgefallen (W 170 S + G 20 SC) und anderen Boxen aufgefallen: Der Mittelpunkt des Hochtöners ist gegenüber dem Tieftöner um ein zwei centimeter versetzt ... also ich finde es nicht sehr schön, aber wenn es dem Klang dient?!
Man versucht dadurch den Anteil der am Gehäuseende gebrochenen Wellen auf 2 verschiedene Frequenzen zu verschieben. Über die "Hörbarkeit" kann man wie immer streiten, über die Messbarkeit weiß ich nichts.
Dazu hatte ich 'mal mit Tomtom einen kleinen privaten Mailaustausch, aus dem ich hier 'mal zitieren möchte:
Meine Frage:
...
Worin besteht der Unterschied im Abstrahlverhalten zwischen 1. einem Hochtöner, der mittig auf der Schallwand montiert ist (Abstand zu beiden Gehäusekanten gleich groß) und 2. einem Hochtöner, der seitlich versetzt montiert wird (Beispielsweise 30 mm). Im zweiten Fall müssen ja die Schallwellen einseitig einen längeren Weg zurücklegen, bevor sie auf eine Kante treffen, während auf der gegenüberliegenden Seite der Weg ja kürzer ist. Demzufolge müßten sich ja die Frequenzen widerrum unterscheiden, und das Bild der überlagerten Frequenzen sähe ja wieder ganz anders aus...
Tomtoms Antwort:
Auch was die nichtzentrische Anordnung von Chassis auf der Schallwand betrifft liegst Du richtig.
Es ist in der Tat so, dass durch die unterschiedlichen Weglängen bei gleichen Frequenzen die Welligkeit zwar vermehrt wird (im Sinne von mehr Wellenhügel und -täler), zugleich aber die Wellenhöhe, also die Amplitude geringer wird. Das kann wohl in Abhängigkeit von der akustischen Umgebung bisweilen zu einer Beruhigung des Klangbildes führen und ist demzufolge eher nützlich als schädlich, dies besonders in stark bedämpfter Umgebung, wie man sie in Studios eben oft vorfindet. Wen wundert es da, dass auch echte Studiomonitore fast immer außermittig angeordnete Chassis haben.
Ein weiterer Grund ist jedoch auch in der Schwingungsneigung der Schallwand an sich zu sehen, nur dass es hierbei eben die Baßchassis betrifft. Etwas außerhalb der Mittellinie angeregt neigt eine Schallwand eben weniger zum Mitschwingen als normalerweise üblich.
Der Text ist noch ellenlang, der folgt, aber den möchte ich div. Gründen hier nicht zitieren...
/EDIT: Das ganze dreht sich um den Baffle- Step...
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